Teilnahme am Finalturnier vorzeitig gesichert – Fünf Punkte gegen die Kölner Haie

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Die Frauen der Memminger Indians haben sich mit zwei Siegen gegen den Kölner EC als zweites Team vorzeitig für die Teilnahme am Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Am Samstag gab es über den Bundesliga Aufsteiger ein glanzloses 4:0 (2:0/1:0/1:0), Sonntag mussten sich die Allgäuerinnen sogar bis in die Verlängerung mühen um zu einem 3:2 (1:1/0:1/1:0/1:0) Erfolg zu kommen.

Nicht ganz zufrieden zeigte sich ECDC Coach Werner Tenschert, der sechs Punkte gefordert hatte: „Wir gehen einfach viel zu verschwenderisch mit unseren Chancen um“ lautete sein Fazit zum Wochenende. War das Resultat am Samstag bei 50:8 Schüssen noch einigermaßen erklärlich, war die Ausbeute am Sonntag bei 59:15 Versuchen einfach unzureichend. „Aber so ist der Sport“ so Tenschert, „je mehr Tormöglichkeiten Kölns Torfrau Anahit Gazarian entschärfen konnte, desto stärker wurde sie“.

Am Samstag versuchten es die Memmingerinnen von Beginn an mit vier kompletten Reihen. Nach zehn Minuten gelang ECDC Youngster Charlott Schaffrath ihr erster Treffer in der Frauenbundesliga. Als nur Sekunden später Anne Bartsch auf 2:0 erhöhte schien alles auf einen standesgemäßen Erfolg hinauszulaufen. Aber die Memmingerinnen versäumte es, energisch nachzusetzen und es dauerte bis Ende des zweiten Drittels, bevor Savannah Rennie auf 3:0 erhöhte. Die Kanadierin in Diensten des ECDC war es auch, die in der 54. Minute den 4:0 Schlusspunkt setzte.

Am Sonntag stand dann Laura Egger für Emma Schweiger bei den Maustädterinnen zwischen den Pfosten. Die Kölner Führung durch Aileena Dopheide (13. Min) egalisierte Sonja Weidenfelder in der Schlussminute des ersten Drittels. Erneut gingen die Gäste in Führung, diesmal war Anna Goldschmidt erfolgreich (30.). Der Indians Sturmlauf dauerte dann eine halbe Stunde und erst eine Minute vor Schluss war es erneut Sonja Weidenfelder, die einen Rebound zum 2:2 Ausgleich verwandeln konnte. Die folgende Verlängerung ging dann nur 29 Sekunden. Savannah Rennie nagelte einen Handgelenkschuss aus dem Slot unter die Latte des Kölner Gehäuses zum 3:2 Endstand.

Die wichtigste Entscheidung des Wochenendes freilich war, dass sich die Indians fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde als zweites Team für die Teilnahme am Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert haben. Mit 40 Punkten liegen die Memmingerinnen nach 19 Spielen auf Platz zwei. Mannheim hat bereits 21 Spiele absolviert, kann mit 30 Punkten auf der Habenseite in den verbleibenden drei Partien auf maximal 39 Zähler kommen und somit die Allgäuerinnen im Schlussklassement nicht mehr überholen.

Am kommenden Wochenende steht bei den Memmingerinnen nur ein Spiel auf dem Plan. Am Samstag kommen die „Mad Dogs“ aus Mannheim an den Hühnerberg.

Stimmen zum Spiel

Peter Gemsjäger, Teammanager: „So ein Spiel hat schon beinahe Tradition bei uns, auch in der vergangenen Saison haben wir uns gegen das damalige Schlusslicht Bergkamen zu einem Unentschieden gequält und damit Platz Eins in der Hauptrunde vergeigt. Ich bin mir aber sicher, dass wir am kommenden Wochenende wieder eine ganz andere Mannschaft sehen werden“.

Daria Gleißner, Kapitänin: „Der Gegner war nicht mehr zu vergleichen mit dem vor ein paar Wochen in Köln. Wir haben uns schwer getan im Torabschluss. Hat heute für drei Punkte nicht gereicht, so ist der Sport.“