Indians Frauen stehen als erstes Team im Play-Off Finale um die Deutsche Meisterschaft

Indians Frauen stehen als erstes Team im Play-Off Finale um die Deutsche Meisterschaft

Nach zwei Heimsiegen im Play-off Halbfinale stehen die Frauen der Memminger Indians im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Am Samstag bezwang die Truppe von Headcoach Werner Tenschert den ERC Ingolstadt deutlich mit 5:1. Am Sonntag drehten die Indians einen 0:2 Rückstand nach 40 Minuten, machten im Schlussdrittel fünf Treffer und gewannen letztendlich 5:2. Auf den Gegner im diesjährigen Finale müssen die Memmingerinnen noch eine Woche warten, da es im zweiten Halbfinale zwischen Planegg und Berlin 1:1 hieß.

Das erste Spiel am Samstag war eine klare Angelegenheit für die Indians Frauen. Von Beginn an setzten sie die Gäste aus Ingolstadt unter Druck und nach vier Minuten klingelte es zum ersten Mal. Zunächst war es „nur“ der Pfosten, den Luisa Bottner traf, doch zwei Minuten später war Marie Delarbre im Powerplay mit dem Memminger Führungstreffer erfolgreich. Nur wenig später scheiterte Lenka Serdar erneut am Pfosten des Ingolstädter Gehäuses. So hätte es nach 10 Minuten gut und gerne schon 3:0 für die Indians stehen können. Dennoch gelang den Gastgebern kurz  vor dem ersten Pausentee der nächste Treffer. Antje Sabautzki überwand Dominique Quint zum 2:0 (19. Min). Die „Panther“ versuchten im Mittelabschnitt ihrerseits, mehr Druck auf das von Emma Schweiger gehütete Indians Tor auszuüben, aber Zählbares kam dabei nicht heraus. Dafür durften die Memmingerinnen Mitte der Partie erneut jubeln. Kassandra Roache markierte in der 31. Minute das 3:0. Als nach dem letzten Seitenwechsel Lenka Serdar auf 4:0 erhöhte (44. Min), war die Vorentscheidung gefallen. Die Defensivabteilung der Maustädterinnen lies nicht viel anbrennen und der Ingolstädter Treffer zum 4:1 (57.) war nur Ergebniskosmetik. Den Schlusspunkt zum 5:1 Endstand setzte erneut Kassandra Roache in Überzahl eine Minute vor der Schlusssirene.

Dass einen Tag später eine noch motiviertere Ingolstädter Mannschaft auf dem Eis stehen würde, war allen Memmingerinnen klar. Die Oberbayern kämpften um jeden Zentimeter Eis und machten deutlich, dass sie unbedingt ein drittes Spiel vor heimischem Publikum erzwingen wollten. Das Memminger Powerplay, ansonsten Paradedisziplin der Maustädterinnen war diesmal trotz zahlreicher Möglichkeiten nicht so erfolgreich. Zwar hatten die Allgäuerinnen klar das bessere Chancenverhältnis, scheiterten aber an Dominique Quint im Ingolstädter Kasten oder gleich vier Mal am Pfosten. Besser machten es die Panther die im Mittelabschnitt zwei Überzahlsituationen zur 0:2 Führung nutzen. Headcoach Werner Tenschert stellte dann im letzten Drittel seine Formationen um und schwor sein Team nochmals auf die letzten zwanzig Minuten ein. Kurz nach Wiederanpfiff dann ein erneutes Überzahlspiel der Maustädterinnen und diesmal war es von Erfolg gekrönt. Einen Schuss von Daria Gleißner von der blauen Linie fälschte Kassandra Roache zum 1:2 Anschlusstreffer ab (43. Min). Nur 21 Sekunden später der Memminger Ausgleich durch Sonja Weidenfelder. Jetzt spielte nur noch der Gastgeber und die Ingolstädter sahen sich einer Angriffswelle nach der anderen ausgesetzt. Das Tor des Wochenendes gelang vier Minuten später Kassandra Roache, die die Scheibe zwischen den eigenen Beinen hindurch unter die Querlatte des Gästetors zirkelte. Jetzt waren weder die Indians Frauen noch die begeisterten Zuschauer noch zu halten. Die Vorentscheidung in der Partie erzielte Daria Gleißer mit dem 4:2 (51.). Der ECDC Mannschaftskapitänin war auch der Schlusspunkt zum 5:2 drei Minuten vor dem Spielende ins verwaiste Ingolstädter Tor vergönnt.

Auf wen die Indians im Finale treffen ist vom Resultat der Begegnung Berlin gegen Planegg am kommenden Samstag abhängig. Sollte Planegg ins Finale einziehen haben die Memmingerinnen am Samstag den 7. März zuerst Heimrecht. Heißt der Finalgegner Berlin müssen die Indians an diesem Tag in der Bundeshauptstadt antreten.

Stimmen zum Spiel

Headcoach Werner Tenschert: „Es waren zwei typische Play-Off Spiele. Nach der klaren Niederlage am Samstag hatten wir es am Sonntag mit einem hochmotivierten Gegner zu tun. Aber trotz des Rückstands haben wir an uns geglaubt. Ein so beeindruckendes Drittel habe ich in meiner gesamten Trainerkarriere persönlich noch nicht erlebt.“

Sonja Weidenfelder: „Das war ein unglaubliches letztes Drittel. Wir haben so hart dafür gearbeitet und ich bin sehr stolz auf unser Team“.

Daria Gleißner: „Großen Respekt an meine Mannschaft, die sich so zurückgekämpft hat. Türöffner war der frühe 1:2 Anschlusstreffer im letzten Drittel“.

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