Rosenheims erster Playoff-Gegner heißt Deggendorf

Rosenheims erster Playoff-Gegner heißt Deggendorf

Die Starbulls Rosenheim haben ihr letztes Hauptrundenspiel in der Eishockey-Oberliga Süd am Dienstagabend gegen die Blue Devils Weiden in der Verlängerung verloren. Nach regulärer Spielzeit stand es 2:2. Für die Abschlussplatzierungen der Starbulls hatte die Partie keine Relevanz mehr. In den zeitgleichen Parallelspielen fiel indes die Entscheidung über den Rosenheimer Playoff-Gegner im Viertelfinale: Es ist der Deggendorfer SC. Zum ersten Serien-Duell – zum Aufstieg ins Halbfinale sind drei Siege notwendig – kommt es am kommenden Dienstag im Rosenheimer ROFA-Stadion (Spielbeginn um 19:30 Uhr).

Dass die Starbulls Rosenheim die Hauptrunde der Eishockey-Oberliga Süd als Tabellendritter beenden, das stand schon seit längerem fest. Die Blue Devils Weiden hatten noch eine kleine Chance, sich auf den neunten Tabellenrang zu verbessern, wofür aber ein Drei-Punkte-Erfolg in der regulären Spielzeit notwendig gewesen wäre. Ob Weiden im Playoff-Viertelfinale dabei ist (falls ja, dann gegen den Tabellenersten Eisbären Regensburg) entscheidet sich am kommenden Wochenende. Dann treffen die Blue Devils m Pre-Playoff (Hin- und ein Rückspiel) auf den EC Peiting.

Bei den Starbulls fehlten im letzten Spiel der Hauptrunde mit Florian Krumpe, Maximilian Vollmayer, Michael Baindl, Curtis Leinweber, Tobias Meier und Timo Bakos zahlreiche wichtige Spieler. Cheftrainer John Sicinski schickte dennoch vier Sturmreihen ins Rennen und gab zahlreichen Nachwuchskräften eine Chance. Zunächst waren die Hausherren drückend überlegen und gingen verdient in Führung. Nach schöner Kombination über Kyle Gibbons und Dominik Daxlberger traf Simon Heidenreich über die Schulter von Gästekeeper Luca Endres zum 1:0 (7.). Danach kamen die Gäste aus der Oberpfalz aber immer besser ins Spiel. Marco Habermann gelang schließlich der Ausgleich zum 1:1, als er von der Seite auf das Rosenheimer Tor zusteuerte und den Puck aus spitzem Winkel an Starbulls-Schlussmann Andreas Mechel vorbei über die Linie mogelte (15.).

In einem zweiten Spielabschnitt mit leichten optischen Vorteilen zugunsten der Hausherren nutzte Marius Schmidt ein Weidener Überzahlspiel zum 1:2 (35.). Kurz vor der zweiten Drittelpause glich Bobby Slavicek, ebenfalls in Überzahl, nach Zuspiel von Beppo Frank und Dennis Schütt zum 2:2 aus (39.). Zuvor war Slavicek am Pfosten des Weidener Tores gescheitert (37.).

Im ausgeglichenen letzten Drittel hätte der alleine auf das Gästetor zusteuernde Simon Heidenreich in der Schlussphase den Rosenheimer Siegtreffer erzielen können, doch Torwart Endres rettete prächtig (57.). Unrühmlicher Höhepunkt war ein Stockcheck von Weidens Neal Samanski ins Gesicht von Dennis Schütt, der zurecht mit einer Matchstrafe geahndet wurde (42.). Aus der anschließenden Überzahlphase konnten die Starbulls aber kein Kapital schlagen.

Die Verlängerung dauerte nur 40 Sekunden. Dann überwand Edgars Homjakovs per Rückhand den mit Beginn des dritten Drittels für Andreas Mechel ins Spiel gekommenen Jonas Stettmer im Rosenheimer Tor mit einem raffinierten Rückhandabschluss zum 2:3. Für John Sicinski war das Endresultat an diesem Abend aber zweitrangig: „ Es war trotz der vielen Ausfälle ein guter Auftritt von uns. Die vielen jungen Spieler haben ihre Sache wirklich sehr gut gemacht“.

Spannend aus Rosenheimer Sicht war der Verlauf zweier zeitgleich an diesem Abend ausgetragenen Partien. Da der SC Riessersee in Selb und der Deggendorfer SC in Füssen jeweils knapp mit 2:3 den Kürzeren zogen, hat sich die Tabellenkonstellation nicht mehr verändert. Als Tabellendritter treffen die Starbulls in der ersten Playoff-Runde damit auf den auf Rang sechs verbleibenden Deggendorf SC. Die Serie beginnt am 23. März mit einem Rosenheimer Heimspiel um 19:30 Uhr. Weitere Spieltermine sind der 26. und 28. März und, falls notwendig, der 30. März und der 1. April.

Die Playoffs der Eishockey-Oberliga finden wegen der Pandemie-Situation zunächst in den Staffeln Süd und Nord intern statt. Es geht also nicht mit einem Achtelfinale aus 16 Teams, sondern mit staffelinternen Viertelfinalen mit je acht Teams los. So wird je ein Meister der Oberliga-Staffeln Nord und Süd ermittelt. Im Anschluss treffen die beiden Meister (oder aber zum Aufstieg berechtige Playoff-Platzierte) in einem Aufstiegsfinale zur DEL 2 aufeinander. Alle vier Runden werden im Modus „best of five“ gespielt. - mh