EXA IceFighters Leipzig bringen einen Punkt aus dem Derby mit nach Hause

EXA IceFighters Leipzig bringen einen Punkt aus dem Derby mit nach Hause

Das Derby in Halle startete gestern Abend mit einiger Verzögerung. Das Tor war aus dem Eis herausgebrochen und diese Stelle musste erst repariert werden. Das zog sich einige Minuten und unseren EXA IceFighters Leipzig tat das gar nicht gut. In der ersten Hälfte des ersten Drittels spielten nur die Saale Bulls aus Halle. Patrick Glatzel im Tor unserer Eiskämpfer schien als Einziger aus der Kabine gekommen zu sein und hielt sein Team im Spiel. Erst mit dem ersten Powerplay und den ersten Chancen wachten unsere IceFighter auf und schienen das Derby als solches spielen zu wollen. In Unterzahl mussten sie dann aber doch das 0-1 hinnehmen. Leon Fern traf von der blauen Linie nur den Pfosten, aber Tatu Vihavainen erzielte im Nachschuss den ersten Treffer der Begegnung. In den verbleibenden vier Minuten bis zur Pause passierte nicht mehr viel und somit gingen beide Mannschaften in die Kabinen zurück.

Das zweite Drittel sah dann aus IceFighters-Sicht deutlich anders aus. Es war mehr Zug im Spiel. Dadurch gelangen viele Offensivaktionen, bei denen Bulls-Torhüter Sebastian Albrecht zunächst stets der Sieger blieb. Halle beschränkte sich zwischenzeitlich mehr aufs Kontern und überließ unseren IceFighters mehr und mehr die Initiative. Und die IceFighters schienen dadurch das Spiel immer besser in den Griff zu bekommen. Das konnte man von den Unparteiischen einmal mehr nicht behaupten. Es war einfach keine Linie zu erkennen. Klare Fouls wurden auf beiden Seiten nicht gegeben und dann wiederum Strafen ausgesprochen, bei denen nur sie selbst wussten, was der Grund war. So war das am meisten gebrauchte Wort im Stream der Gastgeber „zerfahren“. Und das beschreibt das ganze Spiel gut. In der 26. Minute gelang den EXA IceFighters der ersehnte Ausgleich. Robin Slanina verwandelte nach schönem Zuspiel von Paul König. 63 Sekunden später erlaubte sich Halles Torhüter den einzigen Lapsus des Spiels. Michal Velecky zog aus spitzem Winkel ab und der Puck trudelte irgendwie über die Linie. Mit der verdienten, aber knappen Führung ging es für unser Team in die zweite Pause.

Im letzten Drittel spielten beide Teams auf Augenhöhe. Halle konnte sich ebenfalls mit einem Doppelschlag revanchieren. Michal Schön und Leon Fern waren in der 46. und 47. Minute die beiden Torschützen. Unsere Eiskämpfer konnten in der 49. Spielminute noch einmal ausgleichen. Huber Berger fälschte einen Pass von Moritz Israel im Powerplay unhaltbar ab. Leider gelang es Florian Eichelkraut und Kollegen in der Folge nicht mehr, aus den durchaus vorhandenen und guten Chancen Kapital zu schlagen. So ging es erst in die Verlängerung und dann ins das Penaltyschießen. Hier behielten die Gastgeber den kühleren Kopf und gewannen das Spiel am Ende mit 4-3 nach Penaltyschießen. „Das wir hier nach dem schlechten ersten Drittel trotzdem noch mit einem Punkt nach Hause fahren ist schon in Ordnung. So dürfen wir aber nicht mehr in ein Spiel starten. Der Rest des Spiels war schwere Kost und auch für beide Seiten nicht leicht zu coachen. Es kam nie wirklich ein Spielrhythmus auf“, beurteilte Coach Sven Gerike das Spielgeschehen.
Das dritte Spiel in fünf Tagen findet bereits morgen statt. Die EXA IceFighters empfangen die Diez-Limburg Rockets zum Heimspiel im Kohlrabizirkus.