Ice Dragons brechen im letzten Drittel ein

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Zähne ausgebissen – der Herforder Eishockey Verein musste im Duell gegen den westfälischen Kontrahenten Herner EV eine empfindliche 1:6 (0:1/1:1/0:4)-Niederlage hinnehmen und scheiterte immer wieder an der glänzend postierten Gäste-Defensive inklusive Goalie Björn Linda. 40 Minuten lang rannten die Ice Dragons an, investierten viel, brachen dann aber im Schlussabschnitt ein und verloren schließlich noch deutlich.

Während Herford mit vollem Kader auflief, musste Herne auf mehrere Leistungsträger verzichten und war gezwungen das Hauptaugenmerk auf die Verteidigung zu legen. Die Anfangsminuten verliefen zunächst ausgeglichen, ohne dass sich eine Mannschaft zwingende Torchancen erarbeitete. Zwar gelang es den Ostwestfalen im weiteren Verlauf sich Stück für Stück im Drittel der Herner festzusetzen, doch immer wieder vereitelte die gut gestaffelte Defensivabteilung oder der starke Herner Rückhalt Björn Linda eine Führung für die Gastgeber. Anders hingegen die Gäste, die eine der wenigen Torgelegenheiten zur 1:0-Führung durch Nils Liesegang in der 19. Minute nutzten, womit erstmals die Seiten gewechselt wurden.

Herford erhöhte im Mittelabschnitt den Druck und suchte immer wieder den Abschluss vor dem Tor. Christophe Lalonde gelang schließlich der verdiente Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 27. Minute, doch bevor der Herforder Jubel wieder richtig abgeklungen war, brachte Marcus Marsall nur 20 Sekunden später die Gäste bereits wieder in Front. Herford fuhr ab sofort die Angriffe beinahe im Minutentakt, doch immer wieder fand man in Björn Linda seinen Meister. So blieb es bei der knappen Herner Führung vor dem letzten Spielabschnitt.

Auch im Schlussdrittel änderte sich das Bild zunächst nicht, während Herford viel für die Offensive investierte, verteidigte Herne mit Kampf und Disziplin. Als Denis Fominych in der 47. Minute das 3:1 für die Gäste erzielte, war eine Vorentscheidung gefallen. Herne lauerte immer wieder auf Kontersituationen, die sich nun immer häufiger boten. Patrick Asselin erhöhte in der 52. Minute auf 4:1, Denis Fominych (56.) und Noah Bruns (57.) sorgten schließlich mit einem Doppelschlag für den 6:1-Endstand.

„Meine Mannschaft hat heute mit einem kleinen Kader ein großes Kämpferherz gezeigt“, äußerte sich Gästecoach Danny Albrecht im Anschluss an die Begegnung über sein Team. Herfords Chefcoach Jeff Job blickte bereits auf die Aufgabe am kommenden Sonntag: „Wir müssen unsere Chancen einfach besser verwerten. Wir investieren sehr viel für den 1:1-Ausgleich und geben das Erarbeitete nur wenige Sekunden später wieder her. Das müssen wir in Erfurt besser machen, denn auch da treffen wir wieder auf eine sehr starke Mannschaft“.

Zum Duell bei den BlackDragons Erfurt kommt es am Sonntag um 17.00 Uhr. Die Herforder Ice Dragons werden dann eine bessere Chancenverwertung benötigen, wenn der eigene Punktequotient gesteigert werden soll. Mit 1,0 Punkten / Spiel bleibt das Team um Kapitän Björn Bombis weiterhin auf Platz 12 und muss aufpassen, den Anschluss an Platz 10 nicht vorzeitig zu verlieren.