Saison-Abenteuer beginnt: Starbulls zu Gast in Weiden

Saison-Abenteuer beginnt: Starbulls zu Gast in Weiden

Jetzt geht es um Punkte! Die Starbulls Rosenheim starten am Freitagabend mit einem Auswärtsspiel in eine kuriose und abenteuerliche Saison 2020/21 der Eishockey-Oberliga Süd. Gegner sind die Blue Devils Weiden. Spielbeginn in der Hans-Schröpf-Arena ist um 20 Uhr. Das Spiel wird live und kommentiert im Internet übertragen, der Service ist zum Preis von 8 Euro über das Portal www.sprade.tvbuch- und abrufbar. Gleiches gilt für das Heimspiel der Starbulls am Sonntag um 17 Uhr gegen Höchstadt im ROFA-Stadion. Diese Übertragung können Starbulls-Dauerkarteninhaber als Ersatz für den nicht zugelassenen Stadionbesuch natürlich kostenfrei genießen!

Vorhang auf für die bislang ungewöhnlichste Eishockeysaison der Oberliga Süd! Die Spielzeit 2020/21 startet mit 13 Teams (neu dabei sind Passau und Landsberg). Aufgrund des späten Saisonstarts ist nur eine Einfachrunde möglich. Die Ränge in den Stadien müssen zunächst leer blieben. Ab Ende Januar 2021 folgt die Meisterrunde der zehn Bestplatzierten. Wie es mit den Teams auf den Plätzen 11, 12 und 13 weitergeht, ist indes offen; die Verzahnungsrunde mit der Bayernliga musste jüngst ad acta gelegt werden, da dort bis Ende November der Spielbetrieb ruhen muss und die sich daraus ergebenden Konsequenzen nicht absehbar sind.

Für die Starbulls beginnt diese beispiellose Eishockey-Abenteuer am Freitagabend auswärts gegen einen Gegner, der im Rahmen der Saisonvorbereitung extreme Erfahrungen mit dem Corona-Virus gemacht hat. 15 bestätigte Infektionen im Kader der Oberliga-Mannschaft und weitere in den Nachwuchsteams machten den Trainings- und Testspielbetrieb lange Zeit unmöglich. Umso erstaunlicher war der Auftritt der Mannschaft von Trainer Ken Latta am vergangenen Wochenende, als sie ihre beiden einzigen Vorbereitungsspiele bestritt und ohne Gegentreffer blieb. Auf eigenem Eis besiegten die blauen Teufel Nord-Oberligist Erfurt mit 9:0, bei Ligamitstreiter Black Hawks Passau behielten sie mit 4:0 die Oberhand – und das obwohl mit Barry Noe, Adam Schusser und Dominik Müller unter anderem wertvolle Defensivspieler fehlten.

Wie komplett die Weidener Mannschaft nun zum Punktspielstart sein wird, ist offen. Einige Spieler sind als Folge ihrer Infektionen offenbar noch geschwächt. Stürmer Martin Heinisch ist gesperrt, nachdem er im letzten Spiel der vergangenen Saison beim Rosenheimer 3:2-Sieg im ROFA-Stadion (der Hauptschiedsrichter kam nach Berührung mit Heinisch´Schläger zu Fall) eine Matchstrafe erhalten hatte. Doch Weidens Kader hat im Vergleich zur Vorsaison deutlich an Breite und Tiefe gewonnen. Mit seinem Filius Nick Latta und Adrian Klein kann Weidens Coach – zunächst bis Mitte Dezember befristet – auch auf zwei DEL-Spieler der Straubing Tigers zurückgreifen. Lattas zweiter Sohn Loius wechselte aus Kaufbeuren in die Oberpfalz. Weitere prominente Neuzugänge sind der Lette Edgars Homjakovs (Sonthofen), Dennis Palke (Herne) und Marius Schmidt (Selb). Für die Torhüterpostion wurden Philip Lehr (Hannover Indians) und Luca Endres (Starbulls Rosenheim) verpflichtet. Auch Verteidiger Magnus Enk wechselte von den Starbulls nach Weiden.

„Weiden hat sich personell wirklich herausragend verstärkt“, erkennt auch Starbulls-Coach John Sicinski an, der sich beide Testspiele des Auftaktgegners auf Video angesehen hat und eine „sehr sehr ausgeglichen besetzte und homogen auftretende Mannschaft“ sah. Aller Voraussicht nach werden am Freitagabend auf dem Weidener Eis beide Trainer mit vier Sturmreihen agieren, was ein temporeiches Spiel verspricht. John Sicinski muss allerdings auf Michael Baindl verzichten. Der Rosenheimer Kapitän fällt wegen einer Verletzung, die er sich schon im Testspiel gegen Peiting zugezogen hatten, wohl bis Mitte Dezember aus.

Am Sonntag um 17 Uhr empfangen die Starbulls Rosenheim zum ersten Ligaheimspiel mit dem Höchstadter EC gleich den Gegner, mit dem sie es an selber Stelle auch in ihrem letzten Vorbereitungsspiel zu tun hatten. Das stört John Sicinski allerdings nicht, im Gegenteil: „Wir wissen deswegen, welche Stärken und Schwächen der Gegner hat. Vor allem dürfen wir nicht wieder wie letzte Woche vor lauter Offensivdrang die Defensive so außer Acht lassen. Da haben wir viel zu einfache Gegentore zugelassen!“

Die ebenfalls personell deutlich besser als in der vergangenen Spielzeit aufgestellten Aischgrund-Alligators gingen im ROFA-Stadion am vergangenen Freitag dreimal in Führung und lagen zur zweiten Pause mit 3:2 in Front. Der starke 5:0-Schlussspurt sicherte den Grün-Weißen dann aber noch einen deutlichen 7:3-Sieg. Auch im Höchstadter Team steht mit Dimitrij Litesov ein Spieler, der in der Vorsaison noch das Starbulls-Trikot trug. -mh

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