Individuelle Fehler kosten Ice Dragons den Sieg

Individuelle Fehler kosten Ice Dragons den Sieg

Da war mehr drin – der Herforder Eishockey Verein zeigte bei den Black Dragons Erfurt zwar eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der beiden letzten Begegnungen, verlor am Ende jedoch in der Oberliga Nord mit 4:5 (1:0/2:1/1:3/0:1) nach Verlängerung. Eine Mischung aus unzureichender Chancenverwertung und zu vieler individueller Fehler sorgte dafür, dass sich die Ice Dragons mit lediglich einem Punkt begnügen mussten und einen möglichen Sieg liegen ließen.

Herford war von Beginn an bemüht, dem favorisierten Gastgeber das Spiel möglichst schwer zu machen. Immer wieder störte das Team von Chefcoach Jeff Job das Aufbauspiel der schwarzen Drachen und ließ somit kaum Torgelegenheiten zu. Da das eigene Aufbauspiel hingegen funktionierte, erarbeiten sich die Ostwestfalen ein deutliches Chancenplus. Bis zur 16. Minute hielt das Erfurter Abwehrbollwerk, dann schlug Marius Garten in Überzahl zu und erzielte das 1:0 für die Gäste, das auch noch beim ersten Seitenwechsel Bestand hatte.

Im zweiten Drittel drängte zunächst der Gastgeber und kam in der 23. Minute durch Maurice Keil zum Ausgleich. Nur drei Minuten später hatte Erfurt dann die Gelegenheit, in Überzahl in Führung zu gehen. Doch Herford konterte und erzielte durch Christophe Lalonde in eigener Unterzahl das 2:1. Die Ice Dragons nahmen fortan das Zepter wieder in die Hand und schnürten den Gegner vermehrt in der eigenen Verteidigungszone ein. Kurz vor Ablauf des mittleren Spielabschnittes nutzte der HEV ein weiteres Überzahlspiel und erhöhte durch Marius Garten auf 3:1.

Auch im Schlussdrittel sollte Herford das Team sein, welches deutlich mehr Abschlüsse vor dem Tor hatte. Doch die Black Dragons Erfurt nutzten ihre Chancen deutlich besser. Fritz Denner verkürzte in der 43. Minute nach einem Zuordnungsfehler in der Herforder Defensive auf 2:3. Mit einem Doppelschlag durch Sean-Alexander Fischer (54.) und Arnoldas Bosas (55.) gelang Erfurt unter tatkräftiger Mithilfe der Gästeabwehr die Wende und alles sah so aus, dass alle drei Punkte in Thüringen bleiben sollte. Doch der HEV zeigte noch einmal Kampfgeist, setzte alles auf eine Karte und kam durch Christophe Lalonde in Überzahl 56 Sekunden vor dem Ende zum 4:4-Ausgleich, womit es in die Verlängerung gehen sollte.

In der Overtime gelang es Herford zunächst nicht, eine Überzahlsituation zu nutzen und als sich alles so langsam auf ein Penaltyschiessen einstellte, erzielte Kyle Beach schließlich kurz vor der Schlusssirene den 5:4-Siegtreffer für die TecArt Black Dragons Erfurt.

„Wir haben heute den Sieg durch zu viele individuelle Fehler verschenkt. Obwohl die Mannschaft ein gutes Spiel gezeigt hat, nehmen wir nur einen Punkt mit“, äußerte sich Chefcoach Jeff Job im Anschluss an die Begegnung.

Herford bleibt mit dem Punkteschnitt von 1,0 weiterhin auf Platz 12 der Tabelle und hat am kommenden Freitag das schwierige Auswärtsspiel bei den Tilburg Trappers zu bestreiten. Am Sonntag tritt der HEV erneut bei den Black Dragons Erfurt an.