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Niederlage im Kampf um Platz 4

Gestern Abend stand das Spiel bei den Hannover Indians auf dem Programm. Wegen der Tabellenkonstellation war das ein sogenanntes 6-Punkte-Spiel und ein sehr entscheidendes um den 4. Tabellenplatz. Am Ende verloren unsere EXA IceFighters Leipzig mir 1-4 und liegen nun mit einem Punkt Rückstand auf die Indians auf dem 5. Platz in der Oberliga Nord. Vor dem Spiel gab es erneut einiges an Änderungen im Kader von Headcoach Sven Gerike. Connor Hannon, Ian Farrell, Thomas Voronov und Maximilian Spöttel konnten nicht mit nach Hannover fahren. Dazu kam, dass Oliver Noack direkt nach seinem ersten Wechsel in der Kabine verschwand und nicht mehr aufs Eis zurückkehrte.

Die Indians konnten ihrerseits „volle Kapelle“ melden und starteten auch dementsprechend mit viel Energie, Lauffreude, aber auch Härte. Gleich beim Eröffnungsbully gab es die ersten Nicklichkeiten und das zog sich durch das ganze Spiel. In der 4. Minute mussten die IceFighters den ersten Gegentreffer hinnehmen. Der Handgelenkschuss von Parker Bowles passte genau. Danach ging Thomas Pape mehrfach mit dem Schläger auf Taavi Vartiainen los, bis es dem Finnen reichte und er Pape zum Boxkampf einlud. Dieser nahm dankend an und die Stimmung im mäßig gefüllten Pferdeturm kochte hoch. Ein Indianer wollte an diesem Abend vornehmlich Eishockey spielen und zeigte in der 16. Minute seine ganze Klasse. Er tanzte erst Marvin Miethke und Walther Klaus aus und verlud dann noch Eric Hoffmann. Dieses Tor war ein absoluter Highlight-Treffer. In der 19. Minute hatte Filip Stopinski den Schläger in einem Schuss von Marvin Miethke und fälschte so den Puck unhaltbar zum 1-2 Anschluss ab.

Im zweiten Drittel starteten unsere Eiskämpfer besser, aber machten zwei entscheidende Fehler. Einmal stimmte in der 24. Minute beim 3. Tor der Indians die Zuordnung nicht und Branislav Pohanka ließ sich nicht zweimal bitten. Dann kam es in der 29. Minute ganz bitter. Die Scheibe ging in die Rundung. Eric Hoffmann wollte sie routinemäßig hinter dem Tor stoppen, aber ein Bandenfehler sorgte für eine Richtungsänderung des Pucks. Robin Palka war darum als erster wieder an der Scheibe und schoss aus der Drehung Richtung Tor. Der Puck traf Walther Klaus und von ihm prallte das Hartgummi ins eigene Tor. Parker Bowles hatte nochmal eine Riesenchance, als ein Befreiungsschlag auf seinem Rücken landete, von dort in den Lauf sprang und er alleine auf Eric Hoffmann zulief. Hoffmann blieb aber Sieger. Das 4-1 der Hausherren und diese Situation waren ein wenig ein Spiegelbild des gesamten Spiels. Unser Team hatte im zweiten Abschnitt nicht viel mehr zugelassen und lag trotzdem deutlich zurück. Unrühmlicher Höhepunkt des zweiten Abschnitts war ein Schlittschuhtritt von Mike Mieszkowski gegen Marvin Miethke wenige Sekunden vor Drittelende. Der Hannoveraner hatte Glück, dass er nur 5 Minuten auf die Strafbank musste.

Mit diesem Powerplay ging es in den letzten Abschnitt. Aber unsere Eiskämpfer wirkten zu umständlich und auch ein wenig müde. Es gelang kein Treffer in diesen 5 Minuten. Aber unsere Mannschaft hatte deutlich mehr vom Spiel und auch mehr Chancen. Nur die Verwertung dieser Möglichkeiten wollte einfach nicht gelingen. Hannover spielte das Ergebnis relativ unaufgeregt zu Ende. Allerdings ohne dabei auf ihre unsportlichen Mittel zu verzichten. Branislav Pohanka musste in der letzten Minute des Spiels unbedingt noch einen Check gegen den völlig unvorbereiteten Tim Heyter mit einem Crosscheck in die Bande fahren. Auch er hatte Glück, dass die Unparteiischen „nur“ 5 Minuten Strafe gaben. Am Ende gewannen die Indians verdient mit 4-1 und erkämpften sich den 4. Tabellenplatz. „Über den Sieg brauchen wir nicht reden. Den haben die Indians verdient. Sie waren in ein paar entscheidenden Momenten besser. Über den Rest sage ich nichts, das müssen die Verantwortlichen mit sich selbst ausmachen“, war das kurze Fazit unseres Headcoaches Sven Gerike.