You are currently viewing Saisonende nach einer spannenden Serie

Saisonende nach einer spannenden Serie

„Das Spiel beschreibt die komplette Serie eigentlich ganz gut“, waren die ersten Worte von Headcoach Sven Gerike auf der Pressekonferenz nach dem Overtime-Krimi in Regensburg. Seine Mannschaft hatte gerade mit 2-3 in der zweiten Verlängerung verloren und sich damit aus den diesjährigen Playoffs verabschiedet. In einer engen und hart umkämpften Playoff-Serie war das der einzige Heimsieg.

Das Spiel selbst fing für die Regensburger Hausherren gut an. Gleich in der 4. Minute liefen Richard Divis und Tomas Plihal völlig frei in unser Abwehrdrittel. Nur Connor Hannon war zurück und versuchte alles. Aber er konnte den Querpass nicht verhindern und Patrick Glatzel hatte ebenfalls keine Abwehrchance beim 1-0 von Plihal. Jetzt hatten die Eisbären natürlich Rückenwind und die Zuschauer wurden ein wenig an Spiel 1 der Serie erinnert. Auch hier dominierten die Regensburger am Anfang und konnten sogar zwischenzeitlich mit 3-0 in Führung gehen. Aber schon in Spiel 1 fanden unsere Eiskämpfer einen Weg ins Spiel. So auch diesmal. Nachdem sie sich vom Gegentreffer erholt hatten, kamen sie immer besser ins Spiel. Nur eine lächerliche Zwei-Minuten-Strafe gegen Florian Eichelkraut brachte nochmal Gefahr, konnte aber überstanden werden.

Das zweite Drittel war dann teilweise ein Replay des dritten Spiels. Unsere IceFighters zeigten sich lauffreudig und intensiv im Forechecking. Dadurch zwangen sie die Eisbären immer wieder zu Fehlern und Puckverlusten. Schon am Dienstag konnten sie den Hausherren so den Zahn ziehen und am Ende sogar mit 5-1 gewinnen. Und auch wurde Kapital daraus geschlagen. Robin Slanina nutzte gleich in der 23. Minute einen dieser Fehler zum 1-1 Ausgleich. In der 29. Minute war es Joonas Riekkinen, der den zu diesem Zeitpunkt verdienten Führungstreffer erzielen konnte. Maximilian Spöttel, Oliver Noack und Jonas Wolter hatten noch die ganz großen Chancen, aber das Metall oder Regensburgs Torhüter Patrick Berger hatten etwas dagegen. Auch im zweiten Drittel war eine Entscheidung der Unparteiischen nicht nachvollziehbar, als Jonas Wolter zwei Minuten für einen Check bekam, wie er etliche Male in diesem Spiel ungeahndet gefahren wurde und der Verteidiger vorher die Scheibe in das Fangnetz geschossen hatte. Da wären zwei Minuten Überzahl für unsere Mannschaft fällig gewesen, aber es blieb bei der Fehlentscheidung. Mit der knappen 2-1 Führung ging es in die zweite Pause.

Das letzte Drittel war dann eine reine Nervenschlacht. Gut 10 Minuten vor dem Ende der Begegnung war es Richard Divis, der den umjubelten Ausgleich erzielen konnte. „In dieser Phase haben wir ein wenig wie in Spiel zwei und vier daheim gespielt. Da hatten wir zu wenig Puckbesitz und haben wenig strukturierte Aktionen in der Offensive liefern können. Dadurch wurde es zu einer Abwehrschlacht“, sagte Sven Gerike kurz nach dem Spiel. Es blieb nach 60 Minuten bei dem 2-2 Unentschieden und so musste im finalen Spiel 5 die Overtime, der „sudden death“, über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Die Gastgeber begannen die Verlängerung mit vielen starken offensiven Aktionen und die IceFighters konnten sich einmal mehr bei Patrick Glatzel bedanken, der seine Mannen mit einigen Glanzparaden im Spiel hielt. Und dann hätte beinahe Maximilian Spöttel für die Entscheidung gesorgt, aber Patrick Berger vereitelte die Großchance. Da auch nach weiteren 20 Minuten kein Tor gelang, ging es nochmals in die Pause. Aus der kamen unsere Eiskämpfer besser raus und schienen das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Bis Connor Hannon auf die Strafbank musste. Richard Divis fiel wie von der Axt getroffen und der Schiedsrichter gab 2 Minuten. Der „schwergetroffene“ Divis konnte aber Sekunden später den Siegtreffer mit vorbereiten. Andrew Schembri fälschte einen Schuss von Tomas Gulda unhaltbar für Patrick Glatzel ab. Damit endete eine von beiden Seiten intensiv geführte und enge Playoff-Serie mit dem Sieg der Eisbären Regensburg. „Ein Blick auf die Statistiken der Serie sagt alles aus. 5 Spiele brauchte es, im letzten Spiel eine zweite Overtime, jeweils 15 Tore konnten beide Teams erzielen, jeweils 2 Auswärtssiege konnten beide Teams holen – viel ausgeglichener kann eine Serie nicht sein und die Mannschaft, die so eine Serie gewinnt, hat das dann auch verdient. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und die Leistung in der Saison und in den Playoffs“, waren die abschließenden Worte von Headcoach Sven Gerike.

Nun werden alle einige Tage zum Durchatmen haben, bevor die Saison am kommenden Wochenende gebührend verabschiedet wird. Nähere Informationen dazu folgen in Kürze.