Trotz gutem Start unterliegen die EXA IceFighters Leipzig am Ende mit 7:1 in Hannover

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„Bitteres Ende eines guten Spiels“ sollte die Überschrift zum zweiten Auftritt unserer EXA IceFighters Leipzig bei den Hannover Scorpions lauten. Am Ende stand ein 7-1 Heimsieg für den Tabellenführer an der Anzeigetafel. Kurzfristig passen musste Connor Hannon, der sich am Mittwoch drei Minuten vor Schluss des Spiels bei einem klaren und ungeahndeten Foul verletzte.

Das erste Drittel zeigte, dass die Eiskämpfer aus der Niederlage am Mittwoch gelernt hatten. Sie spielten defensiv stark und hatten auch offensiv deutlich mehr zu bieten als die Hausherren. Einzig die Abschlussquote stimmte nicht. Brett Jäger im Tor der Scorpions tat sein Übriges dazu. Nur Robin Slanina gelang es gleich in der 5. Minute den Torhüter der Hausherren zu überwinden. Das 1-0 zur Pause war mehr als verdient.

Zum Beginn des zweiten Drittels gab es den ersten Rückschlag. Gleich in der 21. Spielminute trafen die Skorpione in Überzahl zum 1-1. Der Rest des zweiten Drittels war geprägt durch viele Reibereien, fragwürdige Entscheidungen der Offiziellen und jede Menge Kampf auf beiden Seiten. Das Spiel hatte deutlich an Klasse und Geschwindigkeit verloren. Kurz vor dem Drittelende, in der 39. Minute gelang den Scorpions dann der nächste Treffer im Powerplay

Das letzte Drittel sah dann noch schlimmer aus als das zweite. Innerhalb von sechs Minuten zog der Tabellenführer auf 5-1 davon. Zwei der drei Tore gelangen bei 5-5. Das Dritte war erneut ein Überzahltreffer. Die Eiskämpfer verloren jetzt nicht nur das Spiel, sondern auch die Kontrolle ihrer Emotionen und erhielten weitere zwei Gegentore in Unterzahl. Die Powerplayquote der Scorpions war überragend und entschied das Spiel zugunsten der Hannover Scorpions.

„Und gleichzeitig war unser Unterzahl an diesem Tag einfach zu schlecht. Das war spielentscheidend. Bei 5 gegen 5 kann man den Scorpions schon Paroli bieten. In Unterzahl ist das fast unmöglich. Deshalb geht der Sieg in Ordnung – aber…“, beendete Headcoach Sven Gerike sein erstes Fazit nach der Niederlage. Nach kurzer Bedenkzeit ob, und wie er sich zu den Geschehnissen auf dem Eis äußern soll, kam ein deutliches Statement: „Das hat nichts mit der Niederlage heute zu tun. Wir haben in dieser Saison schon mehrere Langzeitverletzte aus offensichtlichen Strafen oder Fouls der Gegner. Die sogenannten Unparteiischen verteilten meist gar keine oder nur kleine Strafen. Allein die letzten zwei Spiele in Mellendorf mussten drei Spieler ins Krankenhaus. Wenigstens zwei davon werden länger ausfallen. Leider sehe ich aktuell auch noch keine Verbesserung bei einem Vierer-Schiedsrichter-Gespann. Es ist sehr schade, wenn so entscheidend wieder und wieder ins Spielgeschehen eingegriffen wird. Als Spieler ist man dann irgendwann nur noch verunsichert und weiß nicht, welchen Check man zu Ende fahren darf und welchen nicht. Am Ende bekommt man, wie Marvin Miethke in Tilburg eine Spieldauerstrafe, ohne dass dem Gegner überhaupt etwas passiert ist. Es ist oftmals weder eine klare Linie noch der gleiche Maßstab bei der Strafvergabe zu erkennen. Das macht es allen sehr schwierig, Ihren Job gut zu erfüllen“, beendet Headcoach Gerike sein Statement zur gestrigen Begegnung.

Und es wird auch am Sonntag nicht leichter. Die EXA IceFighters empfangen den Tabellenzweitet aus Tilburg zum Heimspiel im Kohlrabizirkus. Anbully ist 17:00 Uhr. Das Spiel wird live auf Sprade.TV übertragen.