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Torchancen-Feuerwerk: Starbulls schlagen Landsberg 5:1

Die Starbulls Rosenheim sind in der Eishockey-Oberliga Süd am letzten Spieltag vor dem Jahreswechsel ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Im heimischen ROFA-Stadion besiegte der Tabellenzweite die Landsberg Riverkings mit 5:1. Der Tabellenletzte, zwei Abende zuvor noch sensationeller Bezwinger von Tabellenführer Weiden, ging mit seiner ersten Torchance in Führung. Die spielerisch überzeugenden Starbulls ließen sich davon aber überhaupt nicht beirren und brannten einen Tag vor Silvester ein regelrechtes Feuerwerk an Torchancen ab, von denen sie nur einen Bruchteil nutzen konnten

12:0 lautete das Torschussverhältnis bereits Mitte des ersten Drittels, als Gästeverteidiger Ondrej Nedved nach Querpass von Nicolas Strodel mit dem allerersten Landsberger Schuss auf das Rosenheimer Tor für das 0:1 sorgte und den Spielverlauf damit auf den Kopf stellte. Mit einem satten Direktschuss aus der Halbdistanz gelang Maximilian Vollmayer in den Nachwehen eines Rosenheimer Überzahlspiels in Folge einer Scheibenstafette über Curtis Leinweber und Brad Snetsinger schließlich der Ausgleichstreffer zum 1:1 (17.).

Das Auslassen einer Vielzahl großartiger Einschussmöglichkeiten im ersten Drittel sollte sich auf Rosenheimer Seite über die komplette Spielzeit fortsetzen. Gästetorwart David Blaschka präsentierte sich in Topform, stoppte ein halbes Dutzend Alleingänge auf sein Gehäuse und fischte eine ganze Reihe scheinbar unhaltbarer Abschlüsse aus Torecken- und winkeln. Die Starbulls müssen sich aber auch den kleinen Vorwurf gefallen lassen, in einigen Szenen vor dem Tor einen unnötigen Pass zu viel gespielt oder einen Moment zu lange gewartet zu haben.

Trotz magerer Torchancenausbeute gelang den Starbulls ein deutlicher und ungefährdeter Heimsieg. Marc Schmidpeter brachte sein Team bald nach der ersten Pause mit 2:1 in Führung, indem er den Puck nach einem überlegten Diagonalpass von Florian Krumpe aus kurzer Distanz souverän ins rechte unteren Toreck schob (23.). Steffen Tölzer erhöhte in der Schlussphase des zweiten Drittels mit einem maßgenauen Abschluss aus zentraler Position auf 3:1 – in Überzahl hatten die Starbulls die Landsberger Verteidigungsbox durch schnelles, sicheres und geduldiges Kombinationsspiel hin- und hergerissen, sodass die letztlich erfolgreich genutzte Lücke zwangsläufig entstand (37.).

Powerplay-Eishockey auf Rosenheimer Seite gab es auch in mehreren Phasen, als fünf Landsberger Feldspieler auf dem Eis standen. In solchen Situationen traf Alexander Höller nach Ablage von Dominik Daxlberger gleich zu Beginn des letzten Spielabschnitt zunächst zum 4:1 (41.) und schließlich Max Brandl mit einem platzierten Schuss aus zentraler Position zum 5:1 (45.). Zwischen diesen beiden Szenen knallte ein Schuss von Florian Krumpe an die Landsberger Torlatte. Auch das Eisen des Rosenheimer Tores verhinderte einen Treffer: Beim Schuss von Adriano Carciola hatte der wenig beschäftigte, aber fehlerfreie Starbulls-Keeper Christopher Kolarz Glück, dass die Scheibe vom Innenpfosten ins Feld zurücksprang (52.).

Die Starbulls begeisterten die 871 Zuschauern noch mit dem ein oder anderen spielerischen Kabinettstückchen. Dazu, dass die Partie vor der angesichts der 2G-plus-Parameter bemerkenswerten Kulisse bis zur Schlusssirene beste Eishockeyunterhaltung bot, trugen aber auch die Lechstädter bei. Das Team von Trainer Fabio Carciola schenkte den spielerisch deutlich überlegenen Starbulls nichts und kämpfte über 60 Minuten leidenschaftlich. Die Gästespieler warfen sich selbst in der Schlussphase noch in Rosenheimer Schüsse und blockten mit hohem Einsatz, als die Partie längst entschieden war.

Dank des dritten Sieges nach regulärer Spielzeit am Stück haben die Starbulls ihr Punktekonto zwischen Weihnachten und Silvester binnen fünf Tagen um neun auf nunmehr 56 Zähler aufgebessert. Der Rosenheimer Rückstand auf Spitzenreiter Blue Devils Weiden, der gegen die Eisbären Regensburg mit 4:1 die Oberhand behielt, beträgt nach wie vor vier Punkte. Der Vorsprung der Starbulls auf die drittplatzierten Regensburger, die allerdings noch drei vertagte Spiele nachholen müssen liegt nun bei elf Zählern.

In der Eishockey-Oberliga geht es auch nach dem Jahreswechsel mit einem intensiven Programm weiter. Vier Spieltage binnen einer Woche sind angesetzt. Die Starbulls Rosenheim bestreiten Ihre erste Partie im Jahr 2022 am Sonntag, 2. Januar, auf fremden Eis in Lindau (Spielbeginn 18 Uhr). Am Mittwochabend ist dann der EC Peiting zu Gast im Rosenheimer ROFA-Stadion, zwei Tage später empfangen die Starbulls an gleicher Stelle den Höchstadter EC (jeweils 19:30 Uhr). Weitere zwei Tage später heißt der Rosenheimer Gegner erneut Peiting, dann allerdings auswärts (Sonntag, 18 Uhr). Sämtliche Spiele werden live über das Portal www.sprade.tv übertragen. – mh