EXA IceFighters verlieren in der Overtime gegen Tilburg

EXA IceFighters verlieren in der Overtime gegen Tilburg

Gestern Abend gastierten die EXA IceFighters Leipzig in Tilburg bei den Trappers. Das Spiel endete in der Verlängerung mit einem Sieg für die Holländer. Dass es überhaupt so weit kommen konnte, hatte einen Grund. Die Eiskämpfer haben trotz 0-3 Rückstand nach dem ersten Drittel viel Herz und Charakter bewiesen. Schon vor dem Spiel gab es die erste schlechte Nachricht. Maximilian Spöttel musste kurzfristig doch passen. Ob er schwerer verletzt ist, wird eine genaue Untersuchung ergeben. Trotzdem starteten die IceFighters gut. Die Trappers versuchten ihr gewohntes Spiel aufzuziehen, aber das Leipziger Team hielt gut dagegen. In der 8. Minute wurde aber eine Unachtsamkeit in der Defensive eiskalt bestraft. Diego Hofland ließ Eric Hoffmann keine Abwehrchance. Jetzt kamen die Tilburger mit viel Energie. In der 13. Minute belohnten sie sich dafür mit dem 2-0. Danny Stemper fälschte den Querpass unhaltbar ab. Dieser Treffer zeigte Wirkung. Unsere Mannschaft brauchte ein paar Minuten, um wieder ins Spiel zu finden. Gerade, als es den Anschein hatte, dass das gelingen könnte verloren wir im eigenen Drittel die Scheibe und die Trappers bestrafen das gnadenlos mit dem 3-0 in der 17. Spielminute. Mit diesem Rückstand und hängenden Köpfen ging es in die erste Pause. Wer jetzt aber dachte, dass die EXA IceFighters Leipzig aufgeben würden, kennt das Team nicht. Die Mannschaft kämpfte sich zurück ins Spiel. Mit besserer Laufarbeit in der Defensive und mehr Druck in der Offensive gelang es, das Spielgeschehen zu verändern. Es klappte noch nicht alles, aber man merkte deutlich, dass die IceFighters nicht gewillt waren, das Spiel kampflos abzuschreiben. Etwas Glück gehört auch dazu und dieses erarbeiteten sich Kapitän Eichelkraut und seine Mannschaft. Leon Lilik schlenzte in der 26. Minute den Puck aufs Tor und Trappers-Goalie Ian Meierdres langte gehörig daneben. In der 36. Minute machte er diesen Fehler aber wieder gut. Oliver Noack war gefoult worden und hatte beim anschließenden Strafschuss die große Chance den Anschluss zu erzielen. Aber Meierdres blieb Sieger in diesem Duell. Leider gelang den IceFighters kein zweites Tor, aber die Spielanteile hatten sich in zweiten Drittel zu ihren Gunsten verändert. Im letzten Drittel mussten die Unterzahlspezialisten erstmals ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, bevor an die weitere Aufholjagd zu denken war. Das gelang und dann kam auch endlich das Powerplay wieder einmal zum Erfolg. Michal Velecky fälschte einen Schuss von Connor Hannon in der 44. Minute zum 2-3 ab. Tilburg zeigte sich defensiv beeindruckt. Aber offensiv blieben sie weiterhin gefährlich. Doch Eric Hoffmann zeigte eine überragende Leistung und verschaffte seinen Vordermännern somit die Chance, doch noch den Ausgleich zu erzielen. Und das gelang dann auch.

In der 56. Minute verwandelte Marvin Miethke seinen eigenen Nachschuss zum vielumjubelten 3-3 Ausgleichstreffer. Beide Seiten schienen sich in den verbleibenden Minuten gedanklich schon auf die Verlängerung einzustellen, als plötzlich die Unparteiischen ins Geschehen eingriffen. Marvin Miethke erhielt in der 59. Minute eine geradezu unfassbare 5 plus Spieldauer-Strafe. Das Team der IceFighters war geschockt und aufgebracht. Als dann Sekunden später auch noch eine klare Abseitsstellung ignoriert wurde, war die Stimmung am Siedepunkt. Zu allem Überfluss gab es dann noch eine Spieldauerstrafe gegen Coach Sven Gerike, der die Bank seiner Spieler umgehend verlassen musste. Aber sein Team zeigte in Unterzahl eine ganz starke Leistung. Reihenweise wurden Schüsse geblockt und wenn doch was durchkam, war Hoffmann zur Stelle. Drei Minuten lang musste in der Verlängerung mit 3 gegen 4 gekämpft werden. Kurze Zeit lief es danach mit 4 gegen 4 weiter, bis der Schiedsrichter erneut eine Strafe gegen die Eiskämpfer gab. Diesmal gelang den Trappers der Siegtreffer in der letzten Minute der Verlängerung. Trotzdem können die EXA IceFighters Leipzig sehr stolz auf den redlich verdienten Punkt sein.

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt nach diesem Spiel jedoch nicht. Bereits am Mittwoch empfangen die EXA IceFighters Leipzig erneut die Crocodiles aus Hamburg im Kohlrabizirkus. Anbully ist 19:30 Uhr.