You are currently viewing Kein Sieg, aber ein Punkt!

Kein Sieg, aber ein Punkt!

Am Sonntagabend kam es endlich zum lang erwarteten Aufeinandertreffen der EXA IceFighters Leipzig und der Hannover Indians. Nachdem das Auswärtsspiel der Leipziger am Pferdeturm wegen Corona mehrfach verschoben wurde, kamen die Indianer gestern in den Eiszirkus. Auf Seiten der Eiskämpfer fehlten immer noch eine Handvoll Spieler. Verletzt mussten Patrick Glatzel, Michael Burns und Erek Virch weiterhin zuschauen, außerdem kränkeln noch Jonas Wolter und Ian Farrell und Moritz Miguez ist immer noch nicht wieder einsatzbereit fürs Eis.

Die gut 1000 Zuschauer im Eiszirkus sahen ein hart umkämpftes Spiel, das am Ende zwar nicht in der Entstehung, aber im Ausgang ein verdienter Sieg in Overtime für die Gäste wurde. Doch von Anfang an.

Zu Beginn standen beide Mannschaften defensiv gut und ließen wenig Chancen zu, waren aber gleichezeitig beide auch offensiv wenig durchschlagend. Leichte Vorteile konnte man vielleicht bei den Indians beobachten. In der 9. Minute kam es dann zur ersten großen Fehlentscheidung, in der Tim Heyter für einen Check eine 5-Minuten Strafe zog. Auf Seiten der Leipziger traf das auf Unverständnis, da der selbe Schiedsrichter in vergangenen Spielen bereits gleiche Situationen gegen uns mit nur 2 Minuten oder gar nicht bestrafte, obwohl es auch um Checks gegen den Kopf ging, nach denen unsere Spieler nicht aufs Eis zurückkehren konnten. Dass unterschiedliche Personen Situationen unterschiedlich bewerten, liegt in der Natur der Sache, doch in dieser Konstellation war das fürs Leipziger Team nicht verhältnismäßig oder nachvollziehbar. Im ersten Drittel hatten die Eiskämpfer dennoch das Geschehen defensiv gut im Griff und offensiv arbeiteten sie gut nach vorn. Beide Torhüter waren aber sehr sicher, somit ging es ohne Tore in die erste Pause.

Im zweiten Drittel waren wir dann besser im Spiel und das Team zeigte besonders im Hinblick darauf, dass es erst das zweite Spiel nach längerer Pause war, erneut einen starken Einsatz. Kapitän Florian Eichelkraut beobachtete von da an das Spielgeschehen größtenteils von der Bank aus, da seine Kräfte nach seiner kurzfristigen Rückkehr ohne viel Training erschöpft waren.
In der 21. Minute gab es dann zum ersten Mal Grund zum Jubeln. Thomas Voronov spielt den Puck mustergültig heraus und auf Marvin Miethke, der gut verzögert und mit einem schön platzierten Schuss das 1:0 erzielt.
Dann wurde es merklich chaotischer, jede Aktion und jeder Check wurde eine Szene und beide Teams ließen sich unter die Haut fahren. Es war erwartbar und gegen die Indians auch keine Seltenheit, doch schon da hätten die Schiedsrichter eingreifen müssen, was sie permanent nicht oder falsch machten. Das schraubte den Frust weiter nach oben.
Im weiteren Verlauf des Drittel zeigte Sven Gerikes Team eine starke und gute Defensivleistung, die nur 4 oder 5 Schüsse aufs Tor zuließ. In dieser starken Phase gelang dann auch durch eine wunderschöne Zusammenarbeit und Kontermöglichkeit von Maximilian Spöttel und Thomas Voronov das 2:0. Letzter konnte damit zu seinem ersten IFL-Treffer einnetzen. Mit der Zwei-Tore-Führung ging es in die zweite Pause und nach der kam es dann, wie es kommen musste.

Eine durchaus gerechtfertigte Strafe bringt das erste Gegentor, das jedoch erst noch mustergültig beantwortet wurde. In der 47. Minute hat Max Spöttel viel Zeit und hämmert nach Zuspiel von Filip Stopinski gnadenlos in den Winkel.
Doch dann ließen die Kräfte im letzten Drittel nach und die Entscheidungen wurden nicht mehr richtig getroffen. Zu oft wurde der Puck einfach nur rausbefördert und damit nicht mehr genug Offensivkraft aufgebracht. Damit ergaben sich natürlich Chancen für die Indianer, die dann im Zusammenspiel mit einer ungleichen Strafenverteilung durch Treffer von Turnwald und Pohanka auf 3:3 ausgleichen können.

In der Verlängerung stellten sich die Eiskämpfer dann etwas unglücklich an und suchten zu sehr das eins gegen eins. Die Indianer hatten da die bessere Scheibenkontrolle, doch leider war der Siegtreffer dann erneut strittig. Ein womöglich schwer zu erkennendes Abseits erhitzte die Leipziger Gemüter zur Schlusssirene. Insgesamt machten die Offiziellen an diesem Abend eindeutig keine gute Figur. Trotzdem verdienten sich die Indianer mit dem Ausgleich und den größeren Chancen am Ende den Zusatzpunkt und den Sieg.
Fazit bleibt: eine stark kämpfende Leipziger Truppe hat gestern Abend einen Punkt gewonnen und den Stolz ihrer Anhänger erarbeitet!