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Starbulls verlieren Spitzenspiel in Memmingen knapp

Mit 2:3 haben die Starbulls Rosenheim am Sonntagabend auswärts gegen den Tabellenzweiten Memmingen Indians den Kürzeren gezogen und damit einen herben Rückschlag hinnehmen müssen, sich im Klassement der Eishockey-Oberliga Süd bis zum Ende der Hauptrunde noch vom dritten Rang nach oben verbessern zu können. Im ersten und letzten Drittel waren die Starbulls das überlegene Team. Im zweiten Spielabschnitt konnten sie zwar in Überzahl zum 1:1 ausgleichen, ließen danach aber einen Memminger Doppelschlag zu, der letztlich spielentscheidend war.

 Die Starbulls boten im ersten Drittel eine starke Auswärtsleistung, konnten ihre Überlegenheit aber nicht in Tore ummünzen. Großes Pech hatte Manuel Edfelder, der nach Zuspiel von Dominik Daxlberger den Innenposten traf, von dort prallte die Scheibe über den Rücken von Torwart Marco Eisenhut an den anderen Pfosten und dann wieder in den Torraum zurück, wo sie schließlich zur Beute des starken Memminger Schlussmanns wurde (13.). Dagegen traf Sergej Topol mit einem Schuss aus spitzem Winkel über die Fanghand von Torwart Andreas Mechel ins rechte obere Eck und stellte damit den Spielverlauf der Anfangsviertelstunde völlig auf den Kopf (16.). Mit der 1:0-Führung im Rücken übernahmen die Hausherren aber mehr und mehr die Initiative und gaben schließlich im Mitteldrittel den Ton an und die Richtung vor. Trotzdem konnten die Starbulls ausgleichen: Im Powerplay traf Aaron Reinig nach schöner Rosenheimer Scheibenstafette mit einem überlegten Flachschuss aus der Halbdistanz zum 1:1 (32.).

Ebenfalls im Powerplay, allerdings höchst umstritten, gingen die Hausherren zwei Minuten später erneut in Führung. Nach einem Schuss von Matej Pekr, den Andreas Mechel hielt, stocherte Alec Ahlroth den Puck unter dem Rosenheimer Torwart wieder hervor, Petr Pohl brachte die Scheibe erneut in den Torraum, in dem Alroth noch immer stand, Mechel irritierte und das Spielgerät über die Torlinie schob. Trotz verständlicher Rosenheimer Proteste erkannten die Hauptschiedsrichter den Treffer an – 2:1 (34.). Ganze 52 Sekunden später erhöhte Martin Hlozek nach einem perfekten Diagonalpass von Pohl mit einem platzierten Schuss auf 3:1 (35.). Und die Starbulls hatten Glück, dass Donat Peter einen Querpass von Pohl nicht zum vierten Memminger Treffer verwerten konnte (38.).

Im letzten Drittel verhinderte Andreas Mechel gleich zweimal binnen Sekunden gegen Milan Pfalzer das 4:1, im Gegenzug gelang Curtis Leinweber per Abstauber nach einem Schuss von Maximilian Vollmayer der Anschlusstreffer zum 3:2 (46.). Nach Rückpass von Edfelder hatte Daxlberger das 3:3 auf dem Schläger, doch der sichere Keeper Eisenhut konnte parieren (47.). Mit zwei sich überlappenden Überzahlspielen – 50 Sekunden standen die Grün-Weißen dabei mit zwei Spielern mehr auf dem Eis – konnten die Starbulls dagegen wenig anfangen. Der klaren Rosenheimer Überlegenheit in der Schlussphase setzten die Hausherren viel Kampf und defensive Konsequenz entgegen, sodass klare Torchancen zum Ausgleich an einer Hand abzuzählen waren. Die letzte hatte Alexander Höller mit Anbruch der Schlussminute, doch ein von ihm abgelenkter Schuss trudelte knapp am Pfosten vorbei, sodass ein intensives Spitzenspiel mit einem knappen Sieg der Indians zu Ende ging.

„Wir haben ein starkes erstes Drittel gehabt, wurden für die Arbeit und die Chancen aber nicht belohnt. Aus dem Nichts kam dann das 1:0 für Memmingen in einer Situation, in der wir im eigenen Drittel keine Zuordnung hatten. Im zweiten Drittel waren wir nicht clever genug und zu offen, wir schießen zwar den Ausgleich, aber der Doppelschlag danach war für uns tödlich“, meine Starbulls-Cheftrainer John Sicinski, der mit der Überzahlausbeute seiner Mannschaft nicht zufrieden war: „Ein Tor aus sechs Situationen und nur ein Torschuss bei fünf gegen drei, das war einfach zu wenig. Aber Chancen waren genug da, zumindest einen Punkt mitzunehmen und es ist ärgerlich, dass wir das nicht gemacht haben.“

Mit einem Sieg hätten die Starbulls in der Tabelle an den Indians vorbeiziehen können, durch die Niederlage ist der Abstand auf den zweiten Tabellenplatz dagegen deutlich angewachsen. Aus eigener Kraft können die Grün-Weißen in den verbleibenden Spielen den zweiten Tabellenplatz nun nicht mehr erreichen. „Wir brauchen jetzt nicht mehr nach oben auf Weiden und Memmingen zu schauen sondern müssen auf Regensburg aufpassen“, sagt daher auch John Sicinski. Gegen den Tabellenvierten treten die Grün-Weißen bereits am Dienstagabend auswärts an (das Stadtwerk.DonauArena, 20 Uhr, Liveübertragung auf www.sprade.tv). – mh