Grippegeschwächten Wölfen geht am Ende die Kraft aus

Grippegeschwächten Wölfen geht am Ende die Kraft aus

ECDC Memmingen Indians vs. Selber Wölfe 5:3 (1:1; 2:1; 2:1)

Die Wölfe boten dem Spitzenreiter einen harten Fight. Das stark ersatzgeschwächte Wolfsrudel konnte nach früher Führung den Gästen zwar lange Paroli bieten, doch die Memminger schlugen eiskalt zurück. Am Ende schwanden unseren Jungs sichtbar die Kräfte und die Indians schraubten den Spielstand zwischenzeitlich auf 2:5 nach oben. Am Ende stand eine 5:3 Niederlage. Nichtsdestotrotz konnte Coach Hohenberger seinen Mannen keinen Vorwurf machen und unsere Jungs das Eis dank nimmermüden Einsatzes erhobenen Hauptes verlassen.

Wölfe bieten Spitzenreiter Paroli

Aufatmen im Vorwerk. Vergangenes Wochenende machten unsere Wölfe den Einzug ins Viertelfinale endgültig klar. Die Partie gegen Memmingen hatte somit für den Tabellenausgang keine Bedeutung mehr. Die Indians hingegen waren noch voll im Kampf um die Meisterschaft, trennten Sie zum Tabellenzweiten Regensburg lediglich 2 Punkte. Ab sofort hieß Devise also „Warm Up“ für die Play Offs und dem designierten Meister in die Suppe spucken. Dies allerdings stark ersatzgeschwächt. Neben Gare, Kabitzky und Ondruschka musste Wölfe-Coach Hohenberger auch auf seine beiden Goalies Deske und Mnich verzichten. Unterstützung kam vom Kooperationspartner Bayreuth, der Stürmer Zimmermann zur Verstärkung ins Allgäu schickte. Unsere Jungs waren am Hühnerberg trotzdem krasser Außenseiter, dennoch kamen sie wie die Feuerwehr aus der Kabine. Nur wenige Sekunden waren gespielt, da erkämpfte sich Schiener hinter dem Memminger Tor die Scheibe, legte diese weiter auf den lauernden Pisarik. Der Tscheche musste eigentlich nur noch ins leere Tor einschieben, auf der Linie klärte aber ein Memminger Verteidiger. Die Hausherren waren sichtlich überrumpelt. Immer noch die erste Spielminute, über Müller und Pisarik kam die Scheibe auf den mitgelaufenen Zimmermann. Und dieses Mal machten wir es besser. Mit einem trockenen Schuss unter die Latte markierte Förderlizenzspieler Zimmermann das 1:0 für die Gäste. Die Hausherren antworteten mit viel Wut im Bauch, doch unsere Cracks hielten dagegen. Nach einem langen Pass auf Schiener lag sogar das 2:0 in der Luft, doch Vollmer verhinderte dies mit einer Riesenparade. Aber auch dessen gegenüber Bätge hatte alle Hände voll zu tun um den Ausgleich zu verhindern. Immer wieder stand der junge Wölfe-Goalie im Mittelpunkt des Geschehens. Phasenweise schnürten die Allgäuer unsere Jungs im eigenen Drittel ein, diese wehrten sich aber tapfer. Kurz vor Drittelende zogen Böhringer, später auch Bär zwei Strafzeiten. Der Druck der Memminger wurde immer höher. Und es kam wie es kommen musste. In Überzahl glich Beck zum 1:1 aus.

Wölfe halten weiter dagegen

Déjà-vu zu Beginn des zweiten Drittels. Nur wenige Sekunden waren gespielt und abermals bot sich unseren Jungs in Person von Pisarik die Riesenmöglichkeit zur Führung. Diesmal konnten ihn die Hausherren jedoch entscheidend stören, allerdings nur auf Kosten einer Strafzeit. Unsere Cracks somit früh im zweiten Drittel mit einem Mann mehr auf dem Eis, drängten auf die erneute Führung. Pisarik, Bär und Krämer scheiterten allerdings mit ihren Versuchen an Vollmer. Besser machten es die Hausherren. Svedlund wurde nicht konsequent gestört, zog mit hoher Geschwindigkeit aus der Rundung vors Tor und ließ mit seinem Schuss aus der Drehung Bätge keine Chance. Und es kam noch schlimmer: der ehemalige DEL2 Spieler Herm legte die Scheibe quer auf Deeg und erneut schlug die Scheibe hinter Bätge ein. Doch unsere Wölfe hatten die passende Antwort parat. Top-Scorer McDonald brach auf der rechten Seite durch, hatte alle Zeit der Welt und donnerte die Scheibe zum 2:3 aus Wölfe-Sicht in die Maschen. Kurz darauf, gar die Möglichkeit zum Ausgleich, aber Vollmer auf dem Posten. Unser Jungs steckten weiterhin nicht auf. Schiener fing einen Fehlpass der Hausherren ab und konterte dies gnadenlos aus. Doch erneut war Vollmer mit dem Big Save zur Stelle. Kurz vor Drittelende wurde es auf einmal ganz still am Hühnerberg. Ohne Fremdeinwirkung blieb der bis dato so sichere Rückhalt Vollmer verletzt am Eis liegen. Das Spiel war für den Routinier beendet.

Am Ende schwinden die Kräfte

Im Schlussabschnitt waren es die Hausherren, die besser aus der Kabine kamen. Snetsinger mit dem Abschluss aus spitzem Winkel, Richter hielt den Stock in den Schuss und die Scheibe zappelte im Netz. Unsere Wölfe gaben dennoch nicht auf. Schmidt tauchte völlig frei vorm Slot auf, scheiterte jedoch an dem glänzend reagierenden Henne, der nun zwischen den Pfosten der Allgäuer stand. Unseren Jungs ging nun immer mehr die Kraft aus. 13 Minuten vor Spielende Glück für unsere Jungs, dass der Schuss von Herms nur an den Innenpfosten knallte. Kurz darauf hatte Miettinen die Möglichkeit alles klar zu machen, konnte den hervorragend aufgelegten Bätge jedoch nicht überwinden. Besser machte es nur Sekunden später Latta, der mit dem 2:5 alles klar machte. Das nicht einmal drei Blöcke umfassende Wolfsrudel schien jetzt stehend k.o., wehrte sich jedoch weiter tapfer. Am Ende betrieb Kolb zwei Minuten vor Schluss mit dem 3:5 Endstand noch
etwas Ergebniskosmetik.

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