Starbulls am Freitag bei heimstarken Höchstadtern

Starbulls am Freitag bei heimstarken Höchstadtern

Sieben Hauptrunden-Spiele haben die Starbulls Rosenheim vor Beginn der Playoffs in der Eishockey-Oberliga Süd noch zu absolvieren – und Cheftrainer John Sicinski rechnet damit, dass sein Team alle sieben Spieler gewinnen muss, wenn Platz eins zum Hauptrunden-Ende noch eine Option sein soll. Zunächst treten die Grün-Weißen am Freitagabend um 20 Uhr (Liveübertragung auf www.sprade.tv) auswärts gegen den Höchstadter EC an.

Bei der ersten Reise in den Aischgrund mussten ich die Starbulls Mitte Dezember mit einem Punkt begnügen und verloren 2:3 nach Verlängerung. „Da haben wir eine unserer schlechteren Leistungen in dieser Saison gezeigt“, erinnert sich John Sicinski, der die 3:6-Niederlage im Spitzenspiel in Regensburg abgehakt hat, sein Team aber mit Erinnerung daran in die Pflicht nimmt: „Wir dürfen uns solche Leichtsinnsfehler wie in Regensburg nicht mehr leisten und müssen im Backchecking wieder schneller sein, um in Höchstadt gewinnen zu können. Wir treffen dort auf ein unangenehmes und sehr heimstarkes Team.“

Die Alligators aus Höchstadt sind in der Tat die große positive Überraschung der Saison und befinden sich auf bestem Wege, sich direkt über den sechsten Tabellenplatz und damit ohne Umweg über Pre-Playoffs für das Playoff-Achtelfinale zu qualifizieren. Der aktuelle Tabellenführer Eisbären Regensburg, der nun – bei identischer Anzahl von Spielen – drei Zähler vor den Starbulls rangiert, ging beim Gastspiel in Höchstadt Mitte Januar mit 1:7 baden! Beim jüngsten Auftritt am vergangenen Sonntag in Füssen gewannen die Aischgrund-Alligators souverän und ungefährdet 6:2 in Füssen. Die Topscorer Milan Kostourek und Anton Seewald spielen eine herausragende Saison. In Unterzahl ist das von Mikhail Nemirovsky trainierte Team allerdings sehr anfällig (71,3 Prozent) und in Überzahl mäßig effizient (16,8 Prozent) – letzteres gilt aber auch für die Starbulls (17,5 Prozent).

Beim Auswärtsspiel am Freitagabend in Höchstadt soll Kevin Slezak ins Rosenheimer Team zurückkehren und den Platz von Enrico-Henriquez Morales in der Reihe mit Michael Baindl und Alexander Höller einnehmen. Henriquez-Morales fehlte ja bereits am Dienstag in Regensburg und John Sicinski rechnet damit, dass er nun längere Zeit in der DEL für die Ingolstadt Panther aufs Eis gehen wird. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Verteidiger Tobias Draxinger. In der vierten Rosenheimer Sturmreihe will Sicinski den Nachwuchsspielern Tom Geischeimer und Thomas März eine Einsatzchance ermöglichen.

Am Sonntag sind die Starbulls Rosenheim spielfrei, am Dienstag treffen sie im ROFA-Stadion auf den EC Peiting (19:30 Uhr). Danach folgen noch drei Auswärtspartien und zwei Heimspiele. „Ich gehe davon aus, dass wir alle restlichen Spiele gewinnen müssen, wenn wir Platz eins noch erreichen wollen. Aber solange das rechnerisch möglich ist, ist das unser Ziel“, sagt John Sicinski, dessen Mannschaft mit einem Punktequotienten von 2,28 auf Tabellenplatz drei steht. Spitzenreiter Regensburg hat 2,38 Punkte je Partie erbeutet, der Tabellenzweite Selber Wölfe 2,35. Direkte Duelle innerhalb diesem Triumvirats gibt es vor den Playoffs nicht mehr