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Ice Dragons in Siegerlaune

Dritter Streich in Serie – der Herforder Eishockey Verein bleibt im dritten Spiel hintereinander siegreich. Gegen den ESC Wohnbau Moskitos Essen gab es in der Oberliga Nord einen verdienten 6:2 (1:0/2:1/3:1)-Erfolg, wobei jedoch ein „Phantomtor“ zum 2:1 eine der Schlüsselszenen der Partie sein sollte.

Die Ice Dragons traten erstmals seit längerer Zeit wieder mit einem breit aufgestellten Kader an. Lediglich Torhüter Philip Lehr (befindet sich im Aufbautraining nach Verletzung) und Jan-Niklas Linnenbrügger (Erkältung) fehlten Chefcoach Michael Bielefeld vor über 600 Zuschauern.

Die ersten Minuten gehörten zwar den Gästen aus Essen, die früh signalisierten, dass sie sich für die 2:8-Niederlage vor einer Woche revanchieren wollten, doch Herford nutzte bereits die erste Torgelegenheit in der 4. Minute durch Elvijs Biezais zur 1:0-Führung. In der Folge entwickelte sich zunächst ein offenes Duell mit Chancen auf beiden Seiten, die allerdings vor der ersten Pause nicht mehr zum Torerfolg führten.

Im zweiten Spielabschnitt drängte Essen dann auf den Ausgleich und kam in der 25. Minute durch Enrico Saccomani zum verdienten 1:1. Nachdem rund die Hälfte der Spielzeit abgelaufen war, kam es zur ersten Schlüsselszene der Partie. Herford erhöhte den Druck und belauerte das Tor von Marvin Frenzel auf Essener Seite. Als der Moskitos-Goalie bei einem Richtungswechsel den Torpfosten berührte, hob er für den Bruchteil einer Sekunde mit der Kufe das Tor an, als genau in diesem Augenblick der Puck knapp hinter dem Pfosten unter der Befestigung durchrutschte. Das Schiedsrichterduo inklusive der beiden Linespersons hatte die Aktion im normalen Spielverlauf nicht gesehen und schrieben Marius Garten diesen kuriosen Treffer zu. Lediglich in der Hintertorkamera der Liveübertragung war zu erkennen, dass das 2:1 irregulär war. Während Essen mit dem Schicksal haderte, nutzte Herford die Situation gnadenlos aus. Keine 30 Sekunden später rollte der nächste Angriff und Björn Bombis fälschte einen Schuss von Dennis Schütt unhaltbar zum 3:1 ab. Die Ice Dragons diktierten nun immer mehr das Geschehen auf dem Eis, blieben bis zum letzten Wechsel jedoch ohne weiteren Torerfolg.

Im Schlussabschnitt versuchten die Moskitos noch einmal den Anschluss herzustellen, scheiterten aber immer wieder am starken Herforder Schlussmann Kieren Vogel. In der 48. Minute folgte dann die zweite Schlüsselszene der Begegnung, bei der nun allerdings alles mit rechten Dingen zuging. Bei der ersten Überzahlsituation für Essen, fanden diese nicht in die Powerplayformation. Die Ice Dragons konterten und erzielten in eigener Unterzahl das 4:1 durch Marius Garten. Der Treffer zeigte deutliche Wirkung. Während bei den Gästen die Kräfte, aber auch der Siegeswille schwanden, drehte Herford noch einmal auf. Nils Bohle verwertete in der 55. Minute eine mustergültige Vorarbeit durch Jörn Weikamp und kurz vor dem Ende erzielte auch Ralf Rinke seinen Treffer zum 6:1. Das 2:6 durch Aaron Mc Leod in doppelter Überzahl der Essener war in den Schlusssekunden lediglich noch Ergebniskosmetik.

„Wir haben jetzt gegen Teams, die wir am Ende unbedingt hinter uns lassen wollen, gewonnen. Über so eine lange Saison gibt es mehrere Entwicklungsstufen in einem Team und wir haben uns dorthin gearbeitet, wo wir aktuell stehen. Am Ende der Hauptrunde wollen wir das unangenehme Team sein, das man sich in den PrePlayOffs oder mehr nicht als Gegner wünscht. Nun konzentrieren wir uns auf die nächste Aufgabe und wollen am Sonntag gegen Hamm das Eis als Sieger verlassen“, gab Kapitän Björn Bombis einen Einblick nach der Begegnung.

Auch Coach Michael Bielefeld beschäftigte sich bereits mit dem nächsten Gegner: „Gegen Hamm ist es wieder ein 6-Punkte-Spiel und für die Fans etwas ganz Besonderes. Auch die Spieler wissen um die Aufgabe am Sonntag. Ich selbst freue mich auf das Westfalenderby, kenne das aus der Vergangenheit und hoffe, dass die Fans uns wieder so lautstark unterstützen wie heute.“

Mit dem Sieg stabilisierte Herford seinen 9. Tabellenplatz, hat auf die PlayDown-Plätze nun ein kleines Punktepolster aufgebaut und wieder Kontakt zu den beiden Vorplätzen.