Herford unterliegt Tilburg mit 3:6

Herford unterliegt Tilburg mit 3:6

Dem Serienmeister Paroli geboten – der Herforder Eishockey Verein hat das Gastspiel bei den Tilburg Trappers mit 3:6 (0:4/1:1/2:1) verloren, bot nach einem deutlichen Rückstand im ersten Drittel jedoch 40 Minuten lang eine gute Leistung und schlug sich achtbar.

So ganz scheint den Ice Dragons, die ohne Philipp Brinkmann, Marius Garten (beide verletzt) und Justin Unger (beruflich verhindert), dafür aber erstmals mit Eigengewächs Marcnel Bathe antraten, die Anfahrt ins niederländische Tilburg nicht zu bekommen. Wie schon beim letzten Duell im Nachbarland mussten die Ostwestfalen einem frühen und deutlichen Rückstand hinterherlaufen. Die Trappers waren von Beginn an hellwach und dominierten die Anfangsphase. Jordy Verkiel nutzte in der 3. Minute eine Kontersituation und brachte die Gastgeber in Führung. Bereits in der 6. Minute erhöhte Kevin Bruijsten auf 2:0, womit die Gastgeber schon früh zeigten, dass keine Gastgeschenke verteilt werden sollten. Herford gelang es, das Spiel in der Folge etwas zu beruhigen, doch in der 16. Minute überwand Max Hermens HEV-Goalie Kieren Vogel in Überzahl ein drittes Mal. Noch vor der ersten Pause erzielte Ninho Hessels das 4:0 und sorgte bereits früh für die Vorentscheidung. Zu allem Überfluss bekam Gleb Berezovski einen Schlagschuss von Lukas Gärtner unglücklich ins Gesicht, musste vor Ort genäht werden und schied somit verletzt aus der Begegnung aus.

Auch im zweiten Drittel dominierten zunächst die Tilburg Trappers und kamen in der 25. Minute zum 5:0 durch Diego Hofland und der HEV drohte unterzugehen. Doch die Mannschaft um Kapitän Björn Bombis arbeitete sich mit zunehmender Spielzeit in die Partie hinein. Fortan verteidigte man besser und suchte vermehrt die Abschlüsse in der Offensive. In einer unübersichtlichen Situation chippte Christophe Lalonde den Puck in der 33. Minute vor das Tor der Gastgeber und irgendwie fand das Spielgerät den Weg über die Torlinie, wobei Ralf Rinke letztlich als Torschütze angegeben wurde. Mit dem 5:1-Zwischenstand wurden die Seiten schließlich ein letztes Mal gewechselt.

Im Schlussabschnitt agierten die Herforder Ice Dragons weiterhin mutig und bemühten sich um eine weitere Ergebniskorrektur. In der 48. Minute verkürzte Matyas Kovacs auf 2:5 und der HEV drängte weiter. Tilburg musste in dieser Phase noch einmal sehr konzentriert zur Sache gehen, um die Ostwestfalen nicht noch näher herankommen zu lassen. Diego Hofland stellte in der 56. Minute den alten Abstand wieder her, den Herford jedoch nur 13 Sekunden später mit dem 3:6 durch Ralf Rinke

konterte. Letztlich verkaufte sich die Mannschaft von Chefcoach Jeff Job teuer, unterlag jedoch aufgrund des ersten Drittels verdient.

„Gegen Tilburg und auch die Hannover Scorpions sind für uns nur sehr schwer Punkte möglich. Doch es kommen auch noch andere Teams, gegen die wir etwas ausrichten können. Mit den letzten 40 Minuten bin ich sehr zufrieden“, äußerte sich Herfords Coach Jeff Job im Anschluss an die Begegnung.

Für den Herforder Eishockey Verein geht es am Sonntag erneut nach Erfurt, wo man vor einer Woche unglücklich mit 5:4 nach Verlängerung unterlag.