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EVF schlägt im Duell der Lechstädte den HC Landsberg mit 4:2 – Trennung von Stürmer Andrei Taratukhin

Der EV Füssen hat das wichtige Heimspiel gegen den HC Landsberg dank eines starken Mitteldrittels mit 4:2 (0:1, 4:0, 0:1) für sich entschieden. Beide Teams vergaben dabei viele gute Torchancen, mehrmals rettete auf beiden Seiten auch das Gestänge. Durch den Sieg rutschte der EVF auf den zehnten Tabellenplatz vor. Bereits am Dienstag gilt es nun im Heimspiel um 19.30 Uhr gegen Deggendorf diese Position zu festigen. Der Verein baut auch hier wieder auf die Unterstützung durch die Zuschauer.

Das durchwachsene Startdrittel konnte der HCL durch ein Tor von Mika Reuter für sich entscheiden. Die Führung ging so in Ordnung, da die Gäste die besseren Möglichkeiten, unter anderem einen Pfostentreffer, hatten.

Im Mitteldrittel musste ein Steigerung von den Schwarz-Gelben kommen, und sie kam auch, Ausgerechnet in eigener Unterzahl gelang Julian Straub mit einem Break der Ausgleich. Eine eigene Überzahl dauerte nur vier Sekunden, ehe Lubos Velebny zur Hälfte der Partie die Scheibe von der blauen Linie ins Netz hämmerte. Marc Besl schloss einen Konter ebenso mit einem satten Schuss zum 3:1 ab. Und ganz wichtig war der späte Treffer von Julian Straub zum 4:1, den Angriff hatte der Schütze durch einen Scheibengewinn selbst eingeleitet. Eigentlich hätte es auch noch höher stehen können, da der EVF ein halbes Dutzend weiterer starker Chancen liegen ließ.

Im letzten Abschnitt wollte es Landsberg aber nochmals wissen und drückte sofort auf den Anschluss. Die Füssener Abwehr hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Erst eine fünfminütige Strafzeit wegen Bandenchecks nahm den Riverkings den Wind aus den Segeln. Die Schwarz-Gelben konnten diese Situation aber nicht nutzen und kassierten nach einer eigenen Strafzeit in der 52. Minute das 4:2, wieder durch Mika Reuter. Dabei blieb es aber, weil die Landsberger Angriffe alle abgewehrt werden konnten, auf der anderen Seite nach dem frühen Ziehen des HCL-Torhüters die Füssener aber auch in dreieinhalb Minuten gleich mehrmals das leere Gehäuse verfehlten. Am Ende waren die drei Punkte aus dieser unterhaltsamen Partie mit vielen vergebenen Möglichkeiten wichtig, welche Trainer Marko Raita passenderweise als „Christmas Coast to Coast Hockey“ bezeichnete. (MiL)

Tore: 0:1 (15.) Reuter (Wagner, Carciola), 1:1 (22.) Straub (Dalldush/4-5), 2:1 (31.) Velebny (Miller, Taratukhin/5-4), 3:1 (33.) Besl (Noack), 4:1 (40.) Straub (Dropmann, Wiedemann), 4:2 (52.) Reuter (Carciola, Nedved/5-4). Strafminuten Füssen 12, Landsberg 15. Zuschauer 309

Vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Lage muss sich der EV Füssen zum 31.12.2021 leider von seinem Kontingentstürmer Andrei Taratukhin trennen. Auf Grund eines massiven Einnahmeverlustes durch die nach wie vor angespannte Situation in der Corona-Pandemie sieht sich der Verein zu diesem Schritt gezwungen.

Sportdirektor Andreas Becherer: „Wir sind von Andrei nach wie vor sowohl menschlich als auch sportlich voll überzeugt. Wir haben uns die Entscheidung alles andere als leicht gemacht, aber eine weitere Verpflichtung ist für uns aus wirtschaftlichen Gründen nicht darstellbar. Wir bedauern das sehr, aber sind leider gezwungen, diesen Weg zu gehen.“

Andrei Taratukhin war vor der Saison vom HSC Csikszereda an den Kobelhang gewechselt. Hier hatte er Pech mit einer Verletzung, die ihn fünf Wochen außer Gefecht setzte. Danach kam noch eine Quarantäne-Situation hinzu. Beides überwand der 38-jährige Stürmer aber und fand sich zuletzt immer besser im Team ein. Mit 8 Zählern aus 9 Spielen hat er momentan auch den zweitbesten Punkteschnitt in der Füssener Mannschaft.

Der Eissportverein Füssen wünscht dem sympathischen Stürmer mit der Nummer 22 alles Gute für die Zukunft und bedankt sich vielmals für den Einsatz während der leider zu kurzen Zeit beim EVF. (MiL)