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Überzeugender 7:2-Auswärtssieg im Spitzenspiel

Dank einer herausragenden Mannschaftleistung behielten die Starbulls Rosenheim im Verfolgerduell mit den zuvor punktgleichen Memmingen Indians am 15. Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd verdient die Oberhand. Die Grün-Weißen fügten dem Gegner nicht nur die erste Niederlage nach zuletzt neun Siegen am Stück, sondern auch die erste Heimniederlage überhaupt in der laufenden Spielzeit zu. Beim hohen Auswärtssieg im Memminger Eisstadion am Hühnerberg trafen Kevin Slezak und der stark spielende Zack Philipps doppelt, die weiteren Rosenheimer Tore steuerten Dominik Daxlberger, Alexander Höller und Aaron Reinig bei.

Die fast komplett angetretenen Starbulls – nur Tobias Draxinger und Simon Heidenreich fehlten –erwischten vor der angesichts „2G plus“ bemerkenswerten Kulisse von 729 Zuschauern einen Start nach Maß. Dominik Daxlberger verwertete bei einem gut ausgespielten Gegenstoß nach Pass von Manuel Edfelder aus wenigen Metern eiskalt zur frühen Rosenheimer Führung – 0:1 (4.). Marc Schmidpeter hätte per Abstauber frei vor Indians-Torwart Marco Eisenhut auf 0:2 erhöhen können (8.). Drei Minuten später spielten die Starbulls einen schnellen Angriff mit drei Stürmern gegen nur einen Verteidiger unsauber aus und schenken damit eine klare Torchance her. Zwei Minuten später war diese klare Torchance dann gleich zweimal binnen weniger Sekunden nach guter Vorlage von Zack Philipps da, doch weder Brad Snetsinger, noch Max Brandl brachten den Puck aus besten Positionen am Torwart vorbei (13.). Und schließlich rettete der sehr sichere Eisenhut auch noch gegen Philipps selbst (15.).

Die Quittung für das Auslassen bester Torchancen erhielten die Grün-Weißen knapp drei Minuten vor der ersten Pause, als Leon Kittel nach einem Rückpass Maß nahm und aus der Halbdistanz platziert ins rechte Eck zum 1:1 ausgleichen konnte (18.). Starbulls-Keeper Christopher Kolarz, der bei einem Memminger Powerplay in der Anfangsphase zweimal stark parierte, später bei zwei Abprallern aber auch Glück hatte, dass nichts passierte, war chancenlos.

Rasant hin und her ging es im zweiten Spielabschnitt – zunächst im Gegensatz zum ersten Drittel nun mit leichten Vorteilen in der Torchancenqualität für die gastgebenden Memminger. Doch jetzt zeigten sich die Starbulls kaltschnäuzig vor der Kiste. Kevin Slezak traf nach perfektem Diagonalpass von Maximilian Vollmayer über die Stockhand von Eisenhut zum 1:2 ins kurze Eck (24.). Alexander Höller erhöhte per Abstauber auf 1:3, weil Steffen Tölzer konsequent nachsetzte, nachdem er bei einem Alleingang Eisenhut nicht überwinden konnte (29.). Den Anschlusstreffer der Indians – Marc Hofmann schnappte sich die Scheibe hinter dem Rosenheimer Tor, den Rückpass versenkte Sven Schirrmacher (32.) – beantworteten die Starbulls mit totaler Dominanz in den Folgeminuten. Dieser entsprangen zunächst Torchancen von Aaron Reinig, Snetsinger und Brandl und schließlich binnen nur 14 Sekunden der vierte und fünfte Rosenheimer Treffer. Zunächst netzte nach einem Scheibengewinn von Snetzinger an der Bande der sehr stark spielende Zack Philipps frei vor Eisenhut zum 2:4 ein (36.), dann erhöhte der von Leinweber ideal bediente Kevin Slezak alleine vor Eisenhut gleichfalls eiskalt auf 2:5 (37.). Leinweber selbst eröffnete sich noch vor der zweiten Pausensirene die Möglichkeit zum sechsten Rosenheimer Treffer gegen eine nun konsterniert wirkende Mannschaft der Gastgeber.

Im letzten Spielabschnitt wurde es trotz noch einmal viel Engagement zeigender Hausherren nicht mehr spannend, weil sich der jetzt endgültig bombensichere Starbulls-Keeper Kolarz bei zwei Memminger Überzahlsituationen mehrfach auszeichnen konnte. Auch vom völlig frei auf ihn zufahrenden Ludwig Nirschl ließ sich Kolarz nicht überwinden (47.). Die Starbulls trafen dagegen bei ihrem zweiten und letzten Powerplay der Partie zum 2:6 – Aaron Reinigs Flachschuss von der blauen Linie schlug ein, weil Brandl im exakten Moment vor den Torraum der Indians fuhr und Keeper Eisenhut die Sicht nahm (56.). In der Schlussminute stellte Zack Philipps mit einem sehenswerten Handgelenkschuss aus dem linken Anspielkreis hoch an den rechten Innenpfosten den 2:7-Endstand her.

Fazit von Starbulls-Headcoach John Sicinski: „Das war ein intensives Spiel zweier laufstarker Mannschaften. Unser Sieg war verdient, aber er fiel meiner Meinung nach zu hoch aus. Memmingen war immer gefährlich und ich hatte bis zum 6:2 nicht das Gefühl, dass das Spiel schon durch ist. Unser Backcheck war sehr gut, wir haben die Mitte gut zugemacht und wenn es darauf ankam war Kolarz zur Stelle. Es ist nicht einfach in Memmingen zu gewinnen, deshalb freuen wir uns ganz besonders über die drei Punkte.“