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Herford bricht im Schlussdrittel ein

Deutliche Niederlage – der Herforder Eishockey Verein verlor das Heimspiel gegen die Saale Bulls Halle nach zwei ordentlichen Dritteln noch mit 2:8 (0:1/2:2/0:5) und ist somit im dritten Spiel nacheinander ohne Punktgewinn geblieben. Bereits die Vorzeichen standen für die Ice Dragons nicht gut. Neben Dennis Schütt fehlten mit Christoph Koziol, Jörn Weikamp, Daniel Bartuli und Kieren Vogel vier weitere Spieler, zudem plagten sich mehrere Akteure des HEV unter der Woche mit Erkältungen. Zu allem Überfluss verletzte sich Goalie Philip Lehr beim Spielstand von 1:1 am Knöchel, versuchte zunächst weiterzuspielen, musste sich dann jedoch mit Schmerzen auswechseln lassen, womit Pascal Lorenz seine Oberligapremiere gab.

Im ersten Spielabschnitt fanden beide Teams zunächst nur schwer ins Spiel. Ungenauigkeiten im Spielaufbau sorgten dafür, dass Torchancen Mangelware blieben. Eine der wenigen Gelegenheiten nutzte Michael Fomin in der 12. Minute zur Hallenser Führung, womit es auch ein erstes Mal in die Kabinen ging.

Herford begann das Mitteldrittel mit viel Druck und erzielte in der 22. Minute durch Björn Bombis den verdienten Ausgleichstreffer. Die Ice Dragons blieben weiterhin gefährlich und forderten nun die Saale Bulls. Doch die Gäste aus Halle befreiten sich wieder und fanden in den Spielrhythmus zurück. Mehrfach zeichnete sich Philip Lehr im Tor der Ice Dragons aus, verletzte sich jedoch bei einer Abwehraktion in der 29. Minute. Nach einer Behandlungszeit biss der Herforder Goalie noch einmal auf die Zähne doch bereits wenige Augenblicke später wurde deutlich, dass sich Lehr nur unter Schmerzen bewegte. Die Saale Bulls nutzten die Gelegenheit und zogen innerhalb von 60 Sekunden durch Treffer von Finn Walkowiak (30.) und Joonas Niemelä (31.) auf 3:1 davon. Philip Lehr musste nun erkennen, dass es für ihn an diesem Abend nicht mehr weitergehen würde und machte das Tor für Pascal Lorenz frei. Der 19jährige Nachwuchsmann stand auch sofort im Blickpunkt des Geschehens, hielt sein Team jedoch weiterhin im Spiel. Eine Minute vor der Pausensirene gelang Elvijs Biezais der 2:3-Anschlusstreffer, wodurch noch einmal Hoffnung bei den Ice Dragons aufkeimte.

Im Schlussabschnitt zeigte sich jedoch einerseits die Klasse der Saale Bulls Halle, andererseits ließen die Kräfte bei den angeschlagenen Gastgebern mit zunehmender Spielzeit nach. Patrick Schmid sorgte unmittelbar nach Beginn des dritten Durchgangs mit seinem Treffer für das 4:2 und als die Schlussphase der Begegnung anbrach, hatten die Hallenser leichtes Spiel. Nochmals Patrick Schmid (49.), Michael Fomin mit seinem zweiten Treffer (51.), Dennis Gulda (54.) in Überzahl und schließlich Joonas Niemelä sorgten für einen hohen 8:2-Auswärtserfolg, mit dem sich Halle an die Tabellenspitze der Oberliga Nord setzte.

„Für uns geht es jetzt darum, dass sich die angeschlagenen Spieler bis Sonntag erholen und dann müssen wir den Fokus auf die nächste Begegnung in Hamburg richten und irgendwie drei Reihen aufbieten“, blickte Chefcoach Michael Bielefeld bereits auf das schwierige Auswärtsspiel bei den Crocodiles am Sonntag um 16.00 Uhr.

Mit der Niederlage ist der Herforder Eishockey Verein erstmals in dieser Saison in die PlayDown-Region abgerutscht und wird nun versuchen müssen, möglichst schnell wieder zu punkten, um den Kontakt zu den PrePlayOff-Plätzen in der frühen Phase der Saison weiterhin zu halten. – som