Kein Torerfolg in Selb – Starbulls haben Sommerpause

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Die Starbulls Rosenheim haben das entscheidende fünfte Halbfinalspiel der Eishockey-Oberliga Süd gegen die Selber Wölfe am Sonntagabend mit 0:2 verloren. Damit ist die Spielzeit 2020/21 für die Grün-Weißen beendet, während der Gegner im Finale auf die Eisbären Regensburg trifft. Das letzte Spiel zwischen den Wölfen und den Starbulls in der Selber „Netzsch-Arena“ war wiederum äußerst intensiv und stand bis zur letzten Spielminute auf des Messers Schneide.

Die Starbulls traten beim finalen Halbfinalspiel in Selb mit der gleichen Aufstellung an wie beim vierten Spiel am Freitag, als sie sich mit einem verdienten 4:1-Sieg im ROFA-Stadion den zweitem Sieg der „Best-of-five-Serie“ holten und damit die entscheidende fünfte Partie erzwangen. Wie in den Begegnungen zuvor war von der ersten Minute an hohes Tempo im Spiel. Die Zweikämpfe wurden extrem intensiv geführt, trotzdem war die rasante Begegnung jederzeit fair. Ganze drei kleine Strafen mussten die Schiedsrichter gegen Selb aussprechen, lediglich eine einzige gegen die Starbulls.

Beide Mannschaften präsentierten sich in der Defensivarbeit konzentriert und leidenschaftlich und konnten sich auf hervorragende Torhüter verlassen. Michel Weidekamp zwischen den Holmen des Selber Tores und Andreas Mechel im Rosenheimer Gehäuse glänzten mit hervorragendem Stellungsspiel und herausragenden Paraden und leisteten sich keinen Fehler. Mechel war derjenige Keeper, der öfters gefordert war. Kurz vor der ersten Pause verhinderte er mit einem Reflex gegen den aus kurzer Distanz abschließenden Jan Hammerbauer den Führungstreffer der Hochfranken (19.). Glück hatten die Starbulls, als ein Schuss von Nicholas Miglio die Latte touchierte (6.). Nah dran an einem eigenen Torerfolg waren die Grün-Weißen, als Enrico Henriquez-Morales nach einem Selber Fehler im Spielaufbau überraschend zum Schuss kam (12.) und als Kevin Slezak nach Pass von Simon Heidenreich nur das Außennetz traf (14.).

Mitte des zweiten Drittels konnten die Starbulls eine Druckphase kreieren. Als ein Schuss von Florian Krumpe hängen blieb, traf Curtis Leinweber das Außennetz (30.). Tobias Meier (32.), Michael Baindl und Maximilian Vollmayer (35.) scheiterten am starken Torwart Weidekamp. In einem nun offenen Schlagabtausch kamen die Hausherren zu einem Gegenstoß mit zwei Stürmern gegen einen Verteidiger und nutzten dies eiskalt aus. Richard Gelke legte quer und Jan Hammerbauer drückte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (38.). Die Wölfe hatten jetzt wieder Oberwasser und hätten wenige Sekunden später durch Lukas Slavetinsky nachlegen können, Mechel parierte aber bravourös.

Im letzten Drittel gab es dagegen kaum noch klare Torchancen. Beide Mannschaften verstanden es nahezu perfekt, Schusswege effektiv zuzustellen und Schüsse erfolgreich zu blocken. Die Starbulls fanden trotz stetem Bemühen keinen Weg, die Abwehr der Gastgeber in ernsthafte Verlegenheit zu bringen. 40 Sekunden vor der Schlusssirene, mit einem Feldspieler mehr und ohne Torwart, gab es aber dann noch die große Ausgleichschance: Einen Schuss von Leinweber konnte Weidekamp mit Mühe abwehren, Kyle Gibbons setzte nach und legte für Alexander Höller auf, der aus nächster Nähe am starken Selber Schlussmann scheiterte. Zehn Sekunden später gelang Nicholas Miglio der Treffer zum 2:0 ins leere Rosenheimer Tor.

Starbulls-Cheftrainer John Sicinski gratulierte nach der Partie dem Gegner zum verdienten Einzug ins Finale: „Selb hat heute im letzten Drittel wirklich sehr gut verteidigt, so dass es für uns einfach kein Durchkommen gab. Das waren fünf sehr enge Spiele. Es war eine Serie, die eigentlich keinen Verlierer verdient hat. Wir sind mit einer jungen Mannschaft in diese Spielzeit gegangen und ich bin stolz auf diese Mannschaft, die insgesamt eine starke Saison gespielt hat.“ -mh