Wölfe holen sich wichtigen Auswärtssieg in Regensburg

Wölfe holen sich wichtigen Auswärtssieg in Regensburg

Das erste Spiel der Playoff-Finalserie zwischen den Eisbären Regensburg und unseren Selber Wölfen hielt was es versprach. Zwei Teams auf Augenhöhe, die einen hochklassigen Eishockey-Thriller aufs Eis der Donau-Arena zauberten. Beide Mannschaften standen defensiv fast perfekt und konnten sich dennoch packende Torszenen erarbeiten. Eigentlich hatte das Spiel keinen Sieger verdient, wenn auch unsere Wölfe ein sehr gutes Auswärtsspiel ablieferten und nie ins Hintertreffen gerieten. Die Entscheidung musste letztlich das Penaltyschießen bringen. Und hier hatten unsere Wölfe in Person von Miglio das nötige Quäntchen Glück, da er seinen Versuch verwandeln konnte, während auf Seite der Eisbären Heger, Ontl und Gajovsky an Weidekamp scheiterten.

Wölfe-Defensive steht

Beide Mannschaften beschnupperten sich erst einmal und waren darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Die ersten Minuten hatten unsere Wölfe ein leichtes Übergewicht. Die Eisbären versuchten immer wieder mit langen Pässen die neutrale Zone zu überbrücken, diese blieben jedoch meist in unserer Defensive hängen oder mündeten in einem unerlaubten Weitschuss. Erst als die Gastgeber kurz hintereinander zwei Überzahlspiele zugesprochen kamen, wurde es vor Weidekamp gefährlich. Kroschinski und Herrmann scheiterten am Pfosten und sonst war spätestens bei Weidekamp Endstation. Besser machten es unsere Cracks in Überzahl: Einen von Gare abgefälschten Ondruschka-Schuss konnte Holmgren noch abwehren, doch Gare fasste noch einmal nach und schob die Scheibe durch die Beine des Eisbären-Goalies zum 0:1 über die Linie. Kurz vor Drittelende bot sich Schwamberger noch einmal eine Großchance, doch auch er fand in Weidekamp seinen Meister.

Fehler im Spielaufbau wird eiskalt bestraft

Kurz nach Beginn des zweiten Spielabschnitts scheiterte Schwamberger zunächst noch an Weidekamp, ehe in der 26. Minute ein Fehlpass unserer Wölfe in der eigenen Verteidigungszone den Ausgleich einläutete. Zwei schnelle Pässe über Ontl und Keresztury bescherten Eisbären-Kapitän Flache eine Einschussmöglichkeit, die sich ein Mann seines Kalibers nicht nehmen lässt. Beide Teams agierten ab sofort etwas offensiver, was zwangsläufig zu mehr Torszenen führte. So scheiterten Gare und Miglio für unsere Farben je zweimal an Holmgren, auf Regensburger Seite traf Heger nur das Aluminium und Divis scheiterte am hellwachen Weidekamp.

Unentschieden nach 80 Minuten

Auch im letzten Abschnitt der regulären Spielzeit lieferten sich beide Mannschaften einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Auf der einen Seite scheiterten Keresztury und Flache, auf der anderen Seite blieb Holmgren gegen Hechtl Sieger. Kurz darauf eroberte aber Miculka gegen Heider die Scheibe und spielte diese auf den heranstürmenden Deeg, der zum 1:2 für unsere Wölfe einschoss. Als unsere Wölfe nach einem überharten Einsteigen gegen Miglio fünf Minuten in Überzahl agieren konnten, erarbeiteten sie sich nur wenige klare Chancen. Die beste davon hatte Hammerbauer nach einem Ondruschka-Schuss auf dem Schläger. Sollten unsere Jungs die knappe Führung über die Zeit bringen können? Lange sah es danach aus, doch Bühler schickte noch einmal Ontl steil, der sich diese Chance diesmal nicht nehmen ließ und seine Farben in die Overtime rettete. Diese brachte Chancen und Überzahlspiele auf beiden Seiten, aber Gare scheiterte ebenso wie Gajowsky und Schwamberger. So musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Und hier zeigte Miglio seine Klasse und verwandelte seinen Schuss, während bei den Eisbären Heger, Ontl und Gajowsky an Weidekamp scheiterten.