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Unnötiger Punktverlust

So richtig in Tritt kommt der IceFighters-Motor noch nicht. Gestern Abend gab es gegen die Herner EV Miners eine unnötige 4-5 Niederlage nach Penaltyschießen. Bitter war dabei, dass eine 2-Tore-Führung hergeschenkt und das zweite Drittel komplett verschlafen wurde. Der Herner EV, nur mit 11 Feldspielern angereist, schaffte es im zweiten Drittel das Spielgeschehen komplett auf den Kopf zu stellen und verdiente sich die Punkte.

Im ersten Drittel sah man schon eine deutliche Überlegenheit, aber wenig Durchschlagskraft und noch weniger Ideen. „Wir haben uns in den ersten 20 Minuten gerade im Spielaufbau sehr schwer getan und zu kompliziert agiert“, konstatierte Headcoach Sven Gerike nach dem Spiel. Trotzdem gelang es den EXA IceFighters Leipzig mit einer 2-0 Führung in die erste Pause zu gehen. Zuständig dafür waren Taavi Vartiainen (19. Minute) und Maximilian Spöttel (20. Minute) jeweils im Powerplay.

Im zweiten Drittel änderte sich erst einmal nicht viel. Zwischenzeitlich zählten die geneigten Zuschauer schon den vierten Pfostenschuss unserer Eiskämpfer und irgendwie stellten sich alle nur noch die Frage, wie hoch der Sieg am Ende ausfallen würde. So könnte man die Nachlässigkeiten versuchen zu erklären, die ab der 29. Minute das Leipziger Spiel beherrschten. Als erstes vertändelte Connor Hannon die Scheibe. Kevin Orendorz bedankte sich artig. Im nächsten Wechsel ist dann der Sturm zu offensiv und läuft in einen Konter. Herne spielt diesen eiskalt zu Ende und Dennis Swinnen erzielt den Ausgleich. Eine Auszeit sollte wieder Ruhe in das Leipziger Spiel bringen, aber das gelang nicht. Zwei bis drei wirklich gute Paraden von Eric Hoffmann hielten das Spiel offen. Aber dann ging es wieder weiter in der Achterbahnfahrt. Michel Ackers erzielte aus spitzem Winkel das 3-2 in der 35. Minute. Kurz darauf vertändelte Filip Stopinski die Scheibe und es schlug erneut ein. Der Torschütze in der 36. Minute war erneut Dennis Swinnen. Sven Gerike zog daraufhin die zweite Notbremse und wechselte Mark Arnsperger ins Leipziger Tor. „Das war eine reine Schutzmaßnahme. Eric wurde zu oft im Stich gelassen“, war der kurze Kommentar von Gerike dazu.

Im letzten Drittel gingen die IceFighters wieder konzentrierter und intensiver zur Sache. Trotzdem brauchte es lange, bis der ersehnte Anschlusstreffer gelang. Filip Stopinski traf im Powerplay auf Zuspiel von Max Spöttel. Danach versuchten die Eiskämpfer weiterhin, den Ausgleich zu erzielen aber Björn Linda hielt, was es zu halten gab und seine elf Feldspieler halfen ihm, solange die Beine tragen konnten. In der 56. Minute wurden dann die Eiskämpfer für ihr nimmermüdes Anrennen belohnt. Im Konter war es Roberto Geiseler, der das Zuspiel von Max Spöttel im Gehäuse unterbrachte. Das war dann auch der Endstand und die Overtime verlief ohne weiteren Treffer. Damit musste das Penaltyschießen entscheiden und hier zeigten sich die Miners abgeklärter. Herne gewann dadurch am Ende mit 5-4 nach Penalty.