Wölfe stellen ihre Fitness unter Beweis

Wölfe stellen ihre Fitness unter Beweis

Das Team um Trainer Herbert Hohenberger wird in dieser Saison mit vier Reihen auflaufen – oberstes Ziel ist es hier, den Gegner mit gnadenloser Schnelligkeit und Fitness im wahrsten Sinne des Wortes zu überrennen. Wichtig ist es deshalb, vor dem Saisonstart den Status quo der Spieler zu ermitteln, um gezielt darauf eingehen zu können. Heuer gelten besondere Bedingungen für diesen Leistungstest.

Eishockey zählt zu den schnellsten und körperlich anspruchsvollsten Mannschaftssportarten der Welt – kein Wunder also, dass selbst der aufmerksamste Zuschauer den Puck hin und wieder aus den Augen verliert. Während eines regulären Eishockeyspieles ist ein Spieler 15 bis 25 Mal auf dem Eis, mit einer aktiven Spielzeit von fünf bis 30 Sekunden pro Einsatz. Während seines Einsatzes auf dem Eis sprintet ein Spieler fünf bis sieben Mal für mehrere Sekunden mit höchster Geschwindigkeit. Eine enorme Leistung.

Besondere Bedingungen erfordern ein Umdenken beim Leistungstest

Üblicherweise stellten unsere Selber Wölfe deshalb ihre Fitness zum Ende eines jeden Sommertrainings beim alljährlichen Leistungstest im Fitnessstudio unter Beweis. Doch heuer war alles anders. Aufgrund der bedenklichen Aerosolbildung in geschlossenen Räumen war es in diesem Jahr nicht möglich, den Leistungstest in bekannter Art und Weise durchzuführen.

Nicht unbedingt zum Nachteil, laut Doris Zapf, Leiterin des Fitnessstudios Hirschmann in Selb: „Es gibt grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten für die Leistungsdiagnostik, um dem Trainer einen Überblick zu geben, in welchem Zustand seine Spieler sind. In diesem Jahr haben wir den maximalen Nutzen, denn wir ermitteln nicht nur wie sonst einen allgemeinen Wert am Ergometer, sondern wir können spielspezifisch vorgehen. Wir simulieren also echte Spielsituationen direkt auf dem Eis – und zwar in verschiedenen Kategorien, je nach Position des Spielers. Das hilft, um spezifisch auf jeden Einzelnen einzugehen.“ Man sehe hier laut Zapf sofort den Ausdauerwert des Spielers, wie schnell er sich regeneriert – und könne diese Erkenntnisse direkt auf die Spielabläufe beziehen.

Headcoach Herbert Hohenberger zog wichtige Schlüsse aus den Testergebnissen und zeigte sich sichtlich zufrieden mit seinem Team: „Bei diesen Tests ging es nicht darum, die Spieler zu drillen oder zu bestrafen. Es ging vielmehr darum, Potenziale aufzudecken und jedem die Chance zur Weiterentwicklung zu geben. Man sah genau, wo noch Defizite liegen und kann sie gezielt ausmerzen. Man erkennt sofort, welcher Spieler mehr Erholung oder mehr Intervall braucht und kann ganz individuell auf die Jungs eingehen. Ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Stand.“

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