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Großer Kampf der Ice Dragons wird nicht belohnt

Unglückliche 3:2-Niederlage in Leipzig

Chapeau – der Herforder Eishockey Verein musste in der Oberliga Nord eine unglückliche 2:3 (1:2/1:1/0:0)-Niederlage bei den EXA Icefighters Leipzig hinnehmen. 60 Minuten lang kämpfte der HEV aufopferungsvoll mit einem Minikader, musste letztlich jedoch ohne Punkte die lange Heimreise antreten.

Im Vergleich zur Freitagsbegegnung fehlten Chefcoach Michael Bielefeld mit Marius Garten und Marcnel Bathe zwei weitere Akteure, während Ralf Rinke in den Kader nach überstandener Erkältung zurückkehrte. Somit standen nur 12 Feldspieler zur Verfügung, die ihre Sache gegen die favorisierten Icefighters sehr gut machten. Herford erzeugte in der Anfangsphase viel Druck, scheiterte zunächst aber am bärenstarken Leipziger Goalie Patrick Glatzel sowie zwei Mal am Pfosten. In der 13. Minute traf jedoch Max Pietschmann mit einem sehenswerten Schuss in den rechten Torwinkel zum 1:0 für die Ice Dragons. Kurios dann die Szene zum Ausgleich nur eine Minute später. Während der HEV sich in der Verteidigung den Puck für den nächsten Spielaufbau zupasste, brach dem scheibenführenden Verteidiger die Kufe, der sich daraufhin auf dem Eis wiederfand. Der Finne Joonas Riekkinen reagierte am schnellsten, fuhr allein auf das Tor zu und ließ Kieren Vogel im Gehäuse der Herforder keine Abwehrgelegenheit. Zwei Minuten vor der ersten Drittelsirene wurde Patrick Demetz dann in einer Kontersituation glänzend von Ian Farrell in Szene gesetzt. Demetz hatte daraufhin freie Bahn und erzielte das 2:1, mit dem es dann in die Pause ging.

Im zweiten Durchgang drängte dann Leipzig auf den dritten Treffer. Herford warf sich in jeden Schuss und verteidigte den knappen Rückstand aufopferungsvoll. Einer der wenigen Konter führte in der 25. Minute zum Ausgleich, als Ralf Rinke dem Leipziger Torhüter mit einem Schuss von halblinker Position keine Abwehrchance gab. Doch die Icefighters drängten weiter und kamen durch einen Zuordnungsfehler der Herforder Verteidigung in Person von Joonas Riekkinen in der 33. Minute zur erneuten Führung.

Im letzten Spielabschnitt versuchte Herford noch einmal alles, doch allmählich schwanden die Kräfte bei den dezimierten Ice Dragons. Auch zwei Überzahlsituationen führten nicht zum durchaus verdienten Ausgleich und den Ostwestfalen lief langsam die Zeit davon. Leipzig agierte hingegen clever und ließ nur wenige Gelegenheiten zu. Ausgerechnet in Unterzahl hatte Herford kurz vor dem Ende jedoch noch einmal die Ausgleichschance, als Ralf Rinke einen Konter fuhr. Doch abermals rettete Patrick Glatzel seinem Team den Vorsprung und letztlich auch den Sieg in einem spannenden Duell.

„Ich habe einen ganz großen Respekt vor der Leistung meiner Mannschaft. Einige Spieler hatten heute 37, 38 Minuten Eiszeit. Ich staune, wo die teilweise die Kraft hernehmen. Wir werden weiterkämpfen und irgendwann holen wir auch wieder Zähler“, blickte Chefcoach Michael Bielefeld auf die künftigen Aufgaben.

Herford behält in der Tabelle den letzten PrePlayOff-Platz 10, während Leipzig nach dem 11. Sieg in Folge einen Top 4-Platz innehat und immer weiter stabilisiert. Bereits am Mittwoch um 19.30 Uhr steht die nächste Aufgabe für die Herforder Ice Dragons auf dem Programm. Dann ist im Nachholspiel der Herner EV zu Gast in der imos Eishalle „Im Kleinen Felde“, bevor am Freitag und Sonntag die äußerst wichtigen Begegnungen in Hamm und Essen für die ostwestfälischen Kufencracks folgen.