Die Auszahlungsquote: Wer Glücksspiele spielt, ist sicher schon häufiger über das Wort Auszahlungsquote gestoßen. Jedes Spiel hat eine und zunächst einmal denkt man hier, je höher desto besser. So pauschal lässt sich das jedoch gar nicht unbedingt sagen. Wir erklären, was es mit der Auszahlungsquote wirklich auf sich hat und inwiefern diese mit den tatsächlichen Gewinnchancen zusammenhängt.
Welche Spiele haben überhaupt Auszahlungsquoten?
Das Wort Auszahlungsquote, auf Englisch Return to Player (RTP), kommt in erster Linie aus dem Casino-Bereich. Es beschreibt, wie viel Geld von allen getätigten Spieleinsätzen als Gewinn an die Spielerschaft ausgeschüttet wird. Dabei ist irrelevant, wie viele Spieler insgesamt einzahlen, da der Wert rein statistisch fest bleibt.
Wenn die Auszahlungsquote bei einem Spiel zum Beispiel bein 95 % liegt, dann werden von 100 € Spieleinsatz praktisch 95 € als Gewinn ausgegeben. Die restlichen 5 % oder in dem Fall 5 € nennt man den Hausvorteil. Diese geringe Differenz ist also das, was beim Anbieter tatsächlich als Bruttogewinn übrig bleibt.
Auszahlungsquoten gibt es bei Online-Spielautomaten, Blackjack, Roulette, Baccarat, Videopoker und Craps. Bei Punch NG findet man verschiedene Listen mit Anbietern mit diesen Arten von Online-Glücksspielen. Die RTPs bei den beliebtesten Casinospielen sind allesamt sehr hoch.
- Amerikanisches Roulette: 94,7 %
- Europäisches Roulette: 97,3 %
- Blackjack: 99,0 bis 99,5 %
- Baccarat: 98,8 %
- Videopoker: 96 bis 99,%
- Craps: 98 bis 99,5 %
Bei Spielautomaten hingegen gibt es deutlich mehr Spielraum, was den Blick auf das Thema RTPs in dieser Sparte am interessantesten macht. Die Werte können drastisch variieren zwischen 80 bis über 96 % je nach Regulierung und Anbieter.
Auszahlungsquote ≠ Gewinnquote
Nur weil ein Spiel aber eine Auszahlungsquote von beispielsweise 97 % hat, heißt das längst nicht, dass der einzelne Spieler in jedem Fall 97 % seiner Einsätze auch wieder als Gewinn zurückerhält. Zum einen wäre das dann ein garantiertes Minus-Geschäft für den Spieler, zum anderen ginge das komplett am Konzept Glücksspiel vorbei.
Bei 97 % Auszahlungsquote werden zwar 97 % der Einsätze als Gewinn ausgeschüttet, aber das ganze bezieht sich rechnerisch auf Millionen von Spielrunden, mehr als ein einzelner Spieler je spielen könnte.
Es ist also ein rein statistischer Wert, der erst dann Sinn ergibt, wenn zig Spieler das gleiche Spiel spielen und sich Einsätze und Hausvorteil perfekt auspendeln. Je mehr Spielrunden gespielt werden, desto klarer zeigt sich der feste Prozentsatz.
Deswegen bleibt eine Spiele-Session jedes einzelnen Spielers absolutes Glücksspiel. Selbst bei 10.000 Spins direkt hintereinander bei einem Online-Slot würde sich die Quote noch nicht zeigen. Der Spieler kann genauso gut im Gewinn wie im Verlust sein, da es reine Glückssache ist.
Das erklärt auch, warum Spieler immer wieder sogenannte Pechsträhnen erleben. Wer 50 Spielrunden lang keinerlei nennenswerten Gewinn verbucht, fühlt sich oft frustriert und vom Glück vernachlässigt, so als könne das rein mathematisch gar nicht korrekt laufen. Tatsächlich jedoch macht genau das das Glücksspiel erst aus.
Vielleicht kommt der große Treffer in der 51. Spielrunde, oder erst beim 1.343. Spin. Der Zufall entscheidet, wenn auch innerhalb eines riesigen mathematisch definierten Rahmens der allgemeinen Auszahlungsquote.
Wer legt die Auszahlungsquoten fest?
Auszahlungsquoten mögen gerade bei Online-Slots willkürlich erscheinen. Das sind sie aber keineswegs. Wenn Spiele designt werden, ist die Auszahlungsquoten zunächst noch gar nicht festgelegt. Sie ergibt sich quasi von selbst aus dem finalen Design und hängt mit allen möglichen technischen Aspekten zusammen.
So kommt es darauf an, wie viele verschiedene Gewinnsymbole ein Slot hat, wie viele Symbole auf eine einzelne Walze passen, wie viele Walzen es gibt, welchen Wert die einzelnen Gewinnsymbole haben und wie viele Gewinnlinien es im jeweiligen Spiel gibt. Die Spielentwickler können sich dann ein ungefähres Ziel für die Auszahlungsquote setzen.
Dann wird in unzähligen Testspielen getestet, welchen Wert das aktuelle Design ausspuckt. Ist die Quote nicht so wie erwünscht, muss beim Design selbst nachjustiert werden. Viele Spiele gibt es mit unterschiedlichen Auszahlungsquoten. Das liegt einfach daran, dass Entwickler verschiedene Märkte beliefern und die Vorgaben überall anders sind.
In Deutschland zum Beispiel sind die Steuern auf Spieleinsätze ein Faktor, der die Quoten stark beeinflusst. Damit Online Casinos überhaupt einen Hausvorteil haben können, müssen oft Slots mit niedrigeren Auszahlungsquoten ins Angebot integriert werden. Andernfalls würden die Anbieter mehr Steuern zahlen, als sie Gewinne verbuchen.
Es sind also zunächst die Spieleentwickler selbst, die die Auszahlungsquoten festlegen. Die Online Casinos sind es dann, die die für sich und ihren Markt passenden Versionen wählen. Das ganze bleibt hochdynamisch, da es immer mal zu Änderungen in der Regulierung kommen kann.
Wer garantiert Auszahlungsquoten und Fairness?
Die Auszahlungsquote eines Spiels ist kein bloßes Versprechen des Anbieters, sondern basiert auf einem klar definierten technischen System. Im Zentrum steht dabei der sogenannte Zufallszahlengenerator, kurz RNG. Dieser sorgt dafür, dass jede Spielrunde unabhängig und vollkommen zufällig abläuft.
Es gibt also keine festen Abläufe oder vorgegebenen Gewinnmuster, die sich nach einer bestimmten Anzahl von Runden wiederholen. Der RNG bestimmt bei jedem Spin oder jeder Spielrunde neu, welche Symbole erscheinen oder wie Karten verteilt werden.
Dadurch wird sichergestellt, dass kein Spieler einen Vorteil durch Mustererkennung oder Timing entwickeln kann. Gleichzeitig ist der RNG die Grundlage dafür, dass sich die Auszahlungsquote langfristig genau so verhält, wie sie mathematisch vorgesehen ist.
Damit diese Systeme auch tatsächlich fair arbeiten, werden sie regelmäßig von unabhängigen Prüfstellen kontrolliert. Dazu zählen unter anderem spezialisierte Testlabore, die den Code analysieren und Millionen von Spielrunden simulieren.
Auf diese Weise lässt sich überprüfen, ob die angegebenen Auszahlungsquoten korrekt sind und ob der Zufallsmechanismus wirklich zufällig arbeitet.
Seriöse Anbieter lassen ihre Spiele daher zertifizieren und veröffentlichen entsprechende Prüfsiegel. Für Spieler ist das ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Spiele nicht manipuliert sind und die angegebenen Werte auch tatsächlich eingehalten werden.
Fazit: Ein wichtiger Richtwert für Spieler
Die Auszahlungsquote ist ein wichtiger Richtwert, wird von vielen Spielern aber falsch verstanden. Sie zeigt nicht, was in einer einzelnen Session passiert, sondern nur, wie sich ein Spiel über sehr viele Runden hinweg rechnerisch verhält.
Wer kurzfristig spielt, kann deshalb trotz hoher RTP deutlich verlieren oder umgekehrt auch klar im Plus landen. Für Spieler lohnt es sich deshalb, die Auszahlungsquote nicht isoliert zu betrachten.
Ebenso wichtig sind die Schwankungen eines Spiels, die genaue Spielmechanik und die Frage, ob ein seriös geprüfter Zufallszahlengenerator zum Einsatz kommt. Erst zusammen ergibt sich ein realistisches Bild davon, wie fair und berechenbar ein Glücksspiel wirklich ist.












