Piranhas mit super Wende, aber leider nur vorübergehend

Piranhas mit super Wende, aber leider nur vorübergehend

Gegen die Icefighters Leipzig machten sie aus dem 0:2-Rückstand eine 3:2-Führung, doch am Ende hieß es 4:6.

Die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs haben am Freitagabend in der Eishalle Schillingallee ihr Punktspiel der Oberliga Nord gegen die Icefighters Leipzig mit 4:6 (0:2, 3:3, 1:1) verloren.

Am Sonntag um 17 Uhr tritt die Mannschaft beim Herner EV an.

Der REC trat erneut mit unveränderter Formation an, konnte also weiterhin nicht auf die Dienste von Matthew Pistilli, Sebastian Brockelt und Sean Morgan zurückgreifen.

Noch deutlicher wird der bittere Ernst der personellen Lage, wenn man sich vor Augen führt, dass bei den Gästen Fabio Frick und Tim Junge verteidigten, die noch vor kurzem für die Rostocker aufgelaufen sind.

Nach einem beiderseits unruhigen Beginn hatte Tom Pauker eine Chance (15./gehalten), doch kurz darauf erhöhten die Icefighters aus dem Gewühl heraus auf 2:0, nachdem sie bereits in der 6. Minute – aus Sicht der Hausherren ebenso ärgerlich – im Nachsetzen zum 1:0 gekommen waren. Die Ostseestädter wirkten recht kraft- und glücklos. Es bewahrheiteten sich die Worte von Trainer Chris Stanley, der gesagt hatte: „Leipzig ist ein Team, das extrem hart und gut strukturiert arbeitet, und wir müssen gut sein, um sie zu schlagen.“

Aber sie waren gut, auf einmal!

Innerhalb von nur genau 159 Sekunden drehten sie mit drei Treffern von Pauker (2) und August von Ungern-Sternberg die Partie! Eine tolle Reaktion! Da sah man, wie schnell es gehen kann im Eishockey.

Wie bitter nur, dass die Gäste aus dem 3:2 des REC mit ihrerseits drei schnellen Toren noch vor der zweiten Pause auf 5:3 aus ihrer Sicht stellten…

Noch einmal begehrten die Piranhas auf und verkürzten durch von Ungern-Sternberg, doch am Ende hieß es 4:6, weil die Rostocker alles versuchten, den eingewechselten Keeper Leon Meder zu Gunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis nahmen, die Sachsen in Besitz der Scheibe gelangten und sie ins leere Tor einschoben.

Chris Stanley: „Die Jungs haben gut gekämpft und viele Checks zu Ende gefahren. Die Führung im zweiten Drittel war unser Weg, so wollten wir eigentlich weiterspielen, ließen dann aber nach. Das war der Unterschied. Im letzten Drittel haben wir noch mal alles versucht. Aus kämpferischer Sicht erkenne ich Licht am Ende des Tunnels, momentan fehlen uns jedoch die Ergebnisse.“