Heidenreich-Doppelpack beim 5:1-Erfolg in Lindau

Heidenreich-Doppelpack beim 5:1-Erfolg in Lindau

Die Starbulls Rosenheim haben das Nachholspiel in der Eishockey-Oberliga Süd am Dienstagabend gegen den EV Lindau Islanders deutlich mit 5:1 gewonnen. Am Ufer des Bodensees wurden die Grün-Weißen ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht, stellten die Weichen mit einem frühen Doppelpack auf Sieg und ließen sich auch durch den Anschlusstreffer kurz nach der ersten Pause nicht aus dem Konzept bringen. Simon Heidenreich traf doppelt, die weiteren Rosenheimer Tore erzielten Kyle Gibbons, Curtis Leinweber und Tobias Meier. Torwart Andreas Mechel war ein sicherer Rückhalt.

Für die Starbulls war die Partie am Bodensee-Ufer das neunte Spiel binnen 19 Tagen. Trainer John Sicinski war daher froh, im Gegensatz zum Sonntags-Heimspiel gegen Weiden wieder auf Verteidiger Maximilian Vollmayer sowie auf den zuletzt vier Spiele ausgefallenen Stürmer Sebastian Stanik zurückgreifen zu können. Verteidiger Dennis Schütt und Stürmer Kevin Slezak standen wie auch U20-WM-Fahrer Enrico Henriquez-Morales dagegen nicht zur Verfügung.

Die Starbulls trafen auf einen gut organisierten Gegner. Zwei Drittel lang war die Partie ausgeglichen und insgesamt relativ arm an klaren Torchancen. Der Doppelpack in der Anfangsphase kam den Grün-Weißen natürlich entgegen. Zunächst traf Kyle Gibbons per Bauerntrick, wobei er seiner Torumrundung im Uhrzeigersinn eine Körperdrehung in entgegengesetzter Richtung folgen ließ und Torwart Dominik Hattler mit dem flachen Abschluss überraschte – 0:1 (5.). Eine gute Minute später hatte der junge Lindauer Keeper, der überraschend anstatt Stammtorwart Lucas Di Berado zum Zuge kam, aber keinerlei Abwehrchance. Tobias Meier spielte einen perfekten Rückpass und Simon Heidenreich versenkte zentral aus kurzer Entfernung eiskalt zum 0:2 (6.).

Lindau war in den ersten 20 Minuten nicht die schlechtere Mannschaft – und dank mehr Aggressivität im Spiel nach vorne kamen die Islanders im zweiten Drittel rasch zum verdienten Anschlusstreffer. Zunächst rettet noch die Latte für die Starbulls, in Überzahl machten die Hausherren danach mächtig Druck und schließlich konnte Damian Schneider aus kürzester Distanz abschließen. Gleich zweimal binnen einer Sekunde konnte Torwart Mechel den Einschlag zwar noch verhindern, beim dritten Versuch von Schneider war er dann machtlos – 1:2 (25.). Rosenheimer aber antwortete sofort. Kyle Gibbons konterte über die rechte Seite und legte ins Zentrum, wo Curtis Leinweber nicht lange fackelte und die Scheibe aus der Halbdistanz zum 1:3 versenkte (26.). Es war ein Schlüsselmoment des Spiels, wie auch John Sicinski im Nachgang analysierte: „In dieser Phase war das Momentum eigentlich auf Lindauer Seite gekippt, wir haben es uns aber zurückgeholt und das war ganz wichtig.“

Es folgte eine Druckphase der Starbulls mit guten Chancen durch Gibbons und Tobias Draxinger, in der Torwart Hattler die Hausherren im Spiel hielt. Auch als nach einem verunglückten Lindauer Wechsel Florian Maierhofer mit ganz viel Zeit und Platz vor dem Tor zum Abschluss kam, verhinderte Hattler bravourös reagierend das 1:4 (34.). Davor war bei einem erneut attraktiv aufgezogenem Lindauer Überzahlspiel aber auch Rosenheims Torwart Mechel gefragt. Fredrik Widen hatte die Riesengelegenheit auf den zweiten Lindauer Torerfolg (32.).

In der Schlussphase des zweiten Spielabschnitts verflachte die Partie, beide Teams verzettelten sich mehrfach in immer komplizierteren Aktionen. Den letzten Spielabschnitt gestalteten die Starbulls dann aber absolut souverän. In der 45. Spielminute zielte der völlig blank stehende Leinweber zentral vor dem Tor noch über die Latte, Sekunden später versenkte Heidenreich einen idealen Rückpass von Stanik aber genauso kompromisslos wie bei seinem ersten Treffer unhaltbar zum 1:4. Alexander Höller hätte rasch den fünften Rosenheimer Treffer nachlegen können, verfehlte aber nach tollem Pass von Florian Krumpe das offene kurze Eck (46.) und scheiterte später auch noch an der Latte. Für den Schlusspunkt zum 1:5 war schließlich Tobias Meier verantwortlich, der gegen aufgerückte Lindauer den Tick schneller als Torwart Hattler an einer steil gespielten Scheibe war und souverän vollstreckte (56.). „Die jungen Spieler haben es wieder einmal sehr gut gemacht, wir waren im letzten Drittel noch spritzig, die Kondition stimmt“, so das finale Fazit von John Sicinski nach dem verdienten Auswärtsdreier, der die Grün-Weißen am SC Riessersee vorbei auf den dritten Tabellenrang hievt.

Vor Weihnachten bestreiten die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd noch zwei Partien, die beide auf eigenem Eis stattfinden. Am Freitag (Spielbeginn 19:30 Uhr) sind die Black Hawks Passau im ROFA-Stadion zu Gast, am Sonntag (17 Uhr) kommt das Team des Deggendorfer SC an die Mangfall. Beide Spiele werden live und kommentiert übertragen (www.sprade.tv).