Herforder Ice Dragons ringen Salle Bulls Halle mit 2:1 nieder

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„Jeder für jeden und Kieren überragend“ – die Worte von HEV-Stürmer Sebastian Christmann fassten nach dem Duell das Spielgeschehen zwischen dem Herforder Eishockey Verein und den Saale Bulls Halle treffend zusammen. 60 äußerst spannende Oberliga-Minuten lagen hinter den Beteiligten, in denen die Ice Dragons um jeden Zentimeter Eis kämpften und Dank einer Glanzvorstellung von Torhüter Kieren Vogel einen 2:1 (2:0/0:0/0:1)-Erfolg über den Tabellen-6. einfuhren.

Während Halle zunächst noch die lange Busanreise in den Knochen zu sitzen schien, präsentierte sich Herford sofort hellwach. Bereits in der 3. Minute, bediente Gleb Berezovskij seinen Sturmpartner Jörn Weikamp mustergültig, der freistehend zur frühen Herforder Führung einnetzte. Keine 30 Sekunden später folgte fast eine Kopie des 1:0. Björn Bombis passte aus linker Position auf Tim-Lucca Krüger, der aus nahezu gleicher Position wie zuvor Jörn Weikamp auf 2:0 erhöhte. Erst jetzt wachten die Gäste auf und gestalteten das Spiel offen, scheiterten aber immer wieder an der guten Defensive des HEV oder fanden in Goalie Kieren Vogel ihren Meister. Auch zwei Unterzahlsituationen wussten die Herforder zu entschärfen, womit das 2:0 zur ersten Drittelsirene weiterhin Bestand haben sollte.

Im zweiten Spielabschnitt boten sich beide Teams von der ersten Minute an einen offenen Schlagabtausch. Aufgrund eines körperbetonten, aber immer fairen Spieles, ließen die Abwehrreihen zwar nur gelegentlich Torchancen zu, dennoch sorgte die temporeiche Begegnung für viel Kurzweil bei den Zuschauern an den heimischen Bildschirmen. Sowohl Kieren Vogel, wie auch sein Gegenüber Jakub Urbisch rückten mit ihren Paraden immer mehr in den Mittelpunkt und verhinderten weitere Treffer im Mitteldrittel.

Im Schlussabschnitt versuchten die Saale Bulls noch einmal alles in die Waagschale zu werfen. Die Gäste rissen zunehmend die Partie an sich und kamen verstärkt zu Abschlüssen, während Herford sich in jeden Schuss warf und durch Konter gefährlich blieb. Als Sergej Stas in der 47. Minute den 1:2-Anschlusstreffer für die Hallenser erzielte, stieg die Spannung in den verbleibenden Minuten. Die Saale Bulls versuchten abermals die Frequenz zu erhöhen, während Herford weiterhin aufopferungsvoll verteidigte und Kieren Vogel weiterhin hielt, was zu halten war. Als Halle in den letzten zwei Minuten Torhüter Urbisch zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, setzten die Gäste alles auf eine Karte. Doch Herford kämpfte sich auch durch die letzten Sekunden, gewann die Partie schließlich mit 2:1 und holte somit drei wertvolle Punkte im Kampf um die PrePlayOff-Plätze.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wenn wir das am Sonntag nochmal schaffen, dürfte Hamm es sehr schwer gegen uns haben. Kieren Vogel war heute überragend“, äußerte sich Chefcoach Jeff Job nach der Begegnung.

Mit 20 Punkten stehen die Herforder Ice Dragons weiterhin auf Tabellenplatz 10 und sind mitten im Kampf um die PrePlayOff-Plätze, während die Saale Bulls Halle die Chance auf eine Verbesserung in der Tabelle ungenutzt ließen und weiterhin Platz 6 einnehmen.

Nun gilt es für den Herforder Eishockey Verein den Schwung in den Sonntag mitzunehmen, wenn das prestigeträchtige Derby gegen die Hammer Eisbären um 18.00 Uhr in heimischer Halle auf dem Programm steht. Hierfür steht Chefcoach Jeff Job auch Nils Bohle wieder zur Verfügung, der gegen die Saale Bulls Halle erstmals nach auskurierter Verletzung wieder mit auf der Bank saß, jedoch noch ohne Eiszeit blieb. Das Derby gegen den Westfalenkonkurrenten und Mitaufsteiger Hamm wird live auf www.sprade.tv übertragen, der Livestream beginnt ab 17.30 Uhr.