Selber Wölfe – Dreimalige Führung reicht nicht für Punkte

Selber Wölfe – Dreimalige Führung reicht nicht für Punkte

Es war durchaus mehr drin, aber nach 4 Siegen in Folge setzte es für unsere Wölfe bei den Memminger
Indians eine knappe 4:5 Niederlage. Am Ende vermeidbar. Zwei gute Wölfe-Drittel reichten nicht aus, dreimal
lagen unsere Mannen in Front, dreimal glich der Gegner aus. Spielentscheidend der Schlussabschnitt, als die
Hausherren Unkonzentriertheiten und Schwächephasen unserer Wölfe gnadenlos ausnutzten und mit drei
Treffern die Partie drehten.

Frühe Führung- später Ausgleich

Wölfe-Coach Thom musste noch etwas umstellen. Gare fehlte krankheitsbedingt, Schiener rückte in die
Formation mit McDonald und Schmidt. Die Anfangsphase gehörte den Hausherren, die loslegten wie die
Feuerwehr. Zum Glück nur ein kurzes Strohfeuer, denn die Wölfe antworteten prompt und eiskalt. 104
Sekunden waren gespielt, als Graaskamp zu einem starken Sololauf startete, alles stehen ließ und auch
Goalie Vollmer auf der Linie austanzte – 1:0 für die Wölfe. Memmingen antwortete mit wütenden Angriffen und
erhöhte die Schlagzahl. Angriff auf Angriff rollte auf unsere Defensive, die gut und sicher stand, Deske rettete
einige Male souverän gegen u.a. Straub und Snetsinger. Die knappe Wölfe-Führung geriet danach stark in
Gefahr. Zwei Strafzeiten von Müller hintereinander bedeuteten 4 Minuten höchster Dauerbelagerungszustand
im Wölfe-Drittel. Die Gastgeber, das drittbeste Powerplay der Liga, ließen Scheibe und Gegner laufen, aber
mit Mann und Maus wurde sich gegen den möglichen Ausgleich gestemmt. Bis 25 Sekunden vor Ende klappte
dies auch, ehe Voit mit einem abgefälschten Schuss in Überzahl – Torschütze Graaskamp zog eine unnötige
Strafe im gegnerischen Drittel – zum verdienten 1:1 traf.

Eiskalte Wölfe-Konter bringen Führung

Auftakt nach Maß für unsere Jungs – nur 38 Sekunden waren von der Uhr. Kabitzky machte es Graaskamp
nach und sein sehenswerter Sololauf brachte die erneute Führung. Der Startschuss für einen temporeichen
Schlagabtausch. Unsere Wölfe bei 5/5 kamen immer besser ins Spiel. In einer Partie, die geprägt von viel
Kampf in den Ecken war, beide Teams suchten hin und wieder die spielerische Linie. Aber es war das
Wolfsrudel, welches die Chance zum 3:1 hatte. In dreifacher Hinsicht. Zuerst vergab Graaskamp, danach
McDonald per Doppelchance. Die Hausherren passiver als in Abschnitt eins, unsere Wölfe standen clever und
gut positioniert. In dieser Phase fiel dann überraschend und aus dem Nichts der Ausgleich für die Indians.
Snetsinger legte mustergültig auf Voit und dieser mit seinem zweiten Treffer zum 2:2. Aber noch vor dem
zweiten Pausentee holten sich die Thom-Schützlinge die Führung wieder zurück. Das 3:2 durch Graaskamp,
wie aus dem Eishockeylehrbuch. Der US-Boy nahm eine perfekte Vorlage von Kabitzky auf und markierte 89
Sekunde vor der Sirene das 3:2.

Indians überrumpeln Wölfe

„So lang wie möglich die Führung halten, im Idealfall ausbauen“ – diese Marschroute musste bereits nach 13
Sekunden über den Haufen geworfen werden – Memmingen glich auf 3:3 aus. Und es kam noch schlimmer.
Verteidiger Sänger nahm von der blauen Linie Maß und sein abgefälschter Schuss an Freund und Feind
vorbei…und auch an Deske zur erstmaligen Führung. Die Partie kippte, Memmingen obenauf und unsere
Wölfe konnten sich dem immer stärker werden Druck nur mit Entlastungsangriffen erwehren. Es roch mehr
nach dem fünften Treffer der Hausherren als dem vierten Wölfe-Treffer. Erneut Sänger, gleiches Strickmuster
wie beim vorherigen Treffer und es stand 5:3. Die Vorentscheidung? Nein, unsere Jungs gaben sich noch
nicht auf, warfen nochmals alles nach vorne. Als Schmidt in Überzahl auf 4:5 verkürzte, war endgültige die
heiße Endphase, die vorher aufgrund der Memminger Dominanz keiner mehr erwartet hätte, eingeläutet.
Memmingen zeigte sich beeindruckt vom vierten Wölfe-Treffer, unsere Cracks schnupperten nochmals
Morgenluft, aber der Ausgleich sollte leider nicht mehr fallen.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

ECDC Memmingen Indians:
Vollmer (Henne) – Meier, Länger, Welz, Neal, Schaffrath, Keil – Pfalzer, Voit,
Snetsinger, Beck, Kharboutli, Miller, Miettinen, Schmid, Straub, Böhm, Abstreiter, Bullnheimer

Selber Wölfe:
Deske (Bätge) – Ondruschka, Nijenhuis, Müller, Bär, Silbermann, Böhringer – Schiener,
Schmidt, McDonald, Graaskamp, Gelke, Kabitzky, Klughardt, Hirschberger, T. Zimmermann

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