Ice Dragons verlieren 5:10 im Drama gegen die Trappers

Ice Dragons verlieren 5:10 im Drama gegen die Trappers

Der Herforder Eishockeygeschichte wurde gestern eine denkwürdige Begegnung hinzugefügt. Im Spiel zwischen dem Herforder Eishockey Verein gegen die Tilburg Trappers erlebten beide Teams ein Wechselbad der Gefühle und zeigten ein Duell, das in dieser Form wohl niemand vorhergesehen hatte. Dabei führten die Ice Dragons bereits mit 5:1 zu Beginn des zweiten Drittels, mussten sich am Ende jedoch noch mit 5:10 gegen den Serienmeister aus den Niederlanden geschlagen geben und brachen im Schlussabschnitt regelrecht ein.

Trotz des Fehlens von Philipp Brinkmann und Jörn Weikamp, stand Chefcoach Jeff Job ein voller Kader zur Verfügung. Erstmals in dieser Saison lief Förderlizenzspieler Alexander Bojarin für die Ostwestfalen auf, wodurch Herford mit vier Angriffsreihen agierte. Die Mannschaft um Kapitän Björn Bombis begann mit sehr viel Schwung und wusste sofort die eigenen Chancen zu nutzen. Guillaume Naud eröffnete in der 3. Minute mit einem Distanzschuss den Torreigen. Nur 60 Sekunden später erhöhte Ralf Rinke nach feiner Vorarbeit durch Björn Bombis auf 2:0. Doch auch Tilburg fand in der Anfangsphase das Tor und verkürzte durch Kevin Bruijsten auf 1:2. Tilburg erhöhte in der Folge zwar den Druck auf das Tor von Kieren Vogel, den nächsten Treffer erzielten jedoch wieder die Ice Dragons. Björn Bombis nutzte in Überzahl einen Abwehrfehler der Trappers und netzte in der 13. Minute zum 3:1 ein. Christophe Lalonde gelang nach einem Alleingang in der 16. Minute das 4:1 für die Gastgeber, womit auch erstmals die Seiten gewechselt wurden. Unmittelbar nach dem vierten Treffer der Herforder nahm Coach Bo Subr jedoch noch eine Auszeit und wechselte mit Ian Meierdres den Torhüter.

Herford war sofort wieder hellwach und nach nur 40 Sekunden Spielzeit erzielte Björn Bombis mit dem 5:1 seinen zweiten Treffer. Das erste Kapitel des Dramas zwischen dem HEV und den Trappers war somit geschrieben und alles deutete darauf hin, dass die Ice Dragons einen ganz starken Tag erwischt hatten. Dass man ein Topteam wie die Tilburg Trappers niemals abschreiben sollte, bewies dann das zweite Kapitel. Trotz des hohen Rückstandes resignierte der Favorit nicht, sondern versuchte sich mehr und mehr in die Begegnung hineinzuarbeiten. Mickey Bastings verkürzte in der 22. Minute auf 2:5 und läutete somit die Aufholjagd ein. Zwar ruhten sich die Gastgebernicht auf der Führung aus und hatten bei einem Pfostentreffer und einem vergebenen Penalty durch Christophe Lalonde durchaus Gelegenheiten, sich weiter abzusetzen, doch mit zunehmender Spielzeit wurden

die Angriffe der Niederländer gefährlicher und so endete das zweite Kapitel des Dramas mit dem 3:5 durch Alexei Loginov in der 38. Minute.

Eishockeydrama Teil 3 folgte dann im Schlussabschnitt. Mit den ersten Sekunden war deutlich zu spüren, dass die Trappers nun alles versuchten, um sich wieder heran zu kämpfen. Delany Hessels stellte mit dem 4:5 in der 43. Minute den Anschluss her und als Ties van Soest nur 16 Sekunden später zum 5:5 egalisierte, kam der Gast so richtig ins Rollen. In der 47. Minute sorgte Jordy van Oorschot erstmals für die Führung und mit einem Doppelschlag innerhalb von nur 10 Sekunden sorgten Raymond van der Schuit und Diego Hofland in der 52. Minute für die Vorentscheidung. Mit einem weiteren Doppelschlag innerhalb von 10 Sekunden stellten Max Hermens und Danny Stempher in der 58. Minute dafür, dass das Endergebnis sogar noch zweistellig werden sollte.

„Tilburg hat heute bewiesen, warum sie das Topteam der vergangenen Jahre waren. Leider ist es uns nicht gelungen, das sehr starke Niveau der ersten 40 Minuten mit ins letzte Drittel zu nehmen und dann geht ein Spiel leider am Ende noch sehr hoch aus“, äußerte sich Chefcoach Jeff Job im Anschluss an die Begegnung. Nach der Niederlage ist Herford in der Tabelle mit einem Punkteschnitt von 0,97 auf Platz 12 abgerutscht, wobei sich der Kampf um den PrePlayOff-Platz 10 zwischen den Rostock Piranhas, dem Krefelder EV und den Herforder Ice Dragons derzeit zuspitzt. Auch gegen Tabellenführer Hannover Scorpions wird der HEV in der Sonntagsbegegnung wieder versuchen, etwas Zählbares gegen ein Topteam zu ergattern.