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Mad Dogs Mannheim Frauen beenden Zurich Trophy mit zwei Niederlagen

Die Titelverteidigung ist nicht geglückt: Nach kräftezehrenden Spielen mussten die Mannheimerinnen im Morgenspiel und am Nachmittag Tribut zollen und verloren beide Partien gegen knapp gegen Bratislava und mit zwei Toren Unterschied gegen Almaty.

Die ersten drei Minuten am Morgen gehörten überwiegend Bratislava, ehe das Spiel ausgeglichener verlief. Beide Teams investierten viel, kaum ein Zentimeter Eis wurde hergegeben. Die 10. Minute lief, als eine Slowakin für zwei Minuten vom Eis musste. Daraus resultierten einige Gelegenheiten in einem guten Mannheimer Powerplay. Ein Tor sprang dabei nicht heraus, aber die Mad Dogs Frauen nahmen daraus eine leichte Dominanz für die folgenden Minuten mit.

Es waren zwei Minuten im Mitteldrittel gespielt, als Nikola Rumanova unbedrängt Mad Dogs-Torhüterin Jessica Ekrt prüfte, die aber dicht machte. Ekrt wurde anschließend in einer SKP-Drangphase richtig warmgespielt, doch es blieb beim „Nothing“ auf der Anzeigetafel. Rumanova erschien in der 21. Minute vor dem Tor, nachdem sie sich gegen mehrere Mannheimerinnen durchgesetzt hatte, fand in der Mannheimer Schlussfrau ihre Endstation. Und versuchte es zwei Minuten später wieder, diesmal trickreicher, erneut konnte Ekrt abwehren.

Da kam das zweite Mad Dogs-Powerplay in Bratislavas Druckphase nicht ungelegen, mit der starken Gegenwehr hatten die Mannheimerinnen allerdings Probleme. Und die Slowakinnen blieben bei Gleichzahl gefährlich und versuchten immer wieder die lange Bank zu nutzen. Anderthalb Minuten vor dem Ende beinahe mit Erfolg, die Mad Dogs Frauen hielten aber mit allem was sie hatten dagegen.

Mit einer SKP-Großchance begann der Schlussabschnitt, als die freie Barbora Kapicakova angespielt wurde. Jessica Ekrt wahrte das Unentschieden. Das erste Powerplay von Bratislava konnten die Zuschauenden anderthalb Minuten nach Drittelbeginn verfolgen. Auf den Spielstand hatte das keine Auswirkungen. In der Folge ein Spiel mit offenem Visier.

Mit vier gegen vier ging es in der 40. Minute nach Unstimmigkeiten weiter. Noch zwei Sekunden waren auf der Uhr, als Mannheim eine weitere Feldspielerin an die Strafbank verlor, sich kurz darauf einen guten Konter erarbeitete. Bratislava in der Folge mit einigen Chancen, und Kristina Simnova gelang es noch in der Überzahl, den von Barbora Kapicakova zugespielten Puck ins Tor zu befördern.

Die Mad Dogs Frauen nahmen sofort eine Auszeit, doch als eine Minute vor Spielende eine weitere Strafe ausgesprochen wurde, gab es keine Möglichkeit mehr auf einen Ausgleich.

Als letzter Mannheimer Gegner Spiel des Turniers war Aisulu Almaty angesetzt, das gegen Bratislava deutlich mit 4:0 verlor, aber ein Unentschieden gegen Ingolstadt und ein achtbares 2:3 gegen Zürich erreichte. Unterschätzen durfte man kein Team des hochklassig besetzten Turniers. Dies zeigte sich zweieinhalb Minuten nach Spielbeginn in der ersten Überzahl des Spiels, die an Mannheim ging. Mit einem langen Pass wurde eine an der blauen Linie lauernde Spielerin der Kasachinnen bedient, doch Michelle Teucke verhinderte Schlimmeres.

Viel Hin und Her bekamen die Zuschauenden geboten, ehe Alicia Kay Williams und Madina Tursynova die mangelnde Zuordnung in der Mad Dogs-Defensive zum 0:1 nutzten. Mannheim erhöhte den Druck und verschaffte Almatys Torhüterin Bree-Anne Cook Tyler einige Arbeit. Doch deren Mitspielerinnen stießen ebenfalls offensiv immer wieder vor.

Mit Überzahl Nummer zwei starteten die Mannheimerinnen ins zweite Drittel, und sie wurde nach einer guten halben Minute doppelt. Kapitänin Tara Schmitz versuchte es zweimal, doch ihr Schlagschuss ging nicht an Cook vorbei. Die nächste Mad Dogs-Reihe vermochte keine torgefährlichen Szenen zu kreieren.

Dafür gelang der Ausgleich bei Gleichzahl. Hanna Amort kreiste, bis sie den richtigen Moment für ihren Schlagschuss gefunden hatte, und Megan Forrest stand genau richtig im Slot, um den Rebound zu verwerten.

Mit einer einfachen in der 22. und eine Minute später doppelten Unterzahl mussten auch die Mannheimerinnen umgehen, und dies gelang sehr gut. Die Strafe war gerade abgelaufen, als der Puck durch eine Unstimmigkeit bei Almaty vor die Kelle der aufs Spielfeld zurückkehrenden Lucia Schmitz kam, deren Schuss Cook aber noch mit einer Parade am Tor vorbeienken konnte.

Ein bisschen aus dem Nichts kam in der 28. Minute die abermalige Führung für die Kasachinnen, als Andreana Marchese Jordans Blueliner offenbar für Michelle Teucke unsichtbar ins Tor ging, womöglich noch von Jordans Mitspielerin abgefälscht. Und es sollte noch ungünstiger für Mannheim kommen. Eine gute Minute später Überzahlchance für Almaty, in der Tatyana Koroleva im Nachsetzen verwertete.

Den 2-Tore-Rückstand konnten die Mannheimerinnen im letzten Drittel nicht mehr egalisieren oder verringern, wenngleich es einige gute Chancen gab. Auch eine Überzahl änderte nichts daran. Die Kasachinnen kamen ihrerseits zu guten Gelegenheiten, doch allen auch gefährlichen Situationen zum Trotz blieb es beim 1:3.

Das Turnier fasste Mad Dogs-Torhüterin Michelle Teucke nach dem Spiel im Interview der Lions-Frauen zusammen:

„Die letzten drei Spiele haben uns noch in den Knochen gesteckt und waren ziemlich anstrengend. Aber wir konnten nochmal einiges mitnehmen jetzt. Wir haben noch zwei Wochen, bis bei uns die Saison losgeht.

Zum Modus mit vier Spielen an einem Wochenende: „Ich finde es gar nicht so schlecht, um in die Saison einfach mal wieder reinzukommen, mal zu gucken, wie ist unser Kräftelevel auch, und an der Stelle möchte ich mich auch nochmal bedanken, dass wir hier sein durften. Wir sind immer froh hier zu sein, und es macht uns einen Riesenspaß! Und so war es auch dieses Jahr.

Dem ist nur noch der Dank der Mad Dogs Frauen an die ZSC Lions Frauen für ein professionelles Turnier und die angenehme Zusammenarbeit hinzuzufügen. Und die Gratulation zum bereits jetzt feststehenden Turniersieg!


18.09.2022 Bratislava – Mannheim 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)

Tore:
1:0 (42:50) PP1 # 9 Kristina Simnova (# 15 Barbora Kapicakova)

Strafminuten:
Bratislava 6, Mannheim 8


18.09.2022 Mannheim – Almaty 1:3 (0:1, 1:2, 0:0)

Tore:
0:1 (07:46) # 9 Madina Tursynova (# 4 Alicia Kay Williams)
1:1 (20:12) PP1 # 84 Megan Forrest (# 18 Hanna Amort)
1:2 (27:11) # 22 Andreana Marchese Jordan
1:3 (29:13) PP1 # 23 Tatyana Koroleva

Strafminuten:
Mannheim 6, Almaty 8

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