You are currently viewing Niederlage gegen die Stacheltiere

Niederlage gegen die Stacheltiere

Unsere EXA IceFighters Leipzig mussten sich gestern den Hannover Scorpions mit 1-4 geschlagen geben. Der Blick auf die Statistiken zeigt, dass das durchaus vermeidbar gewesen wäre, aber Headcoach Sven Gerike bezeichnete das als „einen dieser Tage“ auf der anschließenden Presskonferenz. „Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht. Zwei Sachen haben gefehlt. Das war zum einen ein besserer Abschluss bei all den guten Chancen oder im Powerplay, wo wir selbst das leere Tor nicht getroffen haben. Zum anderen auch ein wenig Glück, dass die Scorpions an diesem Tag für sich verbucht hatten. Alle Tore waren sogenannte „lucky bounces“. Das Ergebnis ist natürlich nicht zufriedenstellend, aber der Rest des Spieles war es schon“, so Gerike.

Gleich in der ersten Minute wurde seinem Team so ein wenig der Wind aus den Segeln genommen. Alexander Heinrich schoss die Scheibe Richtung Tor und Connor Hannon fälschte sie unabsichtlich und unhaltbar für Torhüter Patrick Glatzel ab. Das Führungstor gab den Gästen gehörigen Auftrieb und sie versuchten, mit viel Körperspiel zu beeindrucken. Die Schiedsrichter verhängten dabei einige Strafen und hier hätte das Spiel sofort wieder kippen können oder sogar müssen. „Auch das Powerplay muss sich nach der Rückkehr von Joonas Riekkinen und Florian Eichelkraut erst wieder finden. Chancen waren außerdem genug da, aber wir haben selbst das leere Tor nicht getroffen. Das muss besser werden“, sagte Gerike. Aber dafür stand das Unterzahl im ersten Drittel wieder stark und auch hier hatten die IceFighters Chancen auf den Ausgleich. Aber Brett Jaeger blieb ein ums andere Mal Sieger.

Das zweite Drittel begann wieder mit druckvollen Angriffen der Eiskämpfer. Aber gerade als der Ausgleichstreffer eine Frage der Zeit schien, schlugen die Gäste erneut zu. Walther Klaus versuchte auf der eigenen blauen Linie den Puck mit der Hand abzufangen. Aber die Scheibe trudelte irgendwie durch und Patrick Klöpper hieß am Ende der dankbare Abnehmer. Jetzt spielten die Nerven eine Rolle. Maximilian Spöttel zog eine unnötige Strafe und die Scorpions durften wieder im Powerplay ran. Und da fiel auch der nächste Treffer. Tyler Gron versuchte einen Querpass und Connor Hannon war erneut der Unglückliche, der den Puck ins eigene Tor abfälschte. Daraufhin nahm Gerike eine Auszeit. „Ich wollte das Team beruhigen. Sie waren die bessere Mannschaft, aber haben angefangen zu viel mit der Brechstange zu versuchen. Wir sind zu viel mit dem Puck und nicht genug ohne den Puck gelaufen“, erklärte der Coach unserer EXA IceFighters. Seine Mannen fingen sich danach auch wieder, aber die routinierten Gäste spielten das jetzt auch clever runter. Es passierte nicht mehr viel im zweiten Abschnitt.

Im letzten Drittel war es das gleiche Bild. Unsere Eiskämpfer rannten an und mussten dabei trotzdem permanent auf der Hut bleiben, denn die Star-Truppe der Scorpions blieb natürlich gefährlich. Es dauerte bis zur 50.Minute, bis die Fans etwas zum Jubeln hatten. Connor Hannon traf im Powerplay zum 1-3. Danach versuchten er und seine Mitspieler noch einmal alles, aber es sollte ihnen kein weiterer Treffer gelingen. Dafür trafen die Gäste nochmal in das leere Tor. Julian Airich schoss aufs Tor und auch da war ein Leipziger Schläger noch dazwischen und fälschte auch diese Scheibe ab. Und ja, es war erneut Connor Hannon, der an diesem Tag einfach das Pech für sich gepachtet hatte. Sven Gerike fasste nach dem Spiel nochmal zusammen: “Solche Spiele gibt es einfach. Wir haben bei einigen Defensiven Aktionen wirklich Pech gehabt und uns offensiv nicht mit Ruhm bekleckert. Aber es sollten sich alle vor Augen führen, dass wir gegen die Hannover Scorpions gespielt haben und mehr als nur mithalten konnten. Hätte mir am Anfang der Saison jemand gesagt, dass wir zu diesem späten Zeitpunkt mit den Scorpions um Platz 3 in der Liga kämpfen, hätte ich sowieso alles unterschrieben. Ich bin nicht zufrieden mit der Niederlage, aber sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft!“