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Ice Dragons werden aus der eigenen Halle geschossen

Kräfteverschleiß – der Herforder Eishockey Verein blieb im „Christmas Game“ der Oberliga Nord gegen die Hannover Indians chancenlos und verlor deutlich mit 1:10. Ausgerechnet im vorerst letzten Heimspiel vor Zuschauern machte sich der enorme Kräfteverschleiß der vergangenen Spieltage bemerkbar und den Ice Dragons ging förmlich die Luft aus.

Bereits in den ersten Minuten zeigte sich, dass die Hannover Indians sich einiges vorgenommen hatten und hellwach agierten. Immer wieder kamen sie gefährlich vor das von Philip Lehr gehütete Herforder Tor und gingen in der 8. Minute schließlich verdient durch Joe-Richard Kiss in Führung. Herford gelang es nicht, die Angriffsversuche der Indians zu stoppen und so war das 2:0 durch Igor Bacek in der 13. Minute fast die logische Folge. Kurz vor Ende des ersten Drittels nutzte Hannover schließlich eine Überzahlsituation und erhöhte durch Parker Bowles auf 3:0.

Erst mit Beginn des zweiten Durchgangs fanden die Ostwestfalen besser ins Spiel und hatten ihre stärkste Phase. Elvijs Biezais belohnte die Mühen in der 29. Minute mit dem 1:3-Anschlusstreffer. Doch es keimte nur kurz Hoffnung bei den Gastgebern auf. Parker Bowles stellte mit seinem zweiten Treffer in der 31. Minute den alten Abstand für die Indians wieder her und als Robin Palka nur kurz darauf das 5:1 erzielte, war die Vorentscheidung gefallen. Noch vor der letzten Pause traf Branislav Pohanka zum 6:1 und langsam, aber sicher bahnte sich für den HEV ein äußerst unangenehmer Abend an.

Im letzten Drittel wechselte Chefcoach Michael Bielefeld den Torwart, um noch einmal einen Akzent zu setzen. Pascal Lorenz kam somit zu seinen nächsten Oberligaminuten. Auch gönnte Bielefeld angesichts des längst entschiedenen Duells einigen Spielern etwas längere Pausen. Die Gäste änderten hingegen nichts an ihrer Marschroute und fuhren Angriff für Angriff auf das Tor der Ice Dragons. Robin Palka erhöhte in der 41. Minute auf 7:1, Kyle Gibbons sorgte für das 8:1 (46.) und Jayden Schubert netzte zum 9:1 in der 52. Minute ein. Herford wehrte sich noch einmal gegen die drohende zweistellige Niederlage doch auch der Schlusspunkt war bezeichnend für einen Tag, an dem den Gastgebern nichts gelingen sollte. In Überzahl kassierte der HEV kurz vor Ende den zehnten Treffer durch Robin Palka, der sich somit per Hattrick aus der Herforder Eishalle verabschiedete.

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Bei uns gehen einige Leistungsträger auf der letzten Rille und es machen sich derzeit die kraftraubenden Spiele mit kleinem Kader aus der vergangenen Woche bemerkbar“, äußerte sich Michael Bielefeld im Anschluss an die Begegnung.

Herford bleibt trotz der hohen Niederlage unverändert auf Platz 8 der Tabelle, während die Hannover Indians ihren derzeitigen PlayOff-Platz festigten. Bereits am Dienstag geht es für die heimischen Kufencracks mit dem Spiel gegen die Moskitos Essen weiter. Wenn um 20.30 Uhr das erste Bully in der imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ gespielt wird, sind Zuschauer bei dem Spiel leider nicht mehr dabei. Aufgrund der neuen Corona-Verordnung, die ab 28. Dezember in Kraft tritt, dürfen nur noch Sitzplätze verwendet werden, über die die imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ jedoch immer noch nicht verfügt. Somit werden die heimischen Eishockeyfans wieder die Liveübertragung auf www.sprade.tv verfolgen und den Ice Dragons aus dem Wohnzimmer heraus die Daumen drücken.