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Spitzenreiter Weiden bestraft späte Rosenheimer Fehler

Die Starbulls Rosenheim haben es am zehnten Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd versäumt, mit Tabellenführer Blue Devils Weiden nach Punkten gleichzuziehen. Im direkten Duell führten die Starbulls vor 2.002 Zuschauer im Rosenheimer ROFA-Stadion bis in die letzte Spielminute mit 2:1, mussten aber nach einem misslungenem Klärungsversuch noch den späten Ausgleich hinnehmen und ließen sich in der Verlängerung vom ersten Anspiel weg überrumpeln. Somit gehen die Grün-Weißen mit einer 2:3-Overtime-Niederlage und als Tabellenvierter in die Deutschland-Cup-Pause.

Am Freitagabend hatten die Starbulls Rosenheim sich mit einem 4:2-Auswärtssieg in Regensburg auf den zweiten Tabellenplatz geschoben. Das erklärte Ziel war, am Sonntagabend mit einem Heimsieg nach regulärer Spielzeit im direkten Duell mit Spitzenreiter Blue Devils Weiden nach Punkten gleichzuziehen. Bis 45 Sekunden vor Ablauf des dritten Drittels schien dies zu gelingen. Doch dann wurde ein Klärungsversuch von Alexander Höller im eigenen Drittel zur Vorlage für Gästeverteidiger Rob Brown. Der zog von der blauen Linie sofort ab und der am Torraum stehende Chad Bassen machte den Schuss für Starbulls-Keeper Christopher Kolarz unhaltbar. Sekunden vor der Sirene traf Dominik Müller noch das Gestänge des Rosenheimer Tores, sodass die Starbulls auch ganz ohne Punkt dastehen hätten können.

Die Verlängerung dauerte ganze fünf Sekunden! Weidens Chad Bassen gewann das Anspiel und lief dem nicht fokussierten Rosenheimer Overtime-Trio davon. Torwart Kolarz konnte noch retten, doch der konsequenter als die Starbulls-Akteure nachsetzende Edgars Homjakovs schob den Puck über die Torlinie. Weiden hatte zwei späte Rosenheimer Fehler im Stile einer Spitzenmannschaft gnadenlos ausgenutzt und das Punktekonto auf 26 von 30 bisher möglichen Zählern geschraubt. Die sich deshalb mit nur einem Punkt begnügenden Starbulls stehen nun bei 22 Zählern und fallen auf den vierten Tabellenplatz hinter Memmingen (23 Zähler) und Regensburg (22) zurück.

Im ersten Spielabschnitt waren die Starbulls gegen Spitzenreiter Weiden noch das bessere Team mit der Mehrzahl an Torchancen. Einmal mehr konnten die Grün-Weißen in Überzahl jubeln. Brad Snetsinger traf mit einem frechen Schuss von hinter der Torlinie, der von der rechten Schulter von Gästetorwart Jaroslav Hübl über die Torlinie sprang (9.). Die verdiente 1:0-Führung in einer guten Oberligapartie sollte bis in die Anfangsphase des letzten Drittels Bestand haben. Doch schon im zweiten Spielabschnitt zeigten die Gäste aus der Oberpfalz, warum sie auf Tabellenrang eins stehen. Geduldig suchten sie ihre Torchancen, die immer häufiger und besser wurden. Der erneut bärenstarke Christopher Kolarz im Rosenheimer Tor verhinderte mehrfach den Ausgleichstreffer und konnte sich vor allem bei drei Weidener Überzahlsituationen über mangelnde Arbeit nicht beschweren. Glück hatten die Starbulls, als Martin Heinisch aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf (28.). Allerdings war auch mehrfach das 2:0 möglich. Die größte Rosenheimer Möglichkeit im Mitteldrittel vergab Zack Phillips, der die Scheibe nach einem Schuss von Maximilian Vollmayer gegen den schon geschlagenen Keeper Hübl über das Weidener Tor schaufelte (24.)

Eine Minute und eine Sekunde nach der zweiten Pause durfte Weiden erstmals jubeln: Ralph Herbst war mit einem Schuss von der blauen Linie erfolgreich, der durch Freund und Feind hindurch und vorbei am verdutzen Kolarz, dem komplett die Sicht verstellt war, den Weg zum 1:1 ins Netz fand. Danach mussten in kurzer Folge mit Louis Latta und Elia Ostwald gleich zwei Gästespieler auf die Strafbank. Und mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis erzwangen die Hausherren den erneuten Führungstreffer. Nach einer abgeprallten Direktabnahme von Aaron Reinig spielte Zack Phillips die Scheibe in den Torraum und vom Schlittschuh des Gästeverteidigers Adam Schusser prallte das Spielgerät zum 2:1 ins Netz (44.). Weiden brachte in der Folge die Starbulls einige Male in Bedrängnis, doch Kolarz hielt die grün-weiße Führung mit guten Paraden fest – einmal im Verbund mit der Latte gegen Nick Latta (57.). Die Gäste nahmen bereits knapp drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den Torwart vom Eis, doch die Starbulls verteidigten konsequent und erfolgreich – allerdings nur bis zum Beginn der 60. Spielminute …

Am kommenden Wochenende pausiert die Eishockey-Oberliga. Das nächste Spiel der Starbulls findet am 19. November in Füssen statt, ehe es am 21. November zum Heimspiel im ROFA Stadion gegen die Lindau Islanders kommt. – mh