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Ice Dragons am Ende ihrer Kräfte

3:13-Niederlage in Hamburg

Totale Erschöpfung – der Herforder Eishockey Verein musste in der Oberliga Nord in eine hohe 3:13-Niederlage bei den Crocodiles Hamburg einwilligen. Dabei merkte man den Ice Dragons deutlich an, wie viel Kraft und Substanz die vergangenen Wochen gekostet haben. Noch 24 Stunden vorher, hatte Herford den Hamburgern einen Zähler beim 3:4 nach Verlängerung abgenommen, doch im Rückspiel war der erneut sehr kleine Spielerkader mit den Kräften einfach am Ende.

Mit der Rückkehr von Ralf Rinke, der im Duell am Vortag noch fehlte, standen dem Trainerteam der Herforder 13 Feldspieler zur Verfügung. Im Vergleich zur Dienstagsbegegnung fehlte mit dem verletzten Rustams Begovs, der länger auszufallen droht, jedoch ein wichtiger Akteur bei den Ice Dragons.

Von den ersten Sekunden an wirkten die Crocodiles Hamburg sehr entschlossen und nutzten sofort die erste Torgelegenheit in Person von Dominik Lascheit zum 1:0. Die Gastgeber setzten weiter nach und kamen bereits in der 6. Minute durch Sam Verelst zum 2:0. Doch auch Herford versuchte nun Akzente vor dem Hamburger Tor zu setzen und als Jan-Niklas Linnenbrügger in der 13. Minute auf 1:2 verkürzte, keimte wieder Hoffnung bei den Ice Dragons auf. Doch nur 120 Sekunden später stellte der Schwede Victor Östling den alten Abstand wieder her. Als Norman Martens unmittelbar vor der ersten Pausensirene auf 4:1 erhöhte war die Vorentscheidung gefallen.

Im zweiten Spielabschnitt hielten die Ostwestfalen zunächst gut mit und versuchten die Partie offen zu gestalten. Doch nachdem Sam Verelst in der 35. Minute das 5:1 erzielte, brach der HEV förmlich in sich zusammen. Innerhalb von drei Spielminuten schraubten zwei Mal Adam Domogalle, Sam Verelst, Dominik Lascheit und Tobias Bruns das Ergebnis vor der letzten Pause auf 10:1.

Obwohl das Herforder Team stehend KO war, bemühte es sich, das letzte Drittel noch einigermaßen offen zu gestalten. Thomas Gauch (41.) und Adam Domogalla (47.) schraubten das Ergebnis zwischenzeitlich auf 12:1 für die Hausherren. Justin Unger schwächte nochmals in der 50. Minute auf 2:12 ab, bevor Carl Zimmermann für die Crocodiles das 13. Tor in der 52. Minute folgen ließ. Schließlich setzte Max Pietschmann den Schlusspunkt zum 3:13 mit dem einzigen Überzahltreffer des Abends (54.).

„Wir spielen seit Wochen mit kleinem Kader, die Spieler sind mit ihren Kräften wirklich am Ende. Trotzdem werden wir irgendwie weitermachen“, äußerte sich Chefcoach Michael Bielefeld im Anschluss an die Begegnung.

Durch die Niederlage in Hamburg ist der Herforder Eishockey Verein auf Platz 11 der Tabelle abgerutscht und weist nun einen etwas schwächeren Punktequotienten als die Moskitos Essen auf. Nach letztem Stand der Dinge wird es am Wochenende keine Heimspiele auf Seiten der Ice Dragons geben, da sowohl der Freitagsgegner Rostock, als auch der Sonntagsgegner Herne aufgrund anhaltender Coronaquarantäne ihre Begegnungen absagen mussten. Inwiefern von Seiten des DEB andere Gegner angesetzt werden oder ob Herford alternativ Auswärtsspiele zu bestreiten hat, bleibt aktuell noch offen. Eine Pause wäre für das völlig erschöpfte Team mit Sicherheit willkommen, zumal in der kommenden Woche erneut vier Spiele auf dem Terminkalender stehen.