Füssen kann trotz Niederlage in Selb überzeugen

Füssen kann trotz Niederlage in Selb überzeugen

Ein richtig gutes Auswärtsspiel hat der EV Füssen trotz der 1:4-Niederlage (0:1, 1:1, 0:2) beim Tabellenzweiten aus Selb hingelegt. Auch ohne eine ganze Reihe fehlender Spieler waren die Ostallgäuer über weite Strecken voll in der Partie und hätten bei etwas mehr Glück vielleicht sogar erneut bei den Wölfen punkten können. Zwei in der Entstehung recht kuriose Gegentreffer sowie ein Empty-Net-Goal brachten die Entscheidung zugunsten des Heimteams, wobei es insgesamt schon ein verdienter Sieg war. Trotzdem konnte der EVF mit seiner Leistung überzeugen.

Wieder mit Nadeau und Krötz, dafür ohne Miller, Velebny, Rott, Hötzinger, Stauder, Vogl und Höfler spielten die Füssener vor allem defensiv ein gutes erstes Drittel, ohne zunächst offensiv zwingend in Erscheinung zu treten. Lediglich bei einem Überzahlspiel konnte man vermehrt Druck auf das gegnerische Tor ausüben. Selb kam ebenfalls einmal in Überzahl und nutzte diese prompt nach nur 16 Sekunden zum 1:0. Geisberger fälschte einen Schuss von Gare noch leicht ab. Zimmermann und Deeg hatten in der letzten Minute auch noch einen zweiten Treffer auf dem Schläger, scheiterten aber an Andi Jorde im Füssener Tor.

Mit viel Schwung kam der EVF aus der Kabine, musste aber gleich einen Gegentreffer zum 0:2 hinnehmen. Ein Abpraller fiel Verelst genau auf den Schläger und der konnte aus kurzer Distanz einschießen. Im Gegenzug verpasste Nadeau knapp, dann visierte Snetsinger den Pfosten an. Spätestens nach dem Überzahltreffer von Sam Payeur zum 2:1 war es aber der EV Füssen, der das Spiel machte und entsprechend Druck ausübte. In dieser Phase hätten sich die Oberfranken nicht über den Ausgleich zu beschweren brauchen.

Mit dem knappen Rückstand ging es in das Schlussdrittel, hier kassierten die Schwarz-Gelben aber gleich hintereinander zwei Strafzeiten. Nach einem Schuss prallte die Scheibe von Jorde an den Schlittschuh eines Verteidigers und wurde dann von dem mit dem Rücken zum Tor auf dem Eis liegenden Hammerbauer zum 3:1 verwertet. Ein kurioses und auch unglückliches Gegentor. Es war bereits die Vorentscheidung, denn obwohl der EVF bis zum Ende voll auf Augenhöhe war, gelang kein weiterer eigener Treffer mehr. Nach Herausnahme des Torhüters stellte Miglio den Endstand von 4:1 ins verlassene EVF-Gehäuse her. (MiL)

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