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Starbulls gewinnen 6:5 in Höchstadt und sind Spitzenreiter 

Die Starbulls Rosenheim haben zwei Tage nach dem 6:3-Heimsieg das unmittelbar folgende Rückspiel gegen den Höchstadter EC ebenfalls gewonnen. Am Freitagabend behielten die Grün-Weißen im Stadion am Kieferndorfer Weg gegen die erneut stark ersatzgeschwächten, aber leidenschaftlich und clever spielenden Aischgrund-Alligators jedoch nur knapp die Oberhand. Dank des 6:5-Auswärtssiegs haben die Starbulls die Tabellenführung übernommen, denn der vormalige Spitzenreiter Blue Devils Weiden erbeutete gegen den SC Riessersee lediglich einen Punkt. Den Platz an der Sonne der Eishockey-Oberliga Süd wollen die Rosenheimer am Sonntag mit einem Sieg gegen den EC Peiting im heimischen ROFA-Stadion (Spielbeginn 17 Uhr Uhr) unbedingt verteidigen.

Als der Rosenheimer 6:5-Sieg in Höchstadt nach regulärer Spielzeit in trockenen Tüchern war, rettete sich der bisherige Tabellenführer aus Weiden bei seinem Auswärtsspiel gegen den SC Riessersee gerade in die Verlängerung – um sich wenige Minuten später nach verlorenem Shout Out mit einem Punkt abfinden zu müssen. Mit 73 Zählern haben die Starbulls nun bei gleicher Anzahl absolvierter Spiele (30) einen Punkt mehr auf dem Konto als die Oberpfälzer. Im Stile eines Tabellenführers hatte sich das Team von Cheftrainer John Sicinski im auch als „grünen Hölle“ bezeichneten Höchstadter Eisstadion aber über weite Strecken nicht präsentiert – vor allem nicht im Über- und Unterzahlspiel: „An den Special Teams müssen wir arbeiten. Es war heute ein harter Fight. Der Schlüssel zu unserem Erfolg war, dass wir auf die Gegentore immer die richtige Antwort hatten. Ich bin froh über die drei Punkte, denn in Höchstadt ist es wirklich immer sehr schwer zu spielen“, sagte Sicinski nach der Partie.

Die Starbulls traten am Freitagabend mit der identischen Aufstellung wie zwei Tage zuvor an (Brock Trotter und Curtis Leinweber fehlten weiterhin), die Gastgeber hatten erneut nur 14 Feldspieler zur Verfügung. Trotzdem konnten die auf Tabellenrang sieben stehenden und auf die direkte Playoff-Platzierung schielenden Mittelfranken die Partie über 60 Minuten ausgeglichen gestalten und ließen sich auch durch einen 0:2-Rückstand Mitte des ersten Spielabschnitts nicht entmutigen. Manuel Edfelder hatte die Starbulls per Abstauber in Führung geschossen (8.), nachdem er die Situation selbst einleitete und Alexander Höller die Scheibe von hinter der Grundlinie wieder in den Torraum beförderte; Torwart Justin Spiewok hatte kurzzeitig die Orientierung verloren.

Aaron Reinig erhöhte bei einem Gegenstoß nach idealem Querpass von Marc Schmidpeter in den freien Raum auf 0:2 (11.). Michail Guft-Sokolov verkürzte mit einem satten Schlagschuss aus der Halbdistanz über die Fanghand des Rosenheimer Torwarts Christoper Kolarz auf 1:2 (13.). Zack Phillips stellte nach einem abgeprallten Schuss von Brad Snetsinger und der folgenden Vorlage von Max Brandl in bester Torjägermanier auf 1:3 (18.). 20 Sekunden vor der Drittelsirene gelang den wackeren Gastgebern in Überzahl der erneute Anschlusstreffer: Einen eher harmlosen Schuss von Jannik Herm von der blauen Linie fälschte Starbulls-Verteidiger Dominik Kolb am Torraum ab, sodass Kolarz keine Abwehrchance hatte – 2:3 (20.).

Auch im Mitteldrittel wogte die Partie hin und her. Bei den Starbulls schied bereits nach knapp 23 Minuten Spielzeit Kevin Slezak mit einer Gesichtsverletzung aus. John Sicinski hielt aber am Vier-Reihen-Konzept im Sturm fest, weshalb Brad Snetsinger Doppelschichten einlegte. Während die Starbulls zwei kleine Strafen der Gäste, die sich eine halbe Minute überlappten, nicht zum vierten Treffer nutzen konnten, gelang Dominik Zbaranski ins kurze Eck über die Schulter von Keeper Kolarz der Ausgleich zum 3:3 (33.) – Rosenheims Defensive machte beim vorangegangenen Sololauf des Torschützen auch keine gute Figur. 33 Sekunden danach – und noch immer in Spielminute 33 – jagte Manuel Edfelder, neben Snetsinger und Phillips auffälligster Rosenheimer Spiele an diesem Abend, das Hartgummi per Schlagschuss aus vollem Lauf aus dem rechten Bullykreis ins linke untere Eck zum 3:4.

In der Anfangsminute des dritten Drittels musste Max Brandl in die Kühlbox, wo Steffen Tölzer noch saß. Die beiden Rosenheimer Zwei-Minuten-Strafen überlappten sich nur 13 Sekunden, aber Jake Fardoe benötigte nur zwölf Sekunden, um mit Anton Seewald doppelten Doppelpass zu spielen und den Puck anschließend aus halbrechter Position millimetergenau im linken Giebel des Rosenheimer Tores zu versenken – 4:4 (41.). Höchstadt wollte mehr, suchte die Offensive – und die Starbulls konterten erfolgreich. Philllips setzte Dominik Kolb perfekt ein und der Verteidiger vollendete frei vor Torwart Spiewok in allerbester Goalgetter-Manier zum 4:5 (44.). Bei einem weiteren Rosenheimer Gegenstoß legte Brandl quer und Phillips ließ sich die Chance zu seinem zweiten Treffer an diesem Abend nicht nehmen – 4:6 (52.).

Die nicht aufsteckenden Alligatoren, denen man keinen Kräfteverschleiß anmerkte, kamen durch eine Einzelleistung von Michail Guft-Sokolov noch zum 5:6-Anschlusstreffer (56.). Die Höchstadter Bemühungen, den Ausgleich noch zu erzwingen, blieben aber erfolglos. Die bis zur letzten Sekunde voll geforderten Starbulls ließen keine klare Torchance auf den Ausgleich mehr zu.