EVF verliert die letzten beiden Vorbereitungsspiele gegen Lindau jeweils knapp mit 2:3 und 1:2

EVF verliert die letzten beiden Vorbereitungsspiele gegen Lindau jeweils knapp mit 2:3 und 1:2

Bevor es am Freitag zum ersten Punktspiel für die Füssener nach Landsberg geht, standen noch zwei Testspiele gegen die Lindau Islanders auf dem Programm. Hier unterlagen die in der Defensive dezimierten Schwarz-Gelben zuhause mit 2:3, das Rückspiel am Bodensee musste wegen Nebelbildung beim Stand von 1:2 abgebrochen werden.

Das Heimspiel gegen die Lindau Islanders hat der EVF knapp mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:1) verloren. Die Voraussetzungen waren zu den beiden vorangegangenen Niederlagen wieder andere. Diesmal standen dank drei Förderlizenzspielern zwar vier komplette Sturmreihen zur Verfügung, dafür fehlten in der Verteidigung neben Brad Miller aber auch noch Lubos Velebny und Quirin Stocker. Das gab im letzten Abschnitt und mit insgesamt acht Über- und neun Unterzahlspielen schließlich den Ausschlag für die Gäste, als der EVF keinen Druck mehr aufbauen konnte.

Beide Mannschaften lieferten sich ein recht ausgeglichenes Startdrittel. Lindau traf in der zweiten Minute in Überzahl den Pfosten, auf der anderen Seite visierte Christian Krötz das Gestänge an. Bei zwei weiteren Strafen gegen den EVF hatten jeweils Eric Nadeau und Samuel Payeur Unterzahlbreaks, scheiterten aber. Den dritten Unterzahlkonter hatten die Gäste durch Zweitliga-Neuzugang Daniel Schwamberger, dieser blieb vor dem Tor cool und markierte gegen Maximilian Meier das 0:1. Nach einer weiteren Strafe gegen die Gäste waren die Schwarz-Gelben kurz darauf in doppelter Überzahl, dies nutzte Florian Stauder mit einem platzierten Schuss zum Ausgleich. Bezeichnend für den Abschnitt auch die letzte Minute, als beide Teams bei Kontern die Führung vergaben

Im Mitteldrittel gab dann der EVF über weite Strecken den Ton an. Allerdings fiel zunächst sehr unglücklich das 1:2. Ein misslungener Abwehrversuch, ein geblockter Schuss, der sich in einer Bogenlampe über Maxi Meier senkte, und schon musste Michael Wirz nur noch ins leere Tor schieben. Etwas glücklich war dann auch die Entstehungsgeschichte des Füssener Ausgleichs. Die Scheibe kam vom Linesman direkt auf den Schläger von Sam Payeur, der zog sofort ab und traf sehenswert zum 2:2. Zuvor hatten schon Simon und Deubler große Chancen, kurz darauf scheiterte Burghart aussichtsreich. Lindau kam erst gegen Ende des Abschnitts etwas auf, begünstigt durch zwei Überzahlspiele.

Im Schlussdrittel waren die Gäste aber dann am Drücker. Schwamberger scheiterte diesmal mit einem Unterzahlkonter, danach wanderten die nun meist einen Schritt zu langsam agierenden Schwarz-Gelben gleich viermal auf die Strafbank. Hier traf der Schwede Linus Lundström zunächst den Pfosten, sechs Zeigerumdrehungen später setzte er jedoch einen Abpraller zum 2:3 ins Netz. Zuvor hatte Vogl eine große Unterzahlchance vergeben, danach scheiterte noch Deubler nach schönem Spielzug. Das war es aber bereits mit den Füssener Möglichkeiten, und gerade bei zwei eigenen Powerplay-Situationen am Ende zeigte sich dann doch deutlich, dass man nur mit fünf Verteidigern angetreten war und die vielen Eiszeiten für die Special Teams ihre Spuren hinterlassen hatten. (MiL)

  • Tore: 0:1 (16.) Schwamberger (Ochmann/4-5), 1:1 (17.) Stauder (Payeur, Deubler/5-3), 1:2 (23.) Wirz (Sezemsky, Wucher), 2:2 (29.) Payeur (Jentsch, Rott), 2:3 (54.) Lundström (Widen, Lüsch/5-4).
  • Strafminuten: Füssen 20, Landsberg 16.

 

Das Rückspiel des EVF in Lindau musste leider vorzeitig abgebrochen werden. Wegen starker Nebelbildung war nach gespielten 34 Minuten beim Stande von 2:1 (2:1, 0:0) für die Islanders Schluss. Bis dahin war es eine recht ausgeglichene Partie, wobei die Füssener nur mit vier Verteidigern angereist waren. Neben Sill, Miller, Velebny, Stocker und Besl sowie Förderlizenzspielern fehlte diesmal auch Christian Krötz. Positiv war dafür der erstmalige Einsatz von Florian Höfler für sein neues Team.

Beide Mannschaften lieferten sich von Anfang an einen schnellen Abtausch mit einigen Chancen auf beiden Seiten. Der EVF trat dabei zunächst sehr konzentriert auf und wurde mehrmals nur knapp am erfolgreichen Abschluss gehindert. Es war Verteidiger Nicolas Jentsch, der schließlich die Lücke zum 0:1 fand. Lindau antwortete umgehend mit dem Ausgleich durch Simon Klingler in Überzahl, begünstigt durch einen Zuordnungsfehler im Füssener Penaltykilling. Als ein Spieler im eigenen Abschnitt die Scheibe vertändelte, gab es ein weiteres Powerplay der Islanders, und erneut traf Klingler zum 2:1. Auch hier sah das Unterzahlspiel der Schwarz-Gelben etwas unsortiert aus. Sie mussten noch zwei weitere Male auf die Strafbank, hielten nun den Kasten aber mit viel Einsatz und einem fehlerfreien Benedikt Hötzinger sauber. Bei einem Break von Sam Payeur und Florian Stauder scheiterte letzterer sogar nur knapp am Ausgleich.

Das Mitteldrittel begann erstmals mit einer Füssener Überzahl, weil die Gastgeber zu spät aus der Kabine kamen. Hier kamen die Füssener aber zwei Minuten lang nicht in die Powerplay Aufstellung. Besser dagegen Lindau, das im Anschluss mit einem Mann mehr viel Druck machte, aber immer wieder an Hötzinger scheiterte. Viel Kampf und wenig klare Chancen waren in dieser Phase angesagt. Erst nach der Hälfte der Partie wurde es lebhafter. Ondrej Zelenka scheiterte mit einem schönen Solo, im direkten Gegenzug hatte Lüsch die Chance zum dritten Treffer. Auch Lundström verzog, ehe der EVF eine starke Drangphase startete, aber mehrmals knapp vergab. Danach wurde die Partie zum wiederholten Male wegen Nebelbildung unterbrochen. Die Schiedsrichter versuchten es zwar noch einmal, nachdem die Sicht für beide Torhüter aber nicht mehr ausreichend gewährleistet werden konnte, musste das Spiel beim Stand von 2:1 leider vorzeitig beendet werden. (MiL)

  1. Tore: 0:1 (8.) Jentsch (Zelenka, Stauder), 1:1 (9.) Klingler (Farny A., Schwamberger/5-4), 2:1 (14.) Klingler (Ochmann, Farny A./5-4).
  2. Strafminuten Lindau 2, Füssen 12.
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