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Phillips-Debüt in Passau, am Sonntag kommt Landsberg

Das Ziel der Starbulls für die anstehenden Spiele in der Eishockey-Oberliga Süd am Freitag in Passau (20 Uhr) und am Sonntag im heimischen ROFA-Stadion gegen Landsberg (17 Uhr) ist klar: Dem vergangenen Sechs-Punkte-Wochenende soll ein weiteres folgen. Zu unterschätzen sind beide Gegner angesichts starker Auftritte an den ersten Spieltagen aber keineswegs. Im Fokus auf Rosenheimer Seite steht natürlich der jüngst verpflichtete Kanadier Zack Phillips, der sein Debüt im Starbulls-Trikot gibt.

„Zack Phillips wird die Position von Kevin Slezak in der Reihe mit Max Brandl und Brad Snetzinger übernehmen“, kündigt John Sicinski an. Der Starbulls-Headcoach muss am anstehenden Wochenende neben Slezak (war angeschlagen und musste mit dem Training aussetzen) auch auf Florian Krumpe verzichten. Der Verteidiger musste beim letzten Spiel am Sonntag in Peiting früh passen, nachdem er bereits im ersten Drittel einen Schlag abbekam. Ein Einsatz in Passau oder auch gegen Landsberg käme laut Sicinski zu früh. Wieder mit dabei sind dagegen die am letzten Wochenende ausgefallenen Simon Heidenreich und Thomas März, sodass der Rosenheimer Cheftrainer auch über die ersten drei Sturmreihen hinaus Optionen hat. Auch Keeper Andreas Mechel steht nach krankheitsbedingter Pause wieder zur Verfügung und wird laut Sicinski in Passau das Rosenheimer Tor hüten. Für Krumpe rückt Stefan Biberger ins Team – allerdings nicht „positionsgetreu“, denn Verteidigungspartner von Maximilian Vollmayer wird Dominik Kolb sein.

Am Freitag treffen die Starbulls in Passau auf eine im Vergleich zur Vorsaison komplett umgekrempelte Mannschaft der Black Hawks. 16 Spieler haben die Dreiflüssestädter verlassen, ebenso viele – wenn man die Förderlizenz-Akteure (Kooperationspartner EV Landshut) dazu nimmt – sind neu im Team von Trainer Ales Kreuzer. Der 39-jährige Tscheche sorgte mit seinem Aufstiegsteam in der vergangenen Spielzeit nach einer schwierigen Anfangsphase, der mehrere personelle Kader-Maßnahmen folgten, bereits für einige Überraschungen gegen klar favorisierte Gegner. An den ersten vier Spieltagen der laufenden Saison zwangen die Passauer bereits Peiting, Lindau und Deggendorf in die Verlängerung und erbeuteten insgesamt vier Zähler. Lediglich zum Auftakt blieben die Black Hawks beim 1:6 in Höchstadt ohne Chance auf Punkte. Speziell bei Ihrem jüngsten Auftritt am vergangenen Sonntag in Deggendorf waren die Passauer „Habichte“ sogar das aktivere und spielerisch bessere Team, das fünf Minuten vor Schluss noch mit 3:2 führte, ehe Thomas Greilinger mit zwei Toren noch für eine schmeichelhafte 2:1-Punkteverteilung zugunsten des DSC sorgte. Bemerkenswert: In dieser Partie kassierte die Mannschaft von Ales Kreuzer keine einzige Strafzeit. Überhaupt sind die Black Hawks mit lediglich zehn kleinen Strafen bisher das formal fairste Team der Liga. John Sicinski zeigte sich nach dem Videostudium der bisherigen Spiele vom nächsten Starbulls-Gegner beeindruckt: „Passau ist unglaublich laufstark und aggressiv in den Zweikämpfen. Wir sind gewarnt.“

Rosenheims Sonntagsgegner HC Landsberg Riverkings steht hingegen mit bereits 29 kleinen Strafen aus den ersten vier Spielen auf dem vorletzten Platz der Fairness-Tabelle. Doch die Lechstädter konnten dank zweier Heimsiege (4:3 nach Penaltyschießen gegen Füssen, 4:2 gegen Lindau) bereits fünf Punkte einfahren. Und auch in der Fremde zeigt sich der Abo-Träger der Roten Laterne der Vorsaison nun als unangenehmer Gegner, wenngleich es beim knappen 2:3 gegen Deggendorf und beim 3:6 gegen Riessersee letztlich nichts zu holen gab. Die sorgfältige personelle Verstärkung auf Schlüsselpositionen zeigt jedenfalls schon früh Früchte bei den weiterhin von Fabio Carciola trainierten „Flußkönigen“, die mit zwei aus Rosenheimer Sicht prominenten Akteuren ins ROFA-Stadion kommen: Adriano Carciola, Bruder des Headcoaches, hat den Starbulls zu DEL-2-Zeiten im Heilbronner, Kasseler und Ravensburger Trikot so manches Gegentor eingeschenkt und Jussi Nättinen trug in der Saison 2017/18 das Grün-Weiße Jersey – ohne dabei an der Mangfall sein großes Glück zu finden. Beide Akteure dürften am Sonntag mit einer Extraportion Motivation auf das Eis gehen.

Beim Heimspiel gegen Landsberg am Sonntag im ROFA-Stadion gilt das Konzept „3G Plus“. Besucher müssen geimpft oder genesen sein und den entsprechenden Nachweis erbringen oder einen gültigen PCR-Test besitzen sowie einen Lichtbildausweis vorweisen können (Kinder bzw. Schüler brauchen keine Nachweise). Im Stadion besteht keine Maskenpflicht und es gibt keine Abstandsvorgaben, auch ein Alkoholverbot gibt es nicht. Eintrittskarten sind nur im Vorverkauf erhältlich, online unter www.starbulls.de/tickets (es gibt keine Abendkasse). Die Starbulls-Geschäftsstelle am ROFA-Stadion ist am Freitag zwischen 9 und 12 Uhr und am Sonntag ab 15 Uhr geöffnet.

Die Spiele der Starbulls am Freitag in Passau (20 Uhr) und am Sonntag gegen Landsberg (17 Uhr) werden natürlich wie gewohnt live im Internet übertragen, die Livestreams sind über das Portal www.sprade.tv buch- und abrufbar (6,90 Euro je Übertragung).