Starkes erstes Drittel reicht für klaren Sieg gegen Passau

Starkes erstes Drittel reicht für klaren Sieg gegen Passau

Die Starbulls Rosenheim haben nach zuletzt drei Niederlagen in Folge in die Erfolgsspur zurückgefunden. Am Freitagabend besiegten die Grün-Weißen im heimischen ROFA-Stadion in ihrem vorletzten Heimspiel vor Beginn der Playoffs in der Eishockey-Oberliga Süd die Black Hawks Passau mit 7:2. Den Grundstein zum ungefährdeten Erfolg legten die Starbulls im ersten Drittel, das sie auch in der Höhe verdient mit 4:0 für sich entschieden. Der dritte Tabellenplatz ist der Mannschaft von Trainer John Sicinski nun endgültig nicht mehr zu nehmen.

Die Starbulls spielten sich im ersten Drittel gegen ein überfordert wirkendes Gästeteam der Black Hawks Passau den Frust der letzten Niederlagen von der Seele. Das Fehlen von Michael Baindl, Florian Krumpe und Philipp Lode merkte man dem Rosenheimer Team nicht an. Angriff um Angriff rollte auf das Tor der Dreiflüssestädter, die Rosenheimer Führung mit Anbruch der vierten Spielminute war die logische Folge. Nach Zuspiel von Dominik Daxlberger fackelte Curtis Leinweber nicht lange und versenkte die Scheibe aus der Halbdistanz ansatzlos im rechten oberen Eck zum 1:0. Danach ließen die Hausherren eine Reihe hervorragender Torchancen ungenutzt, bis die Protagonisten des Führungstreffers mit vertauschten Rollen für das überfällige 2:0 sorgten. Leinweber setzte Daxlberger ein und der legte die Scheibe geschickt am Gästekeeper vorbei (12.).

Dann gelang Tobias Meier ein Doppelschlag. Erst schloss der flinke Stürmer eine tolle Rosenheimer Powerplaykombination ins offene kurze Eck zum 3:0 ab (15.). Exakt 60 Sekunden später wurde er von Sebastian Stanik steil geschickt, setzte sich im Laufduell gegen einen Passauer Verteidiger durch und verwandelte eiskalt zum 4:0 (16.). Weitere Rosenheimer Tore in einem einseitigen ersten Spielabschnitt verhinderte der oftmals stark reagierende Passauer Schlussmann Clemens Ritschel.

Das zweite Drittel begann so, wie das erste aufgehört hatte – nur die Torausbeute stimmte aus Rosenheimer Sicht nicht mehr. Die Gäste nutzten dagegen eine ihrer bis zu diesem Zeitpunkt seltenen Chancen zum 4:1 (30.): Paul Pfenninger schloss eine Einzelleistung mit einem platzierten Flachschuss ab. Eine knappe Minute später stellte Curtis Leinweber mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den alten Abstand wieder her, als er erfolgreich nachstocherte und das Spielgerät aus eigentlich unmöglichem Winkel zum 5:1 über die Torlinie bugsierte (31.).

Die Partie ging nun hin und her, die Gäste aus der Dreiflüssestadt waren plötzlich ebenbürtig, Starbulls-Torwart Jonas Stettmer regelmäßig gefordert. Als Jonas Franz nach einem Stellungsfehler der Rosenheimer Defensive völlig frei abschließen konnte und die Scheibe aus kurzer Distanz im rechten oberen Torgiebel zum zweiten Passauer Treffer versenkte war Stettmer machtlos (36.). Doch diesmal dauerte es nur 21 Sekunden bis zur Starbulls-Antwort in Form eines Rosenheimer Tores. Alexander Höller erzielte es, indem er die durch die Luft wirbelnde Scheibe kurz bevor sie auf dem Eis aufkam direkt zum 6:2 über die Torlinie staubte (37.). Zuvor hatte Passau-Keeper Ritschel gegen den frei auf ihn zufahrenden Kevin Slezak noch retten können.

Im Schlussdrittel gaben zunächst die Black Hawks den Ton an. Rosenheims Torwart Jonas Stettmer konnte sich einige Male bei gefährlichen Schüssen und bei zwei Passauer Alleingängen auf sein Gehäuse auszeichnen. Die Starbulls sorgten nur noch für ein Highlight: Der Treffer zum 7:2-Endstand – Tobias Draxinger war aus halblinker Position mit einem satten Schuss ins rechte obere Eck erfolgreich (48.) – war bemerkenswert im Stile einer Powerplay-Kombination herausgespielt, obwohl beide Mannschaften fünf Spieler auf der Eisfläche hatten. Das „echte“ Powerplay klappte dagegen nicht mehr; selbst als die Starbulls in der Schlussphase fast eine Minute lang mit fünf gegen drei Feldspielern auf dem Eis waren gelang ihnen kein Torschuss. Passaus Jan Kana hatte dagegen gleich zweimal den dritten Gästetreffer auf dem Schläger, konnte den überzeugenden Stettmer zwischen den Pfosten des Rosenheimer Tores aber auch völlig freistehend aus kurzer Distanz nicht überwinden.