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Ice Dragons ringen Rostock nieder

Ein hart erarbeiteter Sieg – der Herforder Eishockey Verein gewann sein Heimspiel in der Oberliga Nord gegen die Rostock Piranhas mit 6:2 (1:0/3:2/2:0) und hatte dabei Schwerstarbeit zu verrichten. In einem weitestgehend sehr offenen Spiel sorgten eine effiziente Chancenverwertung und ein überragender Philip Lehr im Tor der Ostwestfalen letztlich dafür, dass drei wichtige Zähler in der heimischen imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ blieben.

Während Elvijs Biezais ins Team der Herforder zurückkehrte, musste Chefcoach Michael Bielefeld auf Quirin Stocker, Justin Unger, Jan-Niklas Linnenbrügger sowie Marcnel Bathe verzichten. Das erste Drittel wurde besonders in der Anfangsphase von den Gästen bestimmt. Immer wieder tauchten die Piranhas gefährlich vor dem HEV-Tor auf, scheiterten jedoch mehrfach am Goalie der Ice Dragons. Die Gastgeber agierten hingegen zu ungenau im Spielaufbau und kamen nur gelegentlich zu Torchancen. Hektisch wurde es dann in der Schlussphase des ersten Drittels. Bei eigener Überzahl kassierte Herford einen Konter und August von Ungern Sternberg Kuzara ließ sich nur auf Kosten eines Penaltys bremsen. Diesen parierte Philip Lehr und sorgte dafür, dass es zunächst beim 0:0 blieb. Nur wenige Sekunden später hagelte es Strafzeiten auf beiden Seiten, nachdem mehrere Spieler aneinandergeraten waren. Rostock bekam dabei mehr Strafen aufgebrummt, womit sich für die Hausherren plötzlich ein „5 gegen 3“-Powerplay ergab. Herford ließ sich nicht zweimal bitten und nutzte das Überzahlspiel in Person von Marius Garten zur 1:0-Führung, mit der auch ein erstes Mal die Seiten gewechselt wurden.

Im zweiten Spielabschnitt steigerten sich die Ice Dragons und erhöhten sofort den Druck. Jörn Weikamp baute mit seinem ersten Saisontreffer in der 22. Minute die Führung zunächst aus. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nachdem Kilian Steinmann in der 30. Minute nach einem Schnitzer in der Herforder Defensive auf 1:2 verkürzte, stellte Rustams Begovs rund 60 Sekunden später den alten Abstand wieder her. In der 38. Minute nutzte Marius Garten ein weiteres Mal eine Überzahlsituation und erhöhte auf 4:1, doch nur wenige Augenblicke später verkürzte Mark Ledlin noch vor der letzten Pausensirene auf 2:4.

Rostock warf im Schlussdrittel nun noch einmal alles nach vorne, scheiterte jedoch immer wieder an Philip Lehr, der sein Können nun immer häufiger unter Beweis stellte. In der 53. Minute sorgte Elvijs Biezais dann mit dem 5:2 für die Vorentscheidung, als er sich die Scheibe unmittelbar vor dem Rostocker Tor erarbeitete und einnetzte. In den Schlussminuten nahmen die Piranhas ihren Tormann zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Kurz vor Ablauf der Spielzeit, konterte Ralf Rinke dann die Rostocker Defensive aus und musste nur noch in das verwaiste Tor abschließen.

„Es war heute ein hartes Stück Arbeit. Unser Überzahlspiel und ein starker Philip Lehr machten heute den Unterschied aus“, fasste Chefcoach Michael Bielefeld das Spielgeschehen zusammen. Kapitän Björn Bombis, der kurz vor dem Ende einen harten Schuss ins Gesicht bekam, musste genäht werden. Vorsorglich wird es noch Nachuntersuchungen geben, um schwerere Verletzungen möglichst auszuschließen.

Mit dem Sieg über Rostock hat Herford Platz 8 in der Tabelle weiter gefestigt und die Piranhas vorerst ein wenig abgeschüttelt. Am Freitag bietet sich die Gelegenheit, auf die Crocodiles Hamburg, die sich unmittelbar vor den Ice Dragons befinden, Boden gut zu machen. Ab 20.30 Uhr treffen beide Teams in der imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ aufeinander. Tickets stehen im Vorverkauf online unter www.scantickets.de , im Marktkauf Herford (Information Fachmarkt) sowie in den Geschäftsstellen der Neuen Westfälischen zur Verfügung.