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Starbulls verlieren nach gutem Start 2:5 in Regensburg

Nach der Niederlage am Sonntag in Memmingen gab es für die Starbulls Rosenheim auch am Dienstagabend beim Auswärtsspiel in Regensburg nichts zu holen. Trotz 1:0-Führung zur ersten Pause unterlagen die Grün-Weißen mit 2:5 und müssen nun gewaltig um den dritten Tabellenplatz bangen. Der Rosenheimer Punktequotient ist mit 2,231 gegenüber 2,226 jetzt nur noch um Nuancen besser als jener der viertplatzierten Eisbären Regensburg, die am Mittwoch mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Lindau in der Rangliste an den Starbulls bereits vorbeiziehen können.

Starbulls-Cheftrainer John Sicinski musste neben Kevin Slezak auch auf Mannschafts-Kapitän Dominik Daxlberger verzichten. Deshalb bekam Brock Trotter die Rolle als Center für Alexander Höller und Manuel Edfelder. Max Brandl, Brad Snetsinger und Simon Heidenreich bildeten die erste Sturmreihe, Curtis Leinweber, Marc Schmidpeter und Maximilian Hofbauer die dritte. Im vierten Sturm waren zunächst Nicolas Cornett, Brett Schäfer und Thomas März aufgeboten. Das Rosenheimer Tor hütete zum vierten Mal in Folge Andreas Mechel. 

Nach dem ersten Spielabschnitt sah es für die Starbulls noch gut aus. Maximilian Brandl gelang der Rosenheimer Führungstreffer indem er einen Schlagschuss von Florian Krumpe am Torraum noch leicht abfälschte, sodass die Scheibe unhaltbar im rechten oberen Eck einschlug (11.). Zudem überstanden die Grün-Weißen zwei Phasen und insgesamt genau zwei Minuten mit zwei Spielern weniger auf dem Eis. Dabei zeichnete sich vor allem Brad Snetsinger durch leidenschaftliche, schonungslose und durchaus schmerzhafte Abwehrarbeit aus. Kurz vor der Pausensirene hätte Curtis Leinweber bei einem Gegenzug in Unterzahl sogar den zweiten Rosenheimer Treffer nachlegen können.

Im zweiten Drittel drehten die Hausherren die Partie. Schon nach 62 Sekunden traf Xaver Tippmann mit einem satten Handgelenkschuss zum 1:1, bei dem Rosenheims Keeper Andreas Mechel erstens die Sicht verdeckt war und er zweitens zuvor von Richard Divis behindert wurde. Die Partie war ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten, doch die Hausherren zeigten mehr Zug zum Tor. In einer Regensburger Überzahlsituation konnten die Starbulls Nikola Gajovsky nur per „Notbremse“ am Abschluss hindern und den fälligen Strafschuss verwandelte Gajovsky auf souveräne Art und Weise zur 2:1-Führung für die Eisbären (30.). Einem weiteren Powerplay entsprang der dritte Regensburger Treffer, bei dem Torschütze Tomas Plihal nach Diagonalpass von Gajovski das leere Rosenheimer Tor vor sich hatte – 3:1 (38.). Die Starbulls blieben dagegen bei ihren drei Überzahlspielen – je eines in jedem Drittel – recht blass.

Mit Beginn des letzten Spielabschnitts verdichtete John Sicinski auf drei Sturmreihen und verzichtete fortan auf Brock Trotter und Brett Schäfer. Schmidpeter kam nun mit Brandl und Snetsinger zum Einsatz – und der 3:2-Anschlusstreffer ließ nicht lange auf sich warten. Snetsinger arbeitete den Puck von hinter der Grundlinie in den Slot und Marc Schmidpeter tunnelte Regensburgs Torwart Patrick Berger (42.). Das Schussverhältnis lag nun klar auf Rosenheimer Seite, die Tore aber machten die Gastgeber. Tomas Schwamberger traf mit einem flachen, unhaltbaren Schlagschuss aus der Halbdistanz zum 3:1, nachdem er Sekunden zuvor noch am stark parierenden Andreas Mechel gescheitert war (53.). Eine gute Minute später staubte Jakob Weber nach einem abgeprallten Schuss von Plihal zum 5:2-Endstand ab (54.).

„Es war lange ein offenes Spiel, der Regensburger Doppelschlag war dann die Entscheidung. Wir tun uns im Moment einfach wahnsinnig schwer, Tore zu schießen und dann kommt so etwas wie heute heraus“, sagte John Sicinski nach der Partie, der mit seiner Mannschaft eine weitere schwere Auswärtsaufgabe vor der Brust hat: Am Freitag geht die Reise zum Tabellenführer Blue Devils Weiden. – mh