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Indians bleiben trotz tollem Einsatz gegen Planegg ohne Punkte

Die Memminger Eishockeyfrauen konnten dem amtierenden Meister Planegg am Wochenende kein Bein stellen. Am Samstag unterlagen sie vor heimischem Publikum mit 0:2, tags darauf gab es in Grafing trotz 2:0 Führung eine 2:8 Niederlage.

Nach wie vor von vielen Ausfällen geplagt traten die Indians am Samstag erneut nur mit zwölf Feldspielerinnen an, während der amtierende Meister Planegg in personeller Hinsicht mit vier kompletten Reihen aus dem Vollen schöpfen konnte.

Es dauerte bis zur zwölften Spielminute, bis es zum ersten und für lange Zeit letzten Mal im Memminger Kasten klingelte. Marie-Kristin Schmid brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Dabei blieb es bis zur ersten Pausensirene. Im zweiten Abschnitt konnten die Memminger Frauen das Spiel weiter offen gestalten und tauchten nun wesentlich häufiger vor dem Planegger Tor auf als noch in Durchgang eins. Doch Gäste-Torhüterin Lisa Hemmerle ließ sich nicht überwinden. Der Meister war weit davon entfernt, das Spielgeschehen zu dominieren. Auch die Torschuss-Statistik zeigte bis weit ins zweite Drittel hinein nahezu gleiche Werte auf beiden Seiten an – mit einem ganz leichten Vorteil für Planegg.

Die Memminger Defensive um Kapitänin Lena Kartheininger und Torhüterin Saskia Serbest war auch nach 40 Spielminuten bestens organisiert. Daher war es nicht weiter verwunderlich, dass nach dem zweiten, torlosen Durchgang derselbe Spielstand auf der Videowall stand wie nach dem ersten: 0:1. Auch im Schlussabschnitt wenig Veränderungen im Vergleich zu den ersten 40 Minuten. Die Spannung, was für ein Ende das alles nehmen würde, stieg – bis zur 51. Minute. Eine Fehlentscheidung in den Indians Abwehrreihen brachte Franziska Feldmeier einen Break, den sie sicher zum 0:2 verwandelte.

Und so endete diese Partie wie der Saisonauftakt gegen Ingolstadt Ende September: Die dezimierten Memmingerinnen waren bis weit ins Schlussdrittel hinein ganz nah an einer Überraschung dran – und standen am Ende doch mit leeren Händen da.

16 Stunden später standen sich beide Teams erneut gegenüber, diesmal in der Grafinger Scheune. Personell wenig Änderungen, lediglich stürmte im Lager der Indians Marina Swikull anstelle von Kathi Häckelsmiller, die Gastgeber erneut mit vier kompletten Formationen.

Wie schon am Vortag ein komplett ausgeglichenes Drittel, mit dem Unterschied dass die Allgäuerinnen eine von drei Überzahlmöglichkeiten zur 0:1 Führung nutzen konnten.  Kassandra Roache konnte erstmals an diesem Wochenende Lisa Hemmerle im Kasten der Pengiuns überwinden (15. Min). Nach dem ersten Seitenwechsel war es wiederum ein Powerplay, in dem Laura Kluge für die Gäste auf 0:2 erhöhen konnte (26.). Doch die Gastgeber konterten und glichen noch im Mitteldrittel durch Julia Zorn (33.) und Janina Fuchs (34.) zum 2:2 aus.

Im Schlussabschnitt lief dann plötzlich nichts mehr bei den Memmingerinnen. Die beiden ersten Schüsse der Oberbayern schlugen im Memminger Kasten ein und nach 44 Minuten führte Planegg mit 4:2. Von diesem Rückschlag sollten sich die bis dahin großartig kämpfenden Indians nicht mehr erholen und Planegg nutze die nachlassenden Kräfte erbarmungslos aus. Bis zur Schlusssirene schraubten sie das Ergebnis auf 8:2 in die Höhe.

Stimmen zum Wochenende:

Georg Taferner (Headcoach): „Wir haben mit einem recht kleinen Kader fünf sehr gute Drittel gespielt. Leider haben uns am Sonntag gegen einen starken Gegner im letzten Abschnitt  nachlassende Kräfte einen durchaus möglichen Punktgewinn gekostet.“

Peter Gemsjäger (Sportlicher Leiter): „Das Ergebnis am Sonntag ist viel zu hoch ausgefallen und spiegelt nicht das wahre Kräfteverhältnis wider, was auch das Schussverhältnis von 26:21 dokumentiert. Ich muss unsere Mannschaft ein Kompliment machen, die Mädels haben wirklich alles gegeben. Leider führten einige Begleitumstände am Sonntag dazu, dass wir im letzten Drittel völlig den Faden verloren haben.“

Bereits am Mittwoch steht ein erneutes Pflichtspiel für die Memmingerinnen auf dem Spielplan. Im letzten Spiel des diesjährigen EWHL Supercups empfangen die Indians Aisulu Almaty aus Kasachstan am Memminger Hühnerberg. Spielbeginn ist um 20 Uhr.