Gegen den Ersten und den Letzten

Gegen den Ersten und den Letzten

Kontrastprogramm für die Starbulls Rosenheim am anstehenden Spielwochenende in der Eishockey-Oberliga Süd: Am Freitagabend (Spielbeginn 19:30 Uhr) sind die Grün-Weißen beim unangefochtenen Tabellenführer Selber Wölfe zu Gast, am Sonntag empfangen sie im heimischen ROFA-Stadion (17 Uhr) das abgeschlagene Tabellenschlusslicht HC Landsberg Riverkings. Die Spiele werden live über das Portal www.sprade.tv übertragen.

Mit dem 6:5-Heimsieg im Nachtragsspiel gegen den Deggendorfer SC am Dienstag haben sich die Starbulls Rosenheim den zweiten Tabellenrang erobert. Die Eisbären Regensburg gingen am gleichen Abend im Auswärtsspiel gegen die Höchstadt Alligators „baden“, verloren deutlich mit 1:7 und fielen auf den dritten Rang zurück. Allerdings weist das Tabellenbild eine Unwucht aus. Während die Starbulls 19 Partien bestritten haben (43 Punkte), waren die Regensburger erst 16 Mal aktiv (41 Punkte). Sie haben mit 2,56 Punkten je Spiel den besseren „Zählerquotienten“ als die Starbulls (2,26) und auch als die Selber Wölfe (2,45) und dürfen sich somit als „heimlicher Tabellenführer“ fühlen.

Nach Punkten führen aber aktuell die Selber Wölfe (54 Zähler bei 22 gespielten Partien) mit großem Vorsprung das Klassement an. Und bei diesem Tabellenführer sind die Starbulls Rosenheim am Freitagabend zu Gast. Den ersten Saisonvergleich gewannen die Grün-Weißen am Nikolaustag im ROFA-Stadion mit 2:1. Danach haben die Wölfe aus Hochfranken elf Spiele gewonnen und lediglich noch ein einziges Mal den Kürzeren gezogen (0:2 in Memmingen). In eigener Halle hat das vom Österreicher Herbert Hohenberger gecoachte Team erst einmal verloren – 2:3 am allerersten Spieltag der Saison gegen Regensburg. Mit dem US-Amerikaner Nick Miglio (25 Tore, 16 Vorbereitungen)  haben die Hochfranken den bisher erfolgreichsten Scorer der ganzen Liga und mit Florian Mnich (Fangquote 95,9 Prozent) und Michel Weidekamp (90 Prozent) gleich zwei Toptorhüter in ihren Reihen. Auch bei den Special-Teams ragen die Wölfe heraus. Sie sind das beste Unterzahlteam der Eishockey-Oberliga Süd und spielen das zweiteffektivste Powerplay.

Starbulls-Coach John John Sicinski steht mit seiner Mannschaft also vor einer gleichfalls schweren wie spannenden Aufgabe und muss das Team zudem umbauen. Verteidiger Garret Pruden und Stürmer Enrico Henriquez-Morales werden am Wochenende in der DEL für Ingolstadt auflaufen und stehen nicht zur Verfügung. Selb-Trainer Hohenberger, dessen Vertrag als Cheftrainer der Wölfe jüngst über das Saisonende hinaus verlängert wurde, muss voraussichtlich auf Steven Deeg und Richard Gelke verzichten, hat aufgrund des breiten und qualitativ herausragenden Kaders aber dennoch vier stark besetzte Reihen zur Verfügung. „Trotzdem wollen wir in Selb Punkte holen“, gibt sich John Sicinski, der wieder zahlreiche Nachwuchsakteure einbauen wird, kämpferisch und selbstbewusst.

Im krassen Gegensatz zum Auswärtsspiel in Selb steht der Rosenheimer Heimauftritt am Sonntag gegen den HC Landsberg Riverkings. Der Aufsteiger ist mit nur vier Zählern Tabellenletzter und hat die letzten 17 Spiele verloren. Am Mittwoch unterlag die Mannschaft von Coach Fabia Carciola im Nachholspiel gegen Peiting deutlich 1:7. Und mit dem Bruder des Trainers, Adriano Carciola, steht einer der wenigen erfahrenen Akteure wegen einer schweren Schulterverletzung bis zum Saisonende nicht mehr zur Verfügung. Das Hinspiel in Landsberg gewannen die Starbulls mit 9:3; ein Drei-Punkte-Erfolg im Sonntagsheimspiel ist für die Grün-Weißen natürlich Pflicht.

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