Gegen den Letzten und zweimal gegen den Ersten

Gegen den Letzten und zweimal gegen den Ersten

Drei Spiele in fünf Tagen in einer ganz speziellen Konstellation haben die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd vor der Brust. Am Freitagabend empfangen die auf Tabellenplatz drei stehenden Grün-Weißen den keinesfalls ungefährlichen Tabellenletzten HC Landsberg Riverkings im ROFA-Stadion. Am Sonntag kommt es an gleicher Stelle zum mit Spannung erwarteten Topspiel der Starbulls gegen Tabellenführer Eisbären Regensburg – und zwei Tage später gibt es bereits die nächste Auflage dieses Krachers, dann in Regensburg. Auf welche Spieler Rosenheims Cheftrainer John Sicinski zurückgreifen kann oder eventuell verzichten muss, wird sich jeweils erst kurzfristig entscheiden.

Verteidiger Benedikt Dietrich befindet sich im Aufbautraining, für ihn käme eine Rückkehr am Wochenende ebenso wie für Stürmer Kevin Slezak zu früh. Auf der Kippe steht der Einsatz von Verteidiger Tobias Draxinger. Stürmer Kyle Gibbons versuchte am Donnerstag wieder zu trainieren. Sollte er ausfallen, wird der 29-jährige Tscheche Bohumil („Bobby“) Slavicek im Starbulls-Heimspiel gegen Landsberg seine Premiere im Rosenheimer Trikot feiern. Das Tor der Grün-Weißen wird am Freitag Jonas Stettmer hüten.

Die Riverkings Landsberg reisen als abgeschlagener Tabellenletzter an die Mangfall. Ganze vier Punkte konnte der Aufsteiger in bisher 27 Partien erbeuten. Gegen die Starbulls war die Mannschaft von Trainer Fabio Carciola, dessen Vertrag jüngst verlängert wurde, bisher zweimal chancenlos. In der Lechstadt behielten die Grün-Weißen mit 9:3, im Heimspiel Mitte Januar sogar mit 10:0 die Oberhand. Alles andere als ein weiterer Rosenheimer Heimsieg wäre eine Riesenüberraschung. Aber an einer eben solchen schrammten die Riverkings am vergangenen Freitag nur haarscharf vorbei, lagen gegen Tabellenführer Eisbären Regensburg verdient mit 2:0 in Führung und mussten sich am Ende knapp und unglücklich mit 2:3 geschlagen geben. Regensburgs Trainer Maximilian Kaltenhauser adelte die Carciola-Truppe nach der Partie damit, der kampfstärkste Gegner für sein Team in der bisherigen Saison gewesen zu sein.

„Wir dürfen keinesfalls an Landsberg vorbeidenken“, sagt John Sicinski. „Wir wollen unser Spiel spielen und mit Sicherheit und Selbstvertrauen in die Aufgaben danach gehen. Wir glauben an uns und sehen es als Riesenchance an, am Sonntag und am Dienstag zweimal gegen Regensburg spielen zu können. Aber wir denken immer nur an das jeweils vor uns liegende Spiel“.

Im bisher einzigen Saisonvergleich der Starbulls mit dem aktuellen Spitzenreiter Regensburg, der sich am Freitag übrigens mit den auf Tabellenrang zwei stehenden Selber Wölfen duelliert, behielten die Eisbären knapp mit 2:1 die Oberhand. Für die Starbulls war es die erste Partie nach der Quarantäne-Rückkehr Ende November. Einige Wochen später mussten die Eisbären in Quarantäne und hätten am 30. Dezember passender Weise ihren Restart in Rosenheim gehabt. Doch kurzfristig musste dann auch diese Partie noch abgesetzt werden, so dass es nun zu einem Doppelpack kommt. Am Sonntag um 17 Uhr im Rosenheimer ROFA-Stadion und am Dienstag um 20 Uhr in der Regensburger „das Stadtwerk.Donau-Arena“ sind Hochspannung und hochklassiges Eishockey garantiert.

Faktisch liegt die Favoritenrolle bei den Donaustädtern, die bislang im Schnitt herausragende 2,46 Punkte je Partie erbeuteten (Starbulls 2,31). Mit Nikola Gajovsky und Richard Divis haben sie das mit Abstand beste Ausländerduo der Liga in ihren Reihen, das bereits für 123 Scorerpunkte – also fast fünf Punkte pro Spiel – verantwortlich ist. Die Torhüterposition ist mit Peter Holmgren und Patrick Berger herausragend besetzt. Der Kader ist breit und es gibt aktuell kaum nennenswerte Ausfälle, sodass Trainer Kaltenhauser 20 Feldspieler aufbieten und auf vier komplette Reihen zurückgreifen kann. Auf eigenem Eis haben die Eisbären in der laufenden Saison übrigens noch keinen einzigen Punkt abgegeben. Aber wie hat schon ein langjähriger früherer Starbulls-Trainer stets gesagt: Je länger eine Serie dauert, desto näher ist ihr Ende.

Die besonderen Spiel der Starbulls Rosenheim am Freitag gegen Landsberg (19:30 Uhr), am Sonntag gegen Regensburg (17 Uhr) und am Dienstag in Regensburg (20 Uhr) können jeweils per Livestream verfolgt werden. Die kommentierten Übertragungen, die mit vielen zusätzlichen Services (u.a. Live-Interviews, Zeitlupenwiederholungen aus diversen Perspektiven, Zusammenfassungen der Höhepunkte nach jedem Drittelende, Übertragung der Pressekonferenzen) angereichert sind, sind auf www.sprade.tv buchbar.