Indians mit voller Punktausausbeute in Berlin

Indians mit voller Punktausausbeute in Berlin

Nach zwei Erfolgen bei den Eisbären Juniors Berlin kletterten die Frauen der Memminger Indians in der Tabelle auf Platz zwei. Am Samstag gab es einen knappen 3:2 (1:0/2:0/0:2) Erfolg, am Sonntag folgte ein klarer 5:0 (2:0/2:0/1:0) Sieg.

Die schlechten Nachrichten kamen unter der Woche im Tagesrhythmus. Mit Luisa Bottner, Tiana Rehder und Saskia Serbest mussten gleich drei Stammspielerinnen aus unterschiedlichen gesundheitlichen Gründen absagen.  Auch auf den ersten Einsatz von Katharina Ott müssen sich die Indians noch etwas gedulden. So standen für das Berlin Wochenende nur 12 Feldspielerinnen und Torfrau Emma Schweiger zur Verfügung. Die Indians waren gewarnt durch die knappen Ergebnisse der Eisbärinnen gegen die Mitkonkurrenten Planegg und Ingolstadt.

Es ging gleich hart umkämpft zu, beide Abwehrreihen verhinderten immer wieder Torchancen des Gegners. Die Indians erarbeiteten sich dann immer mehr Spielanteile und aus den vielen Torchancen war es fünf Minuten vor der ersten Pause Kassie Roche, die einen Konter erfolgreich abschließen konnte. Im zweiten Drittel nutzten die Allgäuerinnen ein doppeltes Powerplay zur Ergebnissverbesserung. Zunächst konnte Carolin Walz noch parieren, eine weitere gute Kombination konnte Kassandra Roach dann erfolgreich zum 0:2 verwerten.  Gerade als die Indians eine Unterzahl überstanden hatten, erhöhte dann Lenka Serdar bei einem Konter zum 0:3 (36.). Damit wurden letztmals die Seiten gewechselt.

Doch so schnell wollten sich die Eisbären nicht geschlagen geben. Mit einem Powerplay ging es ins letzte Drittel und Emma Terres erzielte nach 20 Sekunden das 3:1. Nur 29 Sekunden später stand es nur noch 3:2 als Emily Nix eine weitere Chance nutzte. Beide Treffer schlugen sehenswert unmittelbar unter der Latte ein und Emma Schweiger war machtlos. Die Indians nahmen jetzt ihre Auszeit und fingen sich sofort wieder. Das Schlussdrittel blieb ausgeglichen und verlief bis zum Ende recht eng. Die letzten 60 Sekunden versuchten es die Eisbären dann auch noch ohne Torhüterin, aber der Titelverteidiger brachte das Ergebnis erfolgreich über die Zeit.

Auch wenn es am Ende recht knapp war, war der Sieg der Allgäuerinnen durchaus verdient.

Mit fast unveränderter Aufstellung ging es am Sonntag in die Neuauflage der Partie. Bei den Eisbären begann diesmal Lilly-Ann Riesner im Tor und gab damit ihr Bundesligadebüt im Eisbärentrikot.

Die Gastgeber kassierten recht früh eine Strafe und das Powerplay nutzte Antje Sabautzki per Nachschuss zum 0:1 (5. Min). Die Indians waren das spielbestimmende Team und hatten insgesamt mehr Möglichkeiten. Zwei Minuten vor der Pause gab es erneut Grund zum Jubeln als Marie Delarbre nach einem Break zum 0:2 traf. Mit einem doppelten Überzahlspiel der Maustädterinnen begann der Mittelabschnitt, doch sie konnten diese Gelegenheit nicht nutzen. Besser verlief dann ein Powerplay Mitte der Partie: Lenka Serdar verwandelte zum 0:3 (30. Min). Fünf Minuten vor der zweiten Pause traf Mandy Dibwoski für die Indians – erneut in Überzahl – zum 0:4. Nach 67 Sekunden im letzten Drittels war diese Partie endgültig entschieden. Mandy Dibowski brauchte ihren Schläger nur noch in einen Querpass von Lenka Serdar halten und es stand 0:5. Auch wenn beide Teams sich noch Chancen erarbeiteten, fielen keine weiteren Treffer in diesem Spiel.

Das Tabellenbild in der Frauenbundesliga ist immer noch recht verzerrt. Planegg als Spitzenreiter hat bereits 12 Spiele absolviert und 31 Punkte auf der Habenseite. Die Indians sind Zweiter mit 23 Punkten, haben aber erst 9 Spiele. Punktgleich dahinter folgt Ingolstadt mit 11 Spielen.

Am kommenden Wochenende stehen den Indians dann direkte Duelle mit den beiden anderen Topteams bevor. Samstagabend reisen die Allgäuerinnen zum Dritten nach Ingolstadt, einen Tag später kommt es am heimischen Hühnerberg zum  Schlagerspiel gegen Planegg.


Stimmen zum Spiel:

ECDC Headcoach Werner Tenschert:

„Die Schwere der Aufgabe war uns bewusst. Im Kampf um die Tabellenspitze wollten wir unbedingt sechs Punkte mit nach Hause nehmen.“

Verteidigerin Lena Kartheininger:

„Die Fehler, die wir am Samstag noch gemacht haben, haben wir am Sonntag vermieden und somit die Punkte verdient eingefahren.“

Kapitänin Daria Gleißner:

„Wir haben 5 Drittel gutes und einfaches Eishockey gespielt. 8:2 Tore spricht für eine super Teamleistung, defensiv wie offensiv.“

16.11.2019 Eisbären Juniors Berlin – ECDC Memmingen Indians 2:3 (0:1/0:2/2:0)  – zum Spielbericht

17.11.2019 Eisbären Juniors Berlin – ECDC Memmingen Indians 0:5 (0:2/0:2/0:1) – zum Spielbericht

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