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Ice Dragons verlieren in Rostock den Faden

Verdient verloren – der Herforder Eishockey Verein musste in der Oberliga Nord beim Tabellenzehnten Rostock Piranhas in eine 2:6 (1:0/0:4/1:2)-Niederlage einwilligen und knüpfte nicht an die sehr gute Leistung vom vergangenen Freitag gegen die Herne Miners an. Zwar zeigten die Ice Dragons zunächst ein Auftaktdrittel nach Wunsch, verloren die Partie jedoch durch ein 0:4 im zweiten Spielabschnitt, wodurch die Gastgeber am Ende einen sicheren Sieg einfuhren.

Trotz der langen Anreise wirkte Herford in den ersten Minuten hellwach und erspielte sich ein Chancenübergewicht. So war das 1:0 durch Ralf Rinke, der in der 7. Minute mustergültig von Rustams Begovs bedient wurde, verdient. Erst in der Folge gelang es den Piranhas das Spiel offener zu gestalten, womit sich Torgelegenheiten auf beiden Seiten ergaben. Letztlich blieb es jedoch bei der knappen Gästeführung bis zum ersten Seitenwechsel.

Im zweiten Drittel agierte Rostock dann wie ausgewechselt und übernahm sofort das Kommando. Herford hingegen verlor mit zunehmender Spielzeit die vorgegebene Linie und geriet immer mehr unter Druck. Bereits nach 60 Spielsekunden sorgte Tom Pauker für den Ausgleich, was den Gastgebern deutlichen Rückenwind verlieh. Constantin Koopmann brachte Rostock in der 30 Spielminute mit 2:1 in Führung, die Florian Kraus in der 36. Minute mit einem verdeckten Schuss weiter ausbaute. Doch es kam für die Herforder noch schlimmer als Mark Ledlin 30 Sekunden vor dem letzten Kabinengang noch das 4:1 erzielte.

Im Schlussabschnitt versuchte der HEV sich noch einmal heranzuarbeiten, ließ allerdings zu viele gute Chancen liegen, während Rostock mit der deutlichen Führung im Rücken, sicher agierte und immer wieder Nadelstiche in Form von gefährlichen Vorstößen setzte. August von Ungern Sternberg Kuzara sorgte mit dem 5:1 in der 51. Minute für die endgültige Entscheidung und ließ zwei Minuten vor der Schlusssirene noch einen weiteren Treffer in Unterzahl folgen. 20 Sekunden vor dem Ende setzte Quirin Stocker in einer Powerplay-Situation den Schlusspunkt zum 2:6.

„Wir haben heute die Vorgaben ab dem 2. Drittel nicht mehr umgesetzt und dann auch absolut verdient gegen Rostock verloren“, äußerte sich ein enttäuschter Chefcoach Michael Bielefeld im Anschluss an die Partie. Zwar bleibt Herford mit 40 Punkten in der Tabelle auf Platz 9 noch unmittelbar vor den Rostock Piranhas, diese verkürzten den Abstand jedoch auf nunmehr fünf Zähler und inzwischen wird das Rennen um die PrePlayOff-Plätze 7 bis 10, verbunden mit dem sicheren Klassenerhalt, enger. Auf Platz 11 lauern die Moskitos aus Essen auf Ausrutscher der Konkurrenz und sind mit 31 Punkten bereits bedrohlich nah an die Top 10 herangerückt.

Am Dienstag folgt für den Herforder Eishockey Verein ab 19.00 Uhr die Nachholbegegnung beim Tabellenführer Saale Bulls Halle, den man am Freitag um 20.30 Uhr in der heimischen imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ im „Back-to-Back“ begrüßt. Nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung und einer sehr disziplinierten taktischen Ausrichtung, wird man diese schwierige Aufgabe bestehen.