Leipzig beeindruckt mit fünf Toren im Mitteldrittel

Leipzig beeindruckt mit fünf Toren im Mitteldrittel

Bereits zum dritten Mal in den letzten 12 Tagen standen sich gestern Abend die EXA IceFighters Leipzig und die Crocodiles Hamburg gegenüber. Zweimal konnten die Hanseaten das Spiel gewinnen. Es war also an der Zeit, die Punkte im Kohlrabizirkus zu behalten. Erschwert wurde das durch die personelle Konstellation. Es fehlten den Eiskämpfern neben Tim Heyter, auch der gesperrte Marvin Miethke sowie die angeschlagenen Erek Virch und Maximilian Spöttel. Headcoach Sven Gerike fehlte ebenfalls gesperrt und somit übernahm Neu-Coach Roberto Pohle das Ruder. Auch die Gäste traten mit nur 15 Spielern an, da auch ihr Lazarett nicht kleiner werden will.

Roberto Pohle sah im ersten Drittel lange eine offene Partie zwischen zwei Mannschaften, die sich gut kennen. Beide versuchten defensiv gut zu arbeiten und keine Chancen zuzulassen. So dauerte es bis zur 9. Minute, bis ein wenig Aufregung entstand. Oliver Noack bediente Robin Slanina und der umkurvte Niklas Zoschke. Aber der Winkel wurde so spitz, dass Robin nur das Außennetz traf. In der 14. Spielminute musste dann Patrick Glatzel das erste Mal richtig zufassen. Thomas Zuravlev scheiterte an Glatzels Fanghand. Jetzt hatte Hamburg sein Spiel wiedergefunden. Stabil in der eigenen Zone und dann mitschnellen und brandgefährlichen Kontern. Erneut war es Zuravlev, der die Riesenchance verpasste sein Team in Führung zu bringen. Patrick Glatzel parierte auch diesen Versuch in der 14. Minute. Zwei Minuten vor Drittelpause schlugen die Gäste dann endgültig zu. Wieder ein Konter und diesmal ließ Tobias Bruns im Stile eines Torjägers, Patrick Glatzel keine Chance. Das 1-0 der Crocodiles war verdient und auch der Pausenstand.

Roberto Pohle dürfte vor dem zweiten Abschnitt die richtigen Worte gefunden haben. Die EXA IceFighters kamen sehr gut aus der Kabine zurück. Und ausgerechnet das zuletzt oftmals kritisierte Powerplay brachte die Wende. In der 23. Minute war es Connor Hannon, der im Nachschuss erfolgreich war. Glück für die Eiskämpfer, dass beim Angriff eine sehr knappe, aber mögliche Abseitsstellung von Hannes Albrecht nicht geahndet wurde. Lange drüber nachdenken konnte niemand im Stadion. In der 24. Minute gelang erneut im Powerplay der Führungstreffer. Diesmal war Robin Slanina im Nachschuss erfolgreich. Das gab den IceFighters gehörigen Aufschwung. Slanina traf in der 26. Spielminute gleich wieder und erhöhte auf 3-1. Und um die furiosen zehn Minuten perfekt zu machen, gelang Hubert Berger mit einem wunderschön herausgespielten Tor das 4-1 in der 30. Minute. Hamburg kam kaum noch kontrolliert in die Offensive und zeigte sich in dieser Phase des Spiels sichtlich beeindruckt. Die
Eiskämpfer dagegen waren kaum zu halten. Kurz vor Ende des zweiten Drittels gelang Connor Hannon sogar noch das 5-1. Das war ein aus Leipziger Sicht bockstarkes Drittel.

Im letzten Drittel versuchten die Gäste natürlich noch einmal zurück in das Spiel zu kommen. Aber die IceFighters zeigten sich lauffreudig und konzentriert. Dadurch gelang Hamburg wenig in der Offensive. Das änderte sich erst mit zwei Strafen. Erst flippte Michal Velecky seinem Mitspieler artistisch den heruntergefallenen Schläger zu. Dafür gibt es eine Zwei-Minuten-Strafe. Patrick Fischer erhielt dann gleich noch eine Strafe und somit hatten die Hanseaten für 30 Sekunden zwei Mann mehr auf dem Eis. Das nutzten sie dann auch durch Patrick Saggau. Sollte sein Treffer in der 50. Minute das Blatt nochmal wenden? Nein. Die weitere Unterzahlsituation überstanden die IceFighters schadlos und konnten in den folgenden Minuten das Spiel wieder unter Kontrolle bringen. Somit gelang es mit einem soliden Spiel die drei Punkte in Leipzig zu behalten. Coach Roberto Pohle lobte das Team auch in der anschließenden Pressekonferenz: „Die Mannschaft hat alles perfekt umgesetzt. Natürlich war ich ein wenig aufgeregt, gleich in der Verantwortung zu stehen, aber das Team hat mir sehr geholfen. Danke schön dafür.“

Schon morgen geht es für die EXA IceFighters weiter im Spielplan. Im Auswärtsspiel treffen Sie auf Diez-Limburg. Anbully ist 20:00 Uhr.